Mexiko: Mit dem Gebirgszug ab Los Mochis

Blick hinunter in 1870 Meter Tiefe – die Kupferschlucht bei Posada Barrancas.
Blick hinunter in 1870 Meter Tiefe – die Kupferschlucht bei Posada Barrancas.
Fünfzehn Stunden per Bahn zwischen 3.000 Meter hohen Gipfeln und kilometertiefen Canyons hindurch – Oben befinden sich Eis und Schnee, unten Südfrüchte! Mit fliegen-sparen.de auf besonderer Bahnreise in Mexiko.

Zu einer senkrecht abfallenden Felswand, fünfmal so hoch wie der Berliner Fernsehturm, hält man besser etwas Abstand. Nicht so die junge Schweizerin Danielle, die gerade auf einen Felsbrocken direkt am Abgrund klettert. Oben angekommen, springt sie in die Luft. Einmal und immer wieder. „Eine Alpinistin“, beruhigt ihr Freund zufällige Zuschauer. „Sie kann Risiken einschätzen!“ Und überhaupt, das seien Freudensprünge. Für das Paar erfülle sich hier und jetzt ein lang gehegter Traum. Dieser Traum hat gleich mehrere Namen. In der Sierra Madre Occidental, dem Mexikanischen Küstengebirge, gibt es zwischen den Dreitausendern tiefere Schluchten und schroffere Felsen als überall sonst in Nordamerika. Die Barranca de Urique ist 1870 Meter tief und bildet mit den Barrancas de Sinforosa und de Batopilas (beide 1799 Meter), der Barranca de Tararecua (1425 Meter), der Barranca del Cobre (1759 Meter) und kleineren Nachbar-Barrancas ein Canyon System, vier mal so groß wie der US-amerikanische Grand Canyon zwei Flugstunden weiter nördlich.

Mexiko: Die riesigen Kupferschluchten mit dem Zug erkunden

Sie heißen „Kupferschluchten“, und das, so die Mexikaner, die hier leben, aus gutem Grund. „Ihr könnt es sehen, die Felsen leuchten in allen Farben des Kupfers auf. Morgens sind sie rot-gold, mittags dann strahlend gelb-braun und abends wird aus einem Rot ein bräunliches Violett, wie bei Kupfer, das anläuft“. Kupfer wurde hier übrigens nie gefunden.

EXTRATIPP: Dies ist ein Spätherbst-, Winter- und Frühlingsziel. Im Sommer kann es entlang der Küste glühend heiß werden. Die Fahrt mit der Kupferbahn lässt sich bestens mit einem Badeurlaub verbinden. Die Busverbindungen zu den Stränden von Matzatlàn sind gut und der Bus fährt regelmäßig. Per Fähre sind die Strände der Südspitze von Baja California, auf der anderen Seite des Golfs von Kalifornien, erreichbar. Hier wie dort ist es immer warm genug für Badeferien – es muss ja nicht Acapulco sein.

Das Tiefgrün unten auf der Sohle der in der Höhe bis zu 10 Kilometer breiten Schluchten, habe jedoch mit den Kupferfarben nichts zu tun: „Da wachsen Zitronen und Orangen sowie etliche tropische Pflanzen“. Gibt es an den Canyon Rändern schon mal Eis und Schnee, in der Tiefe bleibt es immer warm. In den USA ist der Grand Canyon eines der beliebtesten Ziele für Touristen. Verglichen damit ist es hier sehr ruhig. Von der Küste her schaffen es nur schwere Allradfahrzeuge zu den Canyons hier hinauf und natürlich „unsere Maultiere“. Deshalb müssen alle, die aus Richtung Los Mochis kommen, dem Westen also, den Zug nehmen.

Eisenbahntechnisch zählt der „Ferrocarril Chihuahua Al Pacifico“, abgekürzt „Chepe“, zu den kühnsten Bergbahnen mit Normalspur überhaupt – ein Meisterstück der Eisenbahnbauer. Obwohl El Fuerte auf der einen Seite der Berge vom auf der anderen Seite gelegenen Creel nur 70 Kilometer – Luftlinie – entfernt ist, mussten in der Sierra Madre 400 Kilometer Gleise verlegt werden. 36 Brücken und 87 Tunnel waren nötig, damit größere Steigungen vermieden werden konnten, die die Lokomotiven überfordert hätten. Dazu musste die Bahn um die Barrancas herum und entlang der Schluchten gebaut werden. Brücken über breiteste und dabei kilometertiefe Schluchten zu schlagen, war unmöglic

Blick hinunter in 1870 Meter Tiefe – die Kupferschlucht bei Posada Barrancas.
Blick hinunter in 1870 Meter Tiefe – die Kupferschlucht bei Posada Barrancas.
h (Text & Bild: Armin E. Möller & Ursula Meister 2/10).

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