Unbekanntes Thailand: Reisen wie die Thais

Asien Urlaub
Traditionelle Dörfer und reizvolle Landschaften – Die unbekannte Seite Thailands entdecken (Bild: Dreamstime)

Wer traditionelle Dörfer und reizvolle Landschaften erleben möchte, muss sich nur an die Fersen thailändischer Urlauber hängen. fliegen-sparen.de hat sich unter sie gemischt und dabei ein für uns völlig unbekanntes Thailand entdeckt – und nebenbei die Urlaubskasse geschont.

Der Schienenbus könnte 100 Kilometer schnell fahren. Aber nicht auf der Mahachai Line. Hier riskiert kein Fahrer mehr als durchschnittlich 35 km/h. Zu krumm ist der Schienenstrang aus dem Jahre 1912, außerdem ragen Palmwedel und vorstehende Hausdächer handbreit an die Zugfenster heran. Diesen Zug benutzen hauptsächlich Pendler zwischen Bangkok und dem 30 Kilometer entfernt gelegenen Fischereihafen Mahachai in Samut Sakhon. Oder Wochenendausflügler, die vor den äußerst preiswerten Fischrestaurants Schlange stehen.

Hin- und Rückfahrt kosten zusammen gerade mal 20.- Baht, circa 0,50 Euro, und ein mehrgängiges Seafood-Menü muss nicht mehr als umgerechnet fünf bis acht Euro pro Person kosten. Der vermutlich billigste Tagesausflug in ganz Thailand!

Rollende Märkte

Wir erhöhen heute den Einsatz, geben weitere 3.- Baht für die Fähre über den breiten Tha Chin Fluss aus, und nochmals 10.- Baht für eine Zugfahrt auf der Mae Klong Line. Tempo und Schaukelei wie gehabt, riesige Garnelenfarmen und schneeweiße Salinen ziehen vorbei. Weltweit so ziemlich einmalig dürfte die Einfahrt in Mae Klong sein. Weil die benachbarte Markthalle zu klein geworden und kein sonstiger Platz vorhanden war, zogen viele Händlerinnen auf den Gleiskörper um.

Vor den acht täglichen Zugdurchfahrten muss der komplette Markt verschwinden, was jede Händlerin in weniger als einer Minute bewältigt! Die Sonnensegel werden mit Seilkonstruktionen eingezogen, die Stände auf Rollen in Sicherheit gebracht und sonstige Waren auf den Gleisschwellen so drapiert, dass sie bei der Durchfahrt unter dem Wagenkasten noch genügend Platz haben. Direkt nach der Zugdurchfahrt entsteht der Markt auf ein Neues. Die Endstation Mae Klong liegt im Küstenort Samut Songkhram.

Keine 70 Kilometer von Bangkok entfernt breitet sich hier eine Postkartenidylle neben der anderen aus. Der mächtige Mae Klong Fluss und 360 Kanäle durchziehen die Landschaft. Ihre Ufer säumen alte Holzhäuser, die Zeit scheint stehen geblieben zu sein. In einigen Dörfern werden sogar noch authentische schwimmende Märkte abgehalten.
An der Seidenstraße

In Ratchaburi, etwas weiter westlich, besteigen wir den Nachtzug gen Süden. Am Morgen erreichen wir die Provinzhauptstadt Nakhon Si Thammarat (NST), einst blühendes Königreich und Handelsmetropole an der südlichen Seidenstraße. Wat Phra Mahathat Woramahawihan, eine der ältesten und wichtigsten Kloster- und Tempelanlagen Thailands, wird von einem Stupa im ceylonesischen Stil überragt. Das rund 70 Meter hohe Bauwerk krönt eine Spitze aus purem Gold, Edelsteinen und Schmuck – Gaben edler Spender. Was auf der Stupaspitze keinen Platz mehr fand, ist im Tempelmuseum zu bestaunen.

Wälder & Traumstrände

Westlich der Stadt beginnen die bewaldeten Bergzüge, die sich parallel zur gesamten Küste entlang ziehen. Die meisten Wasserfälle und Höhlen haben noch keine westlichen Besucher gesehen. Der Khao Luang Nationalpark liegt keine Stunde von der Stadt entfernt und ist mit Bussen leicht erreichbar. Weiter nördlich liegen die Kreise Sichon und Khanom, innerhalb Thailands für ihre Bilderbuchstrände, die delikaten Fischgerichte, Obst- und Palmenhaine berühmt. Entlang eines sieben Kilometer langen Strandes im Kreis Sichon zählen wir gerade mal vier Resort- und Bungalowanlagen, die fast ausschließlich von einheimischen Wochenendurlaubern frequentiert werden.

Am Thong Yang Strand im Khao Phlai Dam Naturschutzgebiet sind wir wochentags die einzigen Besucher und haben die Naturschönheiten für uns allein. Im benachbarten Kreis Khanom ist man etwas weiter. Circa zwei Dutzend Resort- und Bungalowanlagen verteilen sich auf die diversen Strände. Besonders in den Wintermonaten kann es sogar voll werden, denn zahlreichen Skandinaviern ist die regenreiche Saison hier lieber als der kalte Winter daheim. Ansonsten tummeln sich vor der Küste mehr Rosa Delphine als Urlauber am Strand. (Text: Kurt Peter – 2/11)

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