Sightseeing, Shoppen und Kultur in Dublin

Im Dubliner Stadtteil Temple Bar finden Reisende viele Kultureinrichtungen sowie schöne irische Pubs
Im Dubliner Stadtteil Temple Bar finden Reisende viele Kultureinrichtungen sowie schöne irische Pubs

Dublin ist die größte Stadt der Republik Irland und auch zugleich die Hauptstadt des Landes. Ein altes Sprichwort sagt: „Nach Irland geht man nicht wegen des Wetters“, aber dennoch lohnt sich ein Besuch. fliegen-sparen.de nennt Top-Adressen für Kulturfans, Naturliebhaber, Smart-Shopper und Nachtschwärmer.

Reisende haben hier meist ein moderates Klima zu erwarten, nur der Regen kommt oft. Und überraschend! Doch das sollte nicht die Lust auf die Republik und ihre vielfältige Hauptstadt nehmen.

Dublin für Kultur-Liebhaber

Stephen‘s Green ist eine neun Hektar umfassende Parkanlage, die im Jahr 1880 von einem Mitglied der Guinness Familie gestiftet wurde. Neben einem ansehnlichen Park mit Blumenbeeten und Brunnen finden sich hier Statuen namhafter Dubliner aus Kultur und Geschichte. Die irische Hauptstadt nennt einige Berühmtheiten ihre Kinder, so gelten unter anderem die Autoren B. Stoker („Dracula“), J. Swift („Gullivers Reisen“), J. Joyce („Ulysses“), S. Beckett („Warten auf Godot“) und der Exzentriker Oscar Wilde als Dubliner, weil sie hier geboren wurden oder gearbeitet haben. Ihre Spuren sind vielerorts zu finden.
Tipp: Im Sommer finden häufig gratis Theateraufführungen oder Konzerte in einem Musikpavillon des Parks statt.

Wer sich an Stephen‘s Green sattgesehen hat, kann den Weg über die Grafton Street einschlagen und dort entweder shoppen, eines der Museen auf dem Weg besichtigen oder auch über die Kildare Street den Park verlassen. Wer den letztgenannten Weg einschlägt, kommt an dem irischen National
Museum of Ireland, der National Gallery und der National Bibliothek vorbei sowie auch an den Gebäuden des irischen Parlamentes, dem Leinster House.

Über beide Strecken gelangt man direkt zum Trinity College. Neben einem weiteren grünen Ruhepol inmitten der Stadt bietet das College auch einige sehenswerte bauliche Besonderheiten und vor allem die Alte Bibliothek und das dort verwahrte Book of Kells. Es gilt für viele als die schönste mittelalterliche Handschrift Irlands. Vom College aus ist das Stadtviertel Temple Bar einfach zu erreichen.

Dieses Künstlerviertel hat sich seine historischen, engen Gassen und das Kopfsteinpflaster erhalten. Dadurch wirken die Straßenzüge hier mittelalterlich. Während am Abend das Dubliner Nachtleben zu toben beginnt, finden am Tag Kunst- und Kulturliebhaber viele Anlaufstellen: Kunstgalerien, z.B. Temple Bar Gallery and Studios, oder auch das nationale Ton- und Video-Archiv. In diesem Bezirk ist auch das sehenswerte Olympia Theatre. Es ist das älteste Theater Dublins und nutzt eine alte viktorianische Music Hall. Doch wer in diesem Ambiente nur Oper und Theater vermutet, irrt: Hier spielen häufig Rock- und Pop-Bands.

Irland bietet natürlich auch einige Kirchen, die eine Besichtigung lohnen. Genannt sei an dieser Stelle
nur die älteste der beiden mittelalterlichen Kathedralen der Stadt: Christ Church Cathedral. Diese ist der Sitz der Dubliner Erzbischöfe und berühmt für ihre Krypta, das Lesepult und das Grabmal von Richards de Clare, alias: Strongbow (www.christchurchdublin.ie).

Wenn man vom Trinity in Richtung der „Spire“ (engl. „Spitze“) läuft, gelangt man z.B. über die O’Connell Bridge auf die andere Seite des Flusses Liffey. Die 120 Meter hohe Metallnadel Spire heißt offiziell „Monument of Light“ und ist ein Wahrzeichen der Hauptstadt. Auf den ersten Blick ist sie keine Schönheit, aber im Dunkeln leuchtet an der Spitze ein Licht, das bis in die Dublin Bay zu sehen und auch aus dem Umland deutlich wahrzunehmen ist. Von hier aus ist es nur ein kurzer Weg zum Shopping Centre Jervis.

