Kroatiens Ruhepol: Die Elaphiten

In Dalmatinien gibt es viele kleine Inseln. Hier die weiter nördlich gelegenen Kornaten.
In Dalmatinien gibt es viele kleine Inseln. Hier die weiter nördlich gelegenen Kornaten.

Urlaub in Dalmatien ist beliebt und bekannt. Doch viele denken sofort an das touristisch überlaufene Dubrovnik. Wer Ruhe sucht und grüne Inseln liebt, der ist auf den Elaphiten vor der süddalmatinischen Küste perfekt aufgehoben. fliegen-sparen.de macht den Insel-Check.

Mit allen Riffen und Klippen zählen die Elaphiten vor der süddalmatinischen Küste rund 30 Inseln, strenggenommen sind es aber lediglich 13 Inseln, von denen auch nur drei bewohnt sind. Der Koloceper Kanal trennt sie vom kroatischen Festland und damit von Dubrovnik, zu dem Teile der Inseln mal irgendwann gehört haben. Das Klima der Inseln ist subtropisch. Es beschert heiße, trockene Sommer, aber eben auch regenreiche Herbst- und Wintertage.

Sipan: Größte Insel der Elaphiten

Die Landschaft ist hügelig und geprägt von Kiefernwäldern, Zypressenhainen sowie fruchtbaren Tälern, in denen teilweise auch Oliven, Feigen, Wein und Granatäpfel angebaut werden. Auf der Insel gibt es zwei Städte: den Hauptort Sipanska Luca und Sudurad. Die Dörfer bestechen durch ihre umfangreichen historischen Gebäude.

Im Hauptort steht eine mehrmals umgebaute Pfarrkirche aus dem 12. Jahrhundert. In dieser werden Gemälde einheimischer Künstler ausgestellt. Die Inseln waren im 15. und 16. Jahrhundert ein beliebter Ort für Sommerresidenzen der Adligen des Festlands. Hier auf Sipan sind noch einige der Villen und Landsitze erhalten oder als Ruinen zu erahnen. Die Badebuchten der Insel waren eigentlich noch nie überlaufen und so kann man hier die perfekte Mischung aus Bade- und Kultururlaub machen, ohne dass man sich durch Menschenmengen gestresst fühlen muss.

Lopud: „Klein Dubrovnik“

Als einzige der Inseln hat Lopud Süßwasserquellen, die für eine besonders üppige, subtropische Flora mit Palmen, Pinien, Zypressen, Aloen und Kakteen sorgen. Dies macht Lopud auch zu der beliebtesten Elaphitischen Ferieninsel der einheimischen Urlauber.Bereits früher wurde die Insel scherzhaft „Klein-Dubrovnik“ genannt, da sie den Adel vom Festland magisch anzog. Auf der Insel finden sich ebenfalls eine Vielzahl von Ruinen ehemaliger Kapellen und Kirchen sowie zwei alte Klöster.

Die Insel hat nur eine Siedlung mit gleichem Namen. Diese fügt sich im Nordwesten der Insel in eine 1 km tiefe Bucht. Bei einem Spaziergang über die Insel findet man nicht nur die großen Sandbuchten direkt in Lopud sowie in der Sunj-Bucht, sondern auch noch Orte, von denen aus man bis nach Mljet oder Sipan sehen oder einmalige Sonnenuntergänge erleben kann. Hierfür eignet sich vor allem das Kap Benesin an der Westküste. Am Sandstrand der Sunj Bucht kann man Tretboote, Surfbretter und Liegestühle mieten. Das Wasser ist klar – der Strand fällt seicht ab: Ideal für Kinder.

Kolocep: Küsten-Kleinod

Die kleinste der bewohnten Elaphiten-Inseln lädt mit markierten Wegen durch üppige Vegetation zum Entdecken ein. Die Südküste fällt steil ab und ist stark zerklüftet, im Norden und Osten zeigt sich die Landschaft terassenförmig. Der höchste Berg ist der nur 125 Meter messende Cavalika Brdo, der im Westen über kleinere Ausläufer bis in den Süden verläuft. Obwohl auf der Insel keinerlei Quellen und Bäche sind, ist auch sie von Pflanzen überwuchert, die teilweise sogar dschungelartig an Ruinen oder jahrhundertealten Oliven- oder verwilderten Obstbäumen empor ranken.

Die Landschaft alleine ist schon eine Reise wert, doch die vielen Vogelarten, die hier zu bewundern sind, geben Wanderungen einen zusätzlichen Reiz. Wer sich mehr für Wasserbewohner interessiert, findet hier außer Fischen auch Hummer, Muscheln und Krebse an der Küste.

Jakljan & Kliff St. Andreas

Wer wirkliche Ruhe auf seinen Badeausflügen sucht, sollte sich ein Boot auf der Insel besorgen, dass ihn zur drittgrößten, aber unbewohnten Insel Jakljan bringt. Hier befindet sich zwar ein Kinderheim, aber ansonsten gibt es eine Vielzahl stiller Badeplätze. Kliff St. Andreas – Das Kliff gehört zu den unbewohnten Inseln der Elaphiten. Südlich von Lopud liegt die steinige und auf den ersten Blick wenig einladende Insel.

Der zeitweise starke Seegang macht ein Anlegen an der Insel schwierig. Doch auch vom Meer aus ist das Highlight des Kliffs zu bewundern: Ein 69 m hoher Leuchtturm und die Ruinen eines alten Benediktinerklosters. Um diese rankt eine romantische Geschichte, die sich im Stadtarchiv aus einer Überlieferung des 15. Jahrhunderts nachlesen lässt.

Es geht dabei um das Mädchen Mare, die aus einer Fischerfamilie stammt und sich unstandesgemäß in den jungen Dubrovniker Patrizier Ivan verliebt. Sein Vater schickt ihn daraufhin in das Kloster des Kliffs, aber er entzündet jede Nacht ein Licht für seine Liebste, die dann schwimmend zu ihm kommt. Bis ihre drei Brüder sie hinaus aufs Meer locken, um sie von diesem Verhalten abzubringen. Sie stirbt und Ivan wartet weiterhin auf Mare. Die Brüder sterben ebenfalls, weil sie vom offenen Meer nicht zurückfinden. Das Licht des später gebauten Leuchtturms gilt noch heute als eines der hellsten der Adria. (bor/210)

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