Paris: Neue Insidertipps für die Hauptstadt, voila!

Die französische Metropole Paris lockt mit vielen bisher unbekannten Highlights wie dem Parc André Citroën
Die französische Metropole Paris lockt mit vielen bisher unbekannten Highlights wie dem Parc André Citroën

Paris – das ist Eiffelturm, Louvre und Notre Dame. Doch es geht auch anders: fliegen-sparen.de war in der französischen Metropole unterwegs und hat neue Insidertipps entdeckt.

Vom größten Heißluftballon der Welt aus Paris bestaunen

Urlauber können auf dem ehemaligen Gelände des Pariser Citroën-Werks täglich im Ballon auf- und absteigen. Der größte Heißluftballon der Welt kann 30 Erwachsene in 150 Meter Höhe befördern. Seine Hülle ist Hightech und lässt an ihrer Farbe die aktuelle Pariser Luftqualität erkennen. Dunkelgrün ist sehr gut, bei Dunkelrot kann das Tragen von Sauerstoffmasken nicht schaden. Die Lämpchen auf der »südlichen Hemisphäre« des Ballons zeigen unabhängig von der Farbe der Hülle die Luftqualität auf den Straßen an.

Drum herum bietet der Parc André Citroën eine grandiose, futuristische Gartenschau mit elf Hektar Rasen, Wiesen der Sorte »Betreten ausdrücklich erwünscht!« und viel Wasser. Weiter öffnen sich dem Besucher unter anderem ein roter, ein blauer, ein weißer und ein schwarzer Garten, ein Garten der Sinne, ein Garten für jeden Wochentag und zwei Gewächshäuser, für die diese schnöde Benennung rundweg eine Beleidigung ist.

Adresse: 226, Rue Saint-Charles; Metro 8, Station Balard; Öffnungszeiten: Mo–Fr
8–21.30 Uhr, Sa, So 9–21.30 (in den Wintermonaten bis 17.30 Uhr), Ballonfahrten ab
9 Uhr bis 30 Minuten vor Parkschließung, wetterabhängig

Der schönste Weg zum Schloss von Vincennes: Die Promenade Plantée

An der Stelle der schimmernden Fassade der Opéra Bastille befand sich bis 1986 der Bahnhof Gare de Vincennes, die dazugehörige Eisenbahnlinie führte, zunächst über eine Hochtrasse, in den Pariser Osten. Später wich der Bahnhof dem Bau der neuen Oper. Die Hochtrasse wurde zum Garten, zur »Promenade Plantée«. Sie beginnt hinter der Oper und führt zunächst anderthalb Kilometer über die Bögen des früheren Schienenwegs, nur für Fußgänger. Dann geht’s runter auf Straßenniveau, ab dort dürfen sich Fahrradfahrer dazugesellen.

Tunnel, Brücken, Blumen, Gräser, Wasser, Rasen – die Promenade Plantée ist der schönste Weg aus der Stadt zum Schloss von Vincennes, an Sonntagen bei schönem Wetter deshalb sehr gut besucht. Die Bögen des Viaduc des Arts an der Avenue Daumesnil wurden für Geschäfte und Handwerk geöffnet, mittlerweile haben sich über 50 verschiedene Metiers, darunter Goldschmiede und Instrumentenmacher, Restaurateure, Porzellanmaler, Drucker, Hutmacher und Parfümeure zusammengefunden.

Adresse: 1, Avenue Daumesnil; Metro 1, 5, 8, Station Bastille

Der Square Tino Rossi: Skulpturensammlung und Freiluft-Tanz

Das »Musée de la Sculpture en Plein Air« im Park Tino Rossi ist immer geöffnet. Die Skulpturensammlung mit Werken aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erstreckt sich am Seine-Ufer zwischen dem Pont de Sully, am Ende der Ostspitze der Île Saint-Louis und dem Pont d’Austerlitz. Eine Besichtigung ist gleichzeitig ein Spaziergang am Wasser entlang zwischen der Île Saint-Louis und dem Jardin des Plantes. Die Skulpturen sind nicht nur am Ufer aufgestellt, sie haben sich auch auf den Rasenflächen, in den Brunnen oder am Spielplatz niedergelassen. Aber seien es nun Schöpfungen von Brancusi, César, Pagès oder Kirova – die weitaus meisten von ihnen stehen auf dem Quai. So kann ein großer Teil des Freilichtmuseums auch vom Wasser aus besichtigt werden.

Wer nicht besichtigen möchte, kann tanzen. Seit einigen Jahren wird an Sommerabenden – oder wann immer das Wetter es zulässt – auf dem gepflasterten Strand vor der Kulisse der Île Saint-Louis getanzt. Dazu bringt irgendjemand einen CD-Spieler mit, stellt ihn an, und dann geht’s los. Am Square Tino Rossi ist es meist Tango oder Salsa. Mit Tango hat es Ende der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts angefangen. Zunächst inoffiziell, was zur Folge hatte, dass die Polizei manchmal vorbeischaute und die Veranstaltung beendete.

Die Tänzer drehten sich schon Minuten nach dem Abzug der Ordnungshüter weiter. Die Polizisten wussten das, hatten aber ihrer Pflicht Genüge getan. Daran hat sich nichts geändert, zumindest an den inoffiziellen Tanztagen. Offiziell getanzt werden darf am Samstagabend. Als Tanzfläche dienen drei kleine Buchten, die wie Amphitheater gebaut sind, sodass das Publikum sich um die Tanzflächen herum setzen und staunen kann. Nicht selten ist das Wiedergabegerät ein Kassettenrekorder. Haupttanzzeit sind die Abende von Juni bis Oktober, ganz eifrige Tangotänzer tanzen auch im Schnee.

Adresse: Quai Saint-Bernard; Metro 7, 10 Station Jussieu; Batobus Endstation Square Tino Rossi

Tour Montparnasse: Es muss nicht immer der Eiffelturm sein

Die Aussicht vom Eiffelturm wird überschätzt. Unterschätzt dagegen wird der hohe Zeitverlust beim Anstehen, Liftfahren, noch mal Anstehen. Oben ist es zu jeder Tages- und Nachtzeit voll und eng, kaum eine Chance, in Ruhe einen Blick nach unten in die viel zu weit entfernte Stadt zu werfen.

Ganz anders der Turm „Tour Montparnasse“: Keine Warteschlangen an der Kasse, und der Lift überwindet die 196 Meter bis in die 56. Etage in 38 Sekunden. Noch ein paar Stufen hinauf, dann wird es atemberaubend: Die Dachterrasse ist riesig, fast immer menschenleer und würde jedem Thriller als Kulisse Ehre einle111 Orte in Paris, die man gesehen haben mussgen.

Der Blick auf die Stadt ist einzigartig, und bei Regen hat ihn der Terrassenbesucher für sich allein. Für Regenmuffel ist die Etage unter der Aussichtsplattform komplett verglast. Vor den Fenstern sind die Sehenswürdigkeiten ausführlich beschrieben.

Adresse: Rue de l’Arrivée; Metro 6, 13, Station Montparnasse Bienvenue; Öffnungszeiten:
täglich 1. April–30. Sept. 9.30–23.30 Uhr, 1. Okt.–31. März 9.30–22.30 Uhr

Diese und viele andere Paris-Insidertipps finden sich im neuen Reiseführer „111 Orte in Paris, die man gesehen haben muss“ von Regine Zweifel. Infos unter www.emons-verlag.de

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