Kunst & Kultur in Brasilien

Neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten hat Brasilien auch eine eindrucksvolle Kunstszene zu bieten
Neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten hat Brasilien auch eine eindrucksvolle Kunstszene zu bieten

Die Copacabana, die Christ Statue oder das Opernhaus von Manaus, diese Bilder haben wohl die meisten Urlauber vor Augen, wenn sie an Brasilien denken. fliegen-sparen.de zeigt, dass das lateinamerikanische Land auch für Kunstbegeisterte viel zu bieten hat.

Ein bedeutendes Zentrum für Museen und Kunstmessen ist São Paulo. Anfang Dezember 2012 fand dort die 30. São Paulo Biennale statt. Insgesamt 110 Künstler, darunter 11 Deutsche, haben ihre Arbeiten auf dieser Kunstschau, die als zweitwichtigste nach der Biennale in Venedig gilt, ausgestellt.

Künstler aus aller Welt trafen auf Talente – und das alles im ehrwürdigen Parque Ibirapuera mit seinen von Oscar Niemeyer entworfenen Gebäuden. Der Veranstaltungsort selbst ist eine Ikone der modernen Architektur Brasiliens.

Die Kunstwelt trifft sich in Brasilien

Die São Paulo Biennale ist nicht die einzige bedeutende Kunstmesse Brasiliens. Jeden Mai findet ebenfalls in São Paulo die SP Arte statt, ein Treffpunkt der internationalen Kunstszene, der dem Kunstmarkt Brasiliens Ausdruck verleihen soll. Auch hier sind deutsche Galerien regelmäßig vertreten.

Doch die Stadt hat noch mehr zu bieten, zum Beispiel den Dreiklang aus dem Museu de Arte de São Paulo (MASP), das Museu da Imagem e do Som (MIS) und das Museu de Arte Moderna (MAM). Das MASP ist das Kunstmuseum der Stadt, gelegen auf der Straße Avenida Paulista. Schon das weite, lichtdurchflutete Gebäude des Museums fasziniert.

Außerdem werden hier etwa 8.000 Werke ausgestellt, teilweise datieren sie bis in das 4. Jahrhundert vor Christi zurück. Das MIS, das Museum für audiovisuelle Kunst, bietet dem Besucher 350.000 Werke aus den Bereichen Film, Videos, Fotografie, Grafikdesign und Tonkunst. Das MAM schließlich ist das Museum für moderne Kunst. Es befindet sich im Stadtpark Parque do Ibirapuera. Seine Architektur ist dem Museum of Modern Art in New York nachempfunden.

Kunst in Rio de Janeiro

Auch der Besucher von Rio de Janeiro hat seit letztem Jahr die Möglichkeit, in die aufregende Welt der Kunstschauen einzutauchen. Im September 2012 hat zum zweiten Mal die ArtRio stattgefunden. Fast 100 Galerien aus aller Welt präsentierten in drei Lagerhallen am Pier Mauá moderne und zeitgenössische Kunst, die hier teilweise zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Für Sammler aus Europa bietet die ArtRio die Möglichkeit, vielversprechende junge brasilianische Künstler kennenzulernen, die außerhalb des Landes – noch – kaum bekannt sind. 2013 soll ArtRio vom 5. bis zum 8. September stattfinden.

Inhotim Institut: Ein Garten voller Kunst

Etwas abseits gelegen, aber ein echtes Highlight für jeden kunstinteressierten Brasilienbesucher, ist das in den 1980er Jahren gegründete Inhotim Institut für zeitgenössische Kunst. Es liegt in Brumadinho, nicht weit von Belo Horizonte im Bundesstaat Minas Gerais, im Südosten Brasiliens. Diesen Herbst wartet das Inhotim Institut mit einigen spannenden Ausstellungseröffnungen auf. Unter anderem präsentiert Simon Starling, Gewinner des Turner Prize 2005, seinen „Mahogany Pavillion“.

Das Inhotim Institut zeichnet sich durch seine ungewöhnliche Lage inmitten eines Naturreservats aus. Seit letztem Jahr gilt der Komplex des Inhotim Institutes offiziell als Botanischer Garten. Die Kunstwerke sind auf dem gesamten Areal, ob im Waldgebiet oder auf dem See, ausgestellt. Es ist ein besonderes, inspirierendes Erlebnis, sich durch die Kulisse des Gartens, durch die Pavillons und Galerien treiben und die Werke Künstler wie Olafur Eliasson, Tunga und Matthew Barney auf sich wirken zu lassen. (pm)

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