Azoren: Wanderparadies im Atlantik

Leuchtende Kraterseen und bunte Blumenvielfalt: Die Azoren begeistern Naturliebhaber aus aller Welt
Leuchtende Kraterseen und bunte Blumenvielfalt: Die Azoren begeistern Naturliebhaber aus aller Welt

Mitten im atlantischen Ozean gelegen locken die Azoren Naturliebhaber und vor allem Wanderer. Die neun Inseln beeindrucken mit wildromantischen Höhenzügen, leuchtenden Kraterseen und immergrünen, mit Blumen überzogenen Hügeln. fliegen-sparen.de auf Azoren-Tour.

Das Highlight auf der größten Azoreninsel, São Miguel, ist an wolkenlosen Tagen der atemberaubende Blick vom 550 Meter über dem Meeresspiegel befindlichen Aussichtspunkt Vista do Rei auf die beiden blau bzw. grün schimmernden Vulkanseen Lagoa Azul und Lagoa Verde, die sich in der 300 Meter tiefer gelegenen, riesigen Caldera (Krater) befinden. Ambitionierte Wanderer umrunden in einer circa siebenstündigen Tour den Krater und haben vom Rand aus traumhafte Ausblicke auf grüne Weiden, Wälder und, am Horizont, das Meer.

Caldeiras in Furnas: Besuch der schwefeligen Dampfquellen

Ebenfalls ein Erlebnis ist beim Städtchen Furnas im Osten São Miguels eine circa zehn Kilometer lange Wanderung um den gleichnamigen Vulkansee, vorbei an sattgrünen Wäldern und den „Caldeiras“. Die schwefeligen Dampfquellen hier und am Dorfrand von Furnas speisen nicht nur Thermalbäder, sondern sind auch kulinarisch von Bedeutung: Die Einwohner der Azoren kochen einen würzigen Eintopf aus Fleisch, Kartoffeln und Gemüse, den „Cozido“, in den heißen Erdlöchern, was dem Gericht ein besonderes Aroma verleiht.

Probieren kann man dies zum Beispiel im Restaurant „O Miroma“ (Preis: ca. 13 Euro). Tipp: den Cozido vorbestellen. Ein weiteres Muss bei Furnas ist der „Parque Terra Nostra“, eine der schönsten Parkanlagen der gesamten Azoren mit einem riesigen Baumbestand, Wasserläufen, Alleen und prächtigen Blumenbeeten. In seinem konstant 38 Grad Celcius warmen Thermalschwimmbecken lässt es sich zudem wunderbar aushalten.

Die Insel Pico lockt mit dem höchsten Berg Portugals

Zahlreiche Highlights für Wanderer bieten sich auch auf der Insel Pico: Das im Osten auf bis zu 1000 Meter ansteigende Hochland „Planalto da Achada“ ist ein faszinierender Landschaftsmix aus Hunderten von Vulkankegeln sowie in allen möglichen Grüntönen leuchtenden Wiesen und Wäldern. Im Westen beeindruckt der höchste Berg Portugals, der 2.351 Meter hohe Vulkan Pico, der majestätisch bis in die Wolken ragt und an dessen Füßen sich die bekannten Weinanbaugebiete der Insel schmiegen, die auch zum Welterbe der UNESCO gehören.

Toll: Eine Wanderung an der Westküste, vorbei an den historischen Weingärten, auf dem ca. acht Kilometer langen Weg von Porto do Calhau nach Areia Larga, nahe der Inselhauptstadt Madalena. Die spektakulärste Tour führt aber auf den Pico selbst: Hier brauchen Wanderer eine gute Kondition und Schwindelfreiheit, jedoch keine spezielle Alpinerfahrung.

Der Lohn der mühsamen Anstrengung ist eine der herrlichsten Wandertouren der Azoren. Wer unterhalb des Gipfels übernachtet, erlebt mit etwas Glück einen spektakulären Sonnenaufgang. Tipp: Eine geführte Tour frühmorgens (!) machen, zum Beispiel mit dem englischsprachigen Guide Nilton Nunes (www.cume2351.com)

São Jorge: Die schönste Wanderinsel der Azoren

Tanz auf dem Vulkan: Eine weitere Top-Destination für Aktivurlauber ist die Insel São Jorge – für viele die schönste Wanderinsel der Azoren, auf der sich ein Vulkankegel an den nächsten reiht. Sie ist ein 56 Kilometer langer und nur acht Kilometer breiter, sattgrüner Gebirgsrücken, der auf über 1000 Meter ansteigt. Wer die Höhenwege entlang wandert, erlebt fantastische Ausblicke auf den weiten Ozean, die Nachbarinseln und das dicht bewachsene Hochland der Insel, auf deren Weiden unzählige Kühe grasen.

Tipp: Unbedingt den würzigen Käse „Queijo São Jorge“ probieren! Spektakulär ist zum Beispiel die Wanderung vom Pico das Calderinhas über den Pico da Esperânça nach Norte Pequeno. Ebenfalls genial: Eine Wanderung auf den Pfaden, die sich entlang der Steilküste hinab in die Fajãs, den fruchtbaren Lavazungen bzw. Küstenebenen der Insel, winden.

Herrlich ist beispielsweise die circa zehn Kilometer lange Wanderung von der 800 Meter hoch gelegenen Serra do Topo hinunter zur Nordküste, zur Fajã dos Cubres. Vorbei an Wasserfällen und Quellen, grünen Weiden, Hortensien und dichten Wäldern voller Wacholder und Lorbeerbäume scheint die Route mitten durch das Paradies zu führen. Internet: www.visit-azoren.de, www.trails-azores.com (Text: Viola Zwingenberg, 1/12; Bild: Azoren)

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