Von dort aus gelangt man mit der LUAS, der örtlichen Tram, zur Museum Station. Wer stattdessen einen 15-minütigen Spaziergang in Kauf nimmt, um zum National Museum in den Collin Barracks zu gelangen, der bekommt einen Eindruck von der örtlichen Architektur und dem „echten“ Dublin. Das genannte Museum ist in einer alten englischen Kaserne beheimatet und präsentiert mit hochmoderner Technik Möbel,
Silberwaren und andere seltene Objekte aus den verschiedenen Jahrhunderten.

Das Guinness Storehouse ist ein Museum für Freunde des dunklen Bieres aus Dublin. Hier werden über mehrere Etagen alle Erklärungen zum bekannten Bier gegeben. Im Dachgeschoss des Hauses befindet sich die Gravity Bar mit Panorama-Blick über Dublin, die ein im Eintrittspreis enthaltenes Pint Guinness ausschenkt.(guinnessstorehouse.com)

Zum Shoppen nach Dublin

Die Grafton Street ist der richtige Ort für einen Einkaufsbummel inmitten typisch britisch wirkender Ladenfronten. Wer hier einkaufen geht, sollte die kleinen Gässchen links und rechts ebenfalls erkunden. Hier finden sich manchmal die kleinen besonderen Mitbringsel und Lädchen, die man auf einem Ausflug sucht. Von der Grafton aus gelangt man über die Johnson Court Alley zum belebten Powerscourt Townhouse (powerscourtcentre.com).

Hier sind, im Ambiente eines Herrenhauses des 18. Jahrhunderts, über 40 verschiedene Läden, Gallerien und Boutiquen sowie auch verschiedene Lokale. Eine Mahagonitreppe und verschiedene Stuckaturen sind noch im Original erhalten. Das moderne Jervis Shopping Centre ist überdacht und kann so auch bei Regen zu ausgelassenem Shopping genutzt werden. Entlang des Bachelor Walks, direkt an der Liffey, finden sich außerdem einige erlesene , „hippe“ Kunstläden.

Dublin für Nachtschwärmer

Das Nachtleben in Irland ist vielfältig, wenn die meisten Touristen in Irland auch überwiegend die Pubs und Bars sehen wollen. Wer in der Nacht, nachdem die meisten Punbs bereits geschlossen haben, „Dublin by night“ unsicher machen will, muss in einen Pub mit Sondergenehmigung oder in einen Nachtclub wechseln, die bis etwa 2 Uhr geöffnet haben. Nach 21 Uhr ist es am Wochenende schwierig noch Plätze zu bekommen.

Tipp: Ein guter Abend im Pub endet für Iren „traditionell“ mit einem Essen am Fish and Chips oder Fast Food Stand. Eine typische irische Fast Food Kette ist z.B. das Abrakebabra (abrakebabra.com).

In der The Church sind ein Club, in dem DJs auflegen, und ein eigener Pub angegliedert. Abende lassen sich hier abwechslungsreich gestalten. Ebenfalls im Norden Dublins findet sich Pravda (Lower Liffey Street), eine Nachtbar, die im russischen Stil eingerichtet ist. Auf der südlichen Seite der Liffey finden sich ebenfalls einige Pubs, die einen Besuch wert sind. So sollte man sich nicht vom Namen des Cafe De Seine an der Nase herumführen lassen: Es ist ein Pub (40 Dawson Street). Von außen wirkt die Lokalität unscheinbar, innen besticht sie aber durch aufwändige Einrichtung und Dekor. Am Wochenende wird meist Live-Jazz gespielt. Die älteste Kneipe Irlands liegt ebenfalls in Dublin. Über 800 Jahre gibt es das Brazen Head bereits (Bridge Street, brazenhead.com)

Dublin für aktive Naturfans

Dublin selbst hält für Naturliebhaber eigentlich lediglich die Parks und den botanischen Garten bereit. Gerade der Phoenix Park, der als größter innerstädtischer Park der Welt gilt, beherbergt Herden von Damwild. Im Park liegt außerdem der Dublin Zoo. Wer den Weg in die Umgebung der Stadt nicht scheut, dem sei eine Fahrt nach Howth empfohlen. Die Halbinsel im Norden der Dublin Bay ist vom kleinen Fischerdorf zum feinen Ort mit Yachten vor Anker geworden und bietet sehr gute Wanderstrecken.

Auf dem Weg nach Howth liegt Bull‘s Island, wo sich üblicherweise, wenn es das Wetter zulässt, Kite Surfer und Windsurfer einfinden. Diverse Strecken in und um Dublin bieten sich für Wanderer, Fahrradfahrer und Reiter geradezu an. Es gibt verschiedene Reiterhöfe, die Ponys und Pferde verleihen. Für Fahrradfahrer, die ohne eigenes Fahrrad anreisen, empfiehlt sich der Belfield Bike Shop auf dem University College Campus, der Räder verleiht. (Text: J.Bormann 3/10 – Bild: Holger Leue/ Tourism Ireland)

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