Tunesien – Wo die Filme spielen! Ganz viel Hollywood

Tunesien Filmkulisse
Ein Muss für Star Wars-Fans sind die ehemaligen Filmkulissen

Auf der Südseite des Mittelmeeres stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis. Doch wer nur an der Küste bleibt, versäumt das Beste. Der wilde Süden und die Wüste zeigen das wahre Tunesien und viel Hollywood! fliegen-sparen.de auf Entdeckungstour.

„Ein Urlaub, wie im Paradies“, so in etwa liest sich die Katalogprosa für den Pauschalurlaub „All Inclusive“ entlang der tunesischen Mittelmeerküste. Gemeint sind Hotelanlagen, die einen Vergleich zu dem, was auf Mallorca oder Zypern, nicht zu scheuen brauchen. Nur, dass hier Strand und Sonne preiswerter sind. Doch auch das Paradies kann langweilig werden. Hier kommt Hussein, angestellter Berufskraftfahrer mit Personenbeförderungserlaubnis, ins Spiel.

Hussein bleibt mit seinem kräftigen Gefährt nicht auf den asphaltierten Straßen. Wo er es für richtig hält, fährt er über Pisten quer durch die Wüste. Eine Landkarte braucht er nicht, er kennt sich bestens aus in Tunesien, einem Land, knapp halb so groß wie Deutschland. Wer bei ihm einsteigt, will mehr sehen als nur die Hotelbar und den Pool. Kein Problem, Hussein kennt etwa den Weg zum „Krieg der Sterne“, auch wenn er korrekt von „Star Wars“ spricht

Viel Strand – etwas Kultur

Europäische oder amerikanische Star Wars Film-Fans fährt er immer erst nach Tataouine. Dass sie dabei von „Tatooine“ sprechen, wundert ihn nicht – schließlich hieß der Sandplanet des Films so, und von Fremden ausgesprochen klingen beide Namen ohnehin sehr ähnlich. Von Tataouine nach Tatooine geht es über eine staubige Piste, dann stehen die Besucher mitten in „Mos Eisley“, dem verrufenen Flecken am Rande der Star Wars Galaxy. Als die Filmleute abzogen, blieben die Kulissen hier in der Wüste stehen.

Weil sich die Filmarchitekten an der in Tunesien ohnehin verbreiteten Berberbauweise orientierten, sieht alles so aus, als gehöre es hier her. Nur ein paar futuristisch wirkende Antennen und eine zerbeulte Film-Raumkapsel erinnern noch an Luke Skywalker und die Roboterwesen wie R2-D2. Filmleute bauen nicht für die Ewigkeit, die alte Pracht zerbröselt langsam, aber sichtbar.

Wohnen unter der Erde: Matmata

Die wahre Kultstätte der Star Wars Pilger ist Matmata. Die Region war schon zu Zeiten der alten Römer berühmt. Denn damals und heute graben die hier lebenden Menschen drei bis vier Meter tiefe Löcher in die Erde und höhlen dann die Wände dieses Kessels aus. Jedes Loch ist etwa so groß wie ein besserer Kreisverkehr in Europa. Diese Wohnhöhlen schützen vor der nächtlichen Kälte und der oft unerträglichen Hitze des Tages, aber auch vor Eindringlingen. Auf der Suche nach einem geeigneten Drehort für die Szenen aus der Jugend von Luke Skywalker entschied sich die Filmcrew aus Hollywood für ein großes unterirdisches Wohnsystem, das zum Höhlenhotel Sidi Driss ausgebaut worden war. Im Film trafen sich hier auch die Jedi-Ritter zu Beratungen.

Das besondere Licht zieht die Menschen vom Film an. Die Sonne wechselt ihre Farbe fast stündlich. Auf ein noch leicht bläuliches Morgenrot folgt eine ganze Palette von Rottönen, bis dann die Mittagssonne hellgelb bis weiß scheint. Entsprechend variiert das Aussehen von Felsen und Wüstensand je nach Tageszeit. Filmregisseure suchen das passende Licht für ihre Kameraeinstellungen. So wurden die Speicherburgen Ksar Haddada und Ksar Ouled Soltanem, uralte von Berberfamilien angelegte Vorratskammern, kurzerhand zu Film-Sklavenquartieren.

Die tunesischen Landschaften südlich der Mittelmeerküste bieten sich allesamt für Kinoproduktionen an. Filme wie „Der Messias“, „Himmel über der Wüste“ oder „Jesus von Nazareth“ wurden hier gedreht. Der eleganteste Film, der hier entstand, war „Der englische Patient“, für den die Filmcrew in das wild zerklüftete und von vielen Schluchten durchzogene Felsengebirge Onk Djemel südlich der Oase Tozeur zog. Hier im Grenzgebirge zu Algerien konnte die Handlung besonders glaubwürdig in Szene gesetzt werden, auch weil die dortigen Wasserfälle und die tiefen, zerklüfteten Schluchten, die an amerikanische Canyons erinnern, prächtige und dabei unwirklich erscheinende Bilder liefern. Text: Armin E. Möller (208)

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