London nach Bus-Nummern

Mit dem Bus durch London: Linie 159 hält am Big Ben.
Mit dem Bus durch London: Linie 159 hält am Big Ben.

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Der Sightseeing-Bus ist bequem – aber teuer. Man braucht ihn nicht. In London gibt es 700 Buslinien und dazu 14 ober- und unterirdische Bahnen. Entsprechend leicht fällt es, die Sehenswürdigkeiten per Linienbus anzusteuern.

Wer sich die Kennzahlen  einiger weniger Linien merkt, sieht für wenig Geld besonders viel von Großbritanniens Metropole. Es genügt, in Busse mit den Nummern 159, 15 und 78 – alternativ 42 – einzusteigen, um fast alles abzuhaken, was die Reisebücher vorschlagen. Linie 139 ist für bekennende Beatles-Verehrer wichtig, und die Linie RV 1 (R steht für Riverside) folgt dem südlichen Themseufer.

Ausgangspunkt: Marble Arch

Der beste Ausgangspunkt für das selbstorganisierte Sightseeing ist Marble Arch. Das ist dann schon die erste Position auf der Liste „muss man sehen“. Das 200 Jahre alte Marmortor war einst für Buckingham Palace vorgesehen, gefiel dort aber nicht und wurde an die Nordwest-Ecke des Hyde Parks verbannt. Dies ist End- und Anfangsstation für Bus 159, dem für Stadterkundungen wichtigsten Doppeldeckerbus. Von der oberen Bus-Etage aus ist es ein besonderes Vergnügen, Oxford Street, Oxford-Circus, Regent Street und Picadilly-Circus zu erleben.

Bald geht es durch das Regierungsviertel und über die Themse. Vormittags steht die Sonne am günstigsten, damit Fotos vom Houses of Parliament samt Turm Big Ben gelingen. Schon der Bilder wegen fährt man mit dem Bus noch über die Themse, um am Haltepunkt „Westminster Bridge/City Hall“ auszusteigen.

Zu Fuß geht es dann über die Westminster Bridge zurück zum Parlamentsgebäude. Auf der Straße „Westminster“ muss man sich entscheiden. Der Bus 159 mit der Richtungsangabe „Streatham“ fährt am Kriegsmuseum  (Imperial War Museum) vorbei bis nach Streatham, einen der ärmeren Stadtteile  Londons – der Gegenbus mit dem Fahrziel „Marble Arch“ erreicht nach drei Minuten den Trafalgar Square.

Steht das „British Museum“ auf dem persönlichen  Besichtigungsprogramm, fährt man bis Oxford Circus weiter. Bus Nr. 9 – Richtung  Bow – hält einige Minuten später genau davor. Wer für diesen Abstecher zur  U-Bahn hinabsteigt, muss bis Holborn Station fahren. London-Genießer aber gehen hier lieber zu Fuß. Dann kann man sich Zeit lassen,  um durchs Eisengitter in die Downing Street hinein zu sehen oder die Horse-Guards zu bewundern, egal ob die Pferde der  berittenen Wachen oder die darauf sitzenden Wachsoldaten in ihren prächtigen  Uniformen.

Rund um den Trafalgar Square

Am Trafalgar Square ein paar Schritte weiter sollte man ganz nahe an die Nelson-Column gehen, die an Horatio Nelson  erinnert, der 1805 die napoleonische Flotte vernichtend schlug und dadurch die  britische Vorherrschaft zur See begründete. Für die in Bronze gegossenen  Schlachtenbilder am Säulensockel wurden Kanonen von Nelsons Schiffen eingeschmolzen.

Am Admirality-Arch in der Südwest-Ecke des Squares beginnt „The Mall“ – die Prachtallee, an deren Ende von hier aus schon der Buckingham Palace zu sehen ist. Für Linienbusse ist The Mall gesperrt. Aber nach zwei Minuten  Fußweg durch den Green Park hat man die Wahl zwischen der U-Bahn oder der Buslinie 9, die danach gleich wieder am Trafalgar Square hält.

Auf der Ostseite des Platzes fährt der 15er Bus ab. Das ist mindestens die zweitwichtigste Linie, um London kennen zu lernen. Die Fahrroute führt an „The Monument“ vorbei, dann wird die Station St. Paul’s Cathedral angezeigt, und nach 15 Minuten Fahrzeit ist der Tower of London erreicht.

An der Ostseite des Towers fahren die Busse Nr. 78 und 42 ab und überqueren die Themse auf der Tower-Bridge. Das ist für Viele der Höhepunkt der Rundreise durch London im Linienbus. Für sie ist diese  Hebebrücke von 1894 das alte Wahrzeichen Londons. Auch Nummer RV 1 fährt  über die Tower Bridge und dann am Südufer der Themse entlang zu „The Eye“. Dieses 135 Meter hohe Riesenrad ist das neue Wahrzeichen der Metropole. (Ursula Meister & Armin E. Möller, 4/10)

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