Laos. Planschen im Mekong

Laos - Tempel Wat Phou
Weltkulturerbe: Der Tempel Wat Phou

Im Süden von Laos liegen rund 4.000 Inseln im Mekong. fliegen-sparen.de stellt die schönen Flussinseln vor.

Rund zwei Stunden fuhren wir mit dem Van vom verschlafenen Flughafen in Pakse nach Ban Muang. Die Fahrt führt vorbei an Reisfeldern, Wasserbüffeln und ab und an rennt ein Schwein, eine Ente oder ein Huhn über die Straße. Hin und wieder ragen zwischen Palmen einfache Bambushütten hervor. Manche stehen auch direkt an der Straße und ihre Bewohner verkaufen Erfrischungsgetränke, die sichtbar am Straßenrand aufgestellt sind, an Touristen.

Als wir den kleinen Hafen in Ban Muang erreichen, entsteht so etwas wie Betriebsamkeit. Da wir jedoch vom Hotelboot abgeholt werden, legt sich diese schnell wieder. Die Fähre ist einfach aber ausreichend. Zwei kajakähnliche Boote sind mit einer Plattform aus Holzplanken verbunden, auf denen genügend Platz für eine Handvoll Touristen samt Reisegepäck ist. Um etwas Bequemlichkeit zu erreichen, stehen sogar Bambusstühle auf den Planken.

Mekong-Insel Dong Deng

Die Fahrt auf dem Mekong ist gemächlich, da der Fluss jetzt, zum Ende der Trockenzeit, kaum Wasser führt. Schon bald sehen wir die Nordspitze von der Mekong-Insel Dong Deng. Grün bewachsen und teilweise mit kleinen Sandbuchten versehen. Wir tuckern noch die Insel entlang, bis wir zu einer riesigen Sandbank kommen. Der Sand knirscht unter dem Bootsrumpf als wir hier anlegen.

Am Ende der Sandbank können wir bereits die Bungalows der La Folie Lodge erkennen, dem einzigen Hotel auf dieser Mekong-Insel. Ein Traktor kommt knatternd herangefahren und im Schlepptau hat er einen Anhänger, auf dem das Gepäck geladen wird. Allabendlich wird man mit einmaligen Sonnenuntergängen belohnt, die von den Zimmerbalkonen bestens zu beobachten sind.

Weltkulturerbe Wat Phou

Wer nicht nur am Pool abhängen will, kann von der La Folie Lodge auch einen bequemen Ausflug zu Wat Phou unternehmen, der vom Hotel gerne organisiert wird. Der Tempelkomplex Wat Phou gehört zu den frühesten und stimmungsvollsten Khmer-Heiligtümern. Einige der Ruinen sollen aus dem 6. Jahrhundert stammen. Der Besuch des Heiligtums kostet zwar Eintritt, doch der beträgt lediglich 30.000 Kip, rund 3 Euro. Und die sind äußerst lohnend angelegt. Zwar kann Wat Phou in Größe und Pracht nicht mit Angkor konkurrieren, aber er ist auf seine Art mindestens genauso stimmungsvoll. Zudem gibt es noch keinen Massentourismus.

Im Reich der Viertausend Inseln

Nach ein paar erholsamen Tagen auf der Mekong-Insel Dong Deng zieht es uns weiter. Unser Ziel liegt rund 160 Kilometer südlich von Pakse, genauer gesagt in das Feuchtgebiet, das die Laoten als „Si Phan Don“ bezeichnen. Übersetzt heißt es das Land der „Viertausend Inseln“. Ob es tatsächlich in der Trockenzeit so viele Inseln sind, kann kein Mensch genau sagen.

Fakt ist jedoch, dass die Region einmalig ist. Hier erreicht der Mekong immerhin seine größte Ausdehnung. Zahlreiche größere und kleinere Inseln ragen aus dem Mekong heraus und zur Trockenzeit kommen noch mal Hunderte hinzu. Einige haben sogar wunderbare Strände, die mit Palmen bewachsen sind. Die meisten verschlägt es auf die größte Insel, Done Khong. Wir lassen die Insel jedoch links liegen und fahren weiter nach Nakasang. Von hier verkehren nämlich Boote nach Done Det und Done Khone.
Palmenstrand am Mekong

Beide Inseln sind weitaus ruhiger als Done Khong, doch auch hier stehen bereits Bungalowanlagen oder Gästehäuser zur Verfügung. Wer die lange Anreise wagt, wird aber ausgiebig belohnt. Denn beide Inseln sind eingerahmt von Kokospalmen und selbst einsame Sandstrände lassen sich finden. Uns verschlägt es in das kleine Dörfchen Ban Khon auf der Insel Done Khone. Von hier sollte man einige Touren in die faszinierende Inselwelt unternehmen. Absolutes Highlight ist eine Bootstour zu den Irrawaddy-Delfinen. An der Grenze zu Kambodscha gibt es noch eine kleine Population der vom Aussterben bedrohten Delfine. Auf unserer Tour hatten wir viel Glück, denn wir bekamen gleich eine ganze Delfin-Gruppe zu Gesicht.

Viele Touristen zieht es zu den Hinterlassenschaften der französischen Kolonialzeit. So zum Beispiel zu der verrosteten Eisenbahnbrücke, den Überresten einer Dampflok oder der imposanten Verladerampe. Weitaus schöner sind aber die Naturschönheiten der Insel. So zum Beispiel der Wasserfall Somphamit. Hier donnert der Mekong immerhin über zehn Meter in die Tiefe. Wer dem Trampelpfad entlang der Klippe folgt, erreicht nach ein paar Hundert Metern eine kleine Bucht mit Sandstrand.

Touren der Extraklasse

Richtig imposant ist eine Tour zum Khon Phapheng Wasserfall. Er ist der größte Wasserfall Südostasiens. Entlang des Wasserfalls wurden Gehwege und Aussichtsplattformen angelegt, von denen man das Wasserschauspiel wunderbar bestaunen kann. Zudem gibt es einige Stände, die Snacks und Erfrischungen verkaufen. Zu hoch sollten die Erwartungen an den Wasserfall aber nicht sein, denn mit den großen Wasserfällen dieser Welt, etwa den Victoriafällen (Zimbabwe) oder den Niagarafällen (Kanada/USA), kann der laotische Wasserfall auf keinen Fall mithalten. Aber schon die Tour dahin macht den Ausflug für viele lohnenswert. Da in Laos die Uhren sehr viel langsamer ticken als andernorts, wird das Potential der einmaligen Landschaft erst allmählich entdeckt. Text: Dominik Peter (4/10)

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