Lanzarotes Feuerberge per Mountainbike

An den Stränden von Lanzarote lässt es sich gut pausieren
An den Stränden von Lanzarote lässt es sich gut pausieren

Rotbrauner Staub wirbelt auf. Die schwarzen Vulkanberge rings umher färben sich in den unterschiedlichsten Violett-Tönen. fliegen-sparen.de führt Sie per Mountainbike über die Feuerberg-Route auf Lanzarote.

Noch einmal den Schweiß von der Stirn gewischt, einen weiteren Schluck Wasser trinken und dann heißt es, sich wieder auf den Sattel schwingen für die letzten Kilometer, um das heutige Etappenziel Yaiza zu erreichen. Dort warten nach einem sportlichen abwechslungsreichen Tag ein erfrischendes Bad, ein Bummel durch dieses Dorf mit seiner hübschen kleinen Kirche, dem Dorfplatz und seinen gepflegten von Blumenbeeten umgebenen weiß-grünen Häusern.

Weinregion von Lanzarote

Kleine weiße Gehöfte liegen in der Weinregion Lanzarotes verstreut in der Landschaft. Umgeben von den dunklen schimmernden Vulkanbergen wachsen die Reben in der Vulkanerde, liebevoll ummauert mit Steinen. Eigentlich mag man es nicht glauben, dass auf der schwarzen Erde aus Lavaasche und vulkanischem Schutt noch etwas gedeihen kann.

Aber selbst bei der heutigen Fahrt entlang der Feuerberge im Timanfaya Nationalpark konnte der aufmerksame Beobachter eine ganze Reihe unterschiedlicher Pflanzen entdecken. Weiße, gelbe, orangene oder grüne Flechten und Binsen, Aloe oder sogar Feigenbäume wachsen dort. Sie alle bieten den Beweis dafür, dass das Leben auf diesem Stück verbrannter Erde längst wieder Einzug gehalten hat.

Die Fahrt zwischen Caleta de Famara durch die Dünen von El Jable über Tinajo, dem wohl berühmtesten Ort für den kanarischen Ringkampf, entlang der Feuerberge des Timanfaya Nationalparks bis in den Süden nach Yaiza ist die vierte Etappe einer Route für Mountainbiker, auf der Radfans die einmalige Natur und Kulturdenkmäler kennen lernen können.

Start und Ende in Arrecife

Start- und Endpunkt der Tour, die auf 205 Kilometern einmal quer über das gesamte Eiland führt, ist die Hauptstadt Arrecife. Vorbei an ihren beiden mächtigen Festungen von San Gabriel und San José verlässt man die Stadt und es geht zunächst entlang Salinen und den Stränden der Costa Teguise, dann durch eine Landschaft mit zahlreichen stachligen Opuntienfeldern bis zum Kaktusgarten, Jardin de Cactus.

In den unterschiedlichsten Größen und in skurrilen Gestalten finden sich hier Kakteen aus Amerika, Afrika und von den Kanaren. Auf der höchsten Stelle des Gartens steht die alte Windmühle von Guatiza, ein typisches Gebäude für die Insel. Hier sollte man unbedingt eine Pause einlegen.

Den Arbeiten des genialen Bildhauers und Landschaftsgestalters Manrique, der die Insel wesentlich geprägt hat, begegnet man auf der Tour. So liegen gleich zu Beginn der zweiten Etappe, die im Nordosten von Arrieta, durch das Malpaís de la Corona bis nach Ye führt, das Höhlenlabyrint der Cueva Verde und der Jameos del Agua.

Malpaís, schlechtes Land, nennt man jene Teile der Kanarischen Inseln, wo die einst fruchtbare Erde kilometerweit von Lava überströmt wurde. Ganze Bereiche bilden eine faszinierende Lavawildnis, wie hier am Coronavulkan. Auf der erkalteten, erstarrten Schlacke wachsen Tabaibas, ein Wolfsmilchgewächs und Aloe. Die Faszination der Welt unterhalb dieser Lava, lässt sich in den beiden berühmten Höhlen, die Manrique gestaltet hat, entdecken.

Aber nicht nur karges Lavagestein oder die schimmernden Feuerberge begegnen dem Mountainbiker auf seiner Tour einmal quer über die Insel. So warten das Tal der zehntausend Palmen bei Haria genauso wie die fruchtbaren Gärten der Barrancos, der Täler des Nordostens, die Weinreben von La Geria oder schwarze, unberührte Strände und Lagunen wie der jadefarbene El Golfo, ein Kratersee zu Füssen eines steilen Felsenriffs oder die weißen Sandstrände und Dünen von El Jable.

Die sechs Einzeletappen der Mountainbike-Route sind zwischen 23 und 46 Kilometer lang. Insgesamt sind 3.000 Höhenmeter zu überwinden. Ausführliche Informationen über die einzelnen Etappen mit Karten und detaillierter Beschreibung findet man im Internet und in einem Führer der Inselbehörden, der vor Ort erhältlich ist. Weitere Informationen finden sich auf  www.lanzaroteapedales.com (Quelle/Bilder: tourespana, online 410)

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