Reisen wie die Thais: Sukothai

Thailand Reisterrasse
Reisterrassen in Thailand: In der Provinz Sukothai bauen Einheimische Spitzenreis an

fliegen-sparen.de hat sich in ein für viele noch unbekanntes Thailand aufgemacht, das man wunderbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Mietwagen oder dem Fahrrad bereisen kann, auch in den Sommermonaten. In diesem Teil geht es in die Provinz Sukothai.

Ein Propellerflugzeug der Bangkok Airways bringt uns in die Provinz Sukothai. Der 75-minütige Flug gleicht einer Zeitreise. Eben noch das Vorfeld des Bangkok Suvarnabhumi Airports mit Großraumjets aus aller Herren Länder geteilt, setzt die ATR 72 jetzt zur Landung zwischen Reisfeldern an. Kein Chrom, kein Hightech. Die wenigen kleinen Flughafengebäude und auch das nahegelegene Sukothai Heