Griechische Kykladen: Milos und Kimolos

Ruhe und Idylle auf Milos
Ruhe und Idylle auf Milos

Die Kykladen in der Ägäis sind ein beliebtes und bekanntes Reiseziel. Doch es müssen nicht immer die touristischen Hochburgen wie Santorin oder Mykonos sein. fliegen-sparen.de erkundet Milos und Kimolos.

Milos: Insel der Farben

Bereits bei der Schiffsanreise erkennt der Besucher, warum Milos auch „Insel der Farben“ genannt wird. Durch die vulkanischen Formationen finden sich hier im Stein die verschiedensten Farben: Die als „Mondlandschaft“ unter Einheimischen bekannten weißen Felsen von Sarakiniko, Rottöne in den Steinwänden am Strand Provatas oder die vom Schwefel gelb eingefärbten Hänge von Paleochori – hier hat die Natur einen Malkasten über der Insel ausgekippt.

Schönste Strände

Die Strände von Milos sind allesamt sauber und besitzen eine gute Wasserqualität. Dennoch hat die Südküste meist die noch saubereren Strände, denn im Norden wird häufig der Unrat des Meeres, z.B. Pflanzenreste, durch den Wind angespült, während er im Süden weggeweht wird.

Der Strand von Provatas gehört zu den bekanntesten der Südküste und ist als Hausstrand des Hotels „Golden Milos Beach“ gut zu erreichen, dennoch zeigt er nicht das, was die Insel Milos ausmacht. Dazu bieten sich eher die kleineren Strände an, die Richtung Westen immer schlechter über den Landweg zu erreichen sind. Mit Booten hat man hier den klaren Vorteil, kleine, menschenarme Geheimtipps zu entdecken.

Kimolos: Die Pirateninsel

Die Fahrt zur kleinen Nachbarinsel von Milos, Kimolos, dauert mit einem der traditionellen Fischerboote etwa 20 Minuten. Bei hohem Wellengang ist die Überfahrt nur mit einer größeren Fähre von anderen Inseln aus möglich. Kimolos ist touristisch noch unerschlossener als Milos.

Der Westen und Norden der Insel gelten als relativ wenig zugänglich: Kaum Straßen und karges zerklüftetes Land. Die zwei Städte der Insel sind Chorio Kimolou und das Hafenstädtchen Psathi. Die Stadt Chorio Kimolou wird durch das historische Kastro dominiert. Die wehrhaften Mauern der Festung sollten in alter Zeit die Bewohner der Stadt vor den Piraten schützen, die in den Gewässern der Kykladen ihr Unwesen trieben.

Im Jahr 1537 wurde die Insel durch den Piraten Chaireddin Barbarossa und kurz darauf von den Türken erobert. Die Insel diente in den Folgejahren dann als Schlupfwinkel für verschiedene Piratenbanden. Für alle Häuser gilt heute: Umso näher das Haus am Kastro steht, desto älter ist es.

Erkunden der Insel

Heute kann man sich auf der Insel noch gut das Piratenleben vorstellen. Doch wer die Insel besucht, sollte nicht zu viel Wert auf touristische Highlights legen. Wer entspannen will oder sogar die Erholung von der Zivilisation sucht, der ist auf der Insel gut aufgehoben. Natürlich besitzt die Insel auch einige hübsche Strände wie Bonatsa, Kalamitsi, Prassa und Mavrospilia. Von Ort zu Ort gelangt man hier hauptsächlich zu Fuß. Mit etwas Glück kommt man per Anhalter gut weiter.

Ein Ort, den man gesehen haben muss, ist der Skiadi, so nennen die Insulaner einen übergroßen Pilz aus Steinen. Er ist natürlich aus den Winden geformt worden und liegt im nordwestlichen Teil der Insel. Von Chorio aus dauert der Fußmarsch über eine Stunde.

Auch die Gegend um Ellinika und Mavrospilia hat eine Besonderheit zu bieten: Vor der Küste sieht man Teile einer versunkenen Stadt, während an Land mykenische und hellenische Gräber zu sehen sind. Alles in allem bieten die beiden Inselschönheiten ein etwas anderes Kykladen-Erlebnis. Aber definitiv eines, dass man nicht missen sollte. (Text: Jennifer Bormann – 210/ Bild: dreamstime)

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