Guatemala – Mayas & Meer

Guatemala: Entspannung an der Playa Blanca
Guatemala: Entspannung an der Playa Blanca

Prächtige Kolonialstädte, geheimnisvolle Seen und undurchdringlicher Dschungel. Wer den Spuren der Mayas folgt, lernt ein Land voller Kontraste kennen. fliegen-sparen.de ist in die Vielfalt und das karibische Flair Guatemalas eingetaucht.

Der Aufstieg ist anstrengend und steil. Aufzublicken wagt kaum einer. Nach unten schaut sich erst recht niemand um. Auch die Schwindelfreien nehmen meist nur die jeweils nächsten Stufen fest in den Blick, als wir in Tikal den Tempel IV mit konzentrierten Schritten erklimmen. In 65 Metern Höhe angekommen sehen wir, wie die Morgensonne eben die letzten Dunstfetzen wegleckt. Gerade so, als ob sie das atemberaubende Panorama noch zusätzlich herausputzen wollte.

Unter uns das wogende Blättermeer eines undurchdringlichen Urwaldes, der sich ringsum bis an den Horizont erstreckt. Vereinzelt ragen Pyramidenspitzen aus den grünen Wellen. Das Königreich von Tikal hat die Maya-Welt über viele Jahrhunderte beeinflusst, wenn nicht gar beherrscht. Hier stehen die höchsten Pyramiden und prächtigsten Tempel der Mayas. In einem einzigartigen Wechselspiel von intaktem Urwald und teilweise restaurierten Bauwerken gibt es gleich mehrere Akropoleis, Gebäudegruppen und Plazas zu erkunden. Glücklicherweise geht es ab Guatemala Stadt bequem mit dem Flugzeug bis ins nahe Flores, der Hauptstadt von Peten, der nördlichsten Provinz Guatemalas.

Flores: Mediterranes Flair

Flores liegt äußerst pittoresk auf einer kleinen Insel im Peten-Itza-See. Das kleine Eiland misst nur wenige hundert Meter im Durchmesser, und das Städtchen mit seinen gepflasterten Straßen und bunten Häusern kann zu Fuß erkundet werden. In der erhöhten Inselmitte liegen der Parque Central und die Kirche. Abends kann man von hier oben aus durch einige westwärts verlaufende Gassen die oftmals farbenprächtigen Sonnenuntergänge über dem See beobachten. In den Straßen und Gassen nach Süden finden sich immer wieder kleine Geschäfte. Flores ist vom Tourismus geprägt und Ausgangspunkt für die Busfahrten zu den Maya-Städten Tikal, Uaxactun, Yaxha und Topoxte. Zudem starten hier die Busse ins karibische Tiefland. In rund vier Stunden erreicht man Fronteras, am Nordufer des Rio Dulce.

Livingston: Karibische Rhythmen

Der Reiz des kleinen Örtchens Livingston mit vielleicht gerade einmal zehn kleinen Hotels liegt gleich in zwei Eigenarten. Es ist nur mit dem Boot zu erreichen und es verströmt karibisches Flair. Die zumindest tagsüber allgegenwärtigen Rhythmen der Garifunas, Nachfahren von Afrokariben, die sich hier vor rund 200 Jahren ansiedelten, tragen dazu ebenso bei, wie die Kulisse der Holzhäuser. Manche in karibisch-kolonialer Grandezza, viele einfach, aber immer in den typischen kräftigen Farbtönen. Zum nächstgelegenen Strand sind es rund sieben Kilometer, die man per Wanderung am Meer entlang, oder ganz bequem per Boot zurücklegen kann. Überall auf der „Hauptstraße“ werden (Boots-)Ausflüge zu Wasserfällen, Badefelsen im Regenwald, vorgelagerten Inseln oder schönen Stränden angeboten. Allesamt beste Kontraste zu den übrigen Reizen Guatemalas.

Nach der Überfahrt in die ziemlich heruntergekommene Hafenstadt Puerto Barrios sind es fünf Autostunden bis Guatemala City. Auf dem Weg lohnt sich ein Stopp, um die Maya-Ruinen von Quirigua zu besuchen. Nicht so sehr wegen der freigelegten Gebäude, sondern wegen der wunderschön und reich bebilderten Stelen. Manche der tonnenschweren Quader ragen über zehn Meter himmelwärts und gehören zu den höchsten überhaupt, die die Mayas je errichtet haben.

Guatemala City: Hauptstadt-Chaos

Die Hauptstadt ist der unangefochtene Verkehrsknotenpunkt des Landes. Jeder kommt hier an oder muss auf einer Erkundungstour durchs Land einmal oder gar mehrmals hier durch. Dann kann man sich auch gleich etwas umsehen. Etwa im Museo Popol Vuh mit schönen Exponaten aus der Mayazeit sowie der kolonialen Vergangenheit Guatemalas. Oder im historischen Zentrum mit vielen Repräsentationsbauten.

Antigua: Vulkane und Seen

Das vulkangespickte Hochland westlich von Antigua schwingt sich zu Höhen von über 4000 Metern auf. Es ist nicht nur wegen seiner extremen Steilheit sehenswert, sondern hier liegen auch einige Highlights, die in keiner Guatemalatour fehlen dürfen.

Die unangefochtene Attraktion ist der azurblaue Atitlansee zu Füßen dreier majestätischer Vulkane. Ein überwältigendes Panorama, das man schon von der Uferpromenade des Städtchens Panajachel aus genießen kann. Ansonsten ist der Ort ein buntes Treiben aus Hotels und Restaurants, Bars und Souvenir- und Reiseshops.

Die gesamte Umgebung des Sees ist dagegen ein Paradies für Aktivurlauber. Alle drei Vulkane können bestiegen und der See kann – auch in Teilstücken – umwandert werden. Es gibt Kajaks oder Tretboote zu mieten, zudem wird Mountainbiking, Wasserskilaufen und sogar Tauchen angeboten. Von der Hauptanlegestelle aus kann man mit dem Boot zu den Dörfern rund um den See übersetzen, etwa nach Santa Cruz, San Antonio oder San Pedro. Wegen des sich langsam verändernden Panoramas gerät allein schon die Überfahrt zum Erlebnis. Spätestens bei all den Aktivitäten am, auf oder rund um den Atitlan-See wird deutlich: Auch abseits von Maya-Mystik und Kolonialpracht ist es eigentlich unmöglich, sich in Guatemala zu langweilen.
(Lutz Kaulfuß, 4/10)

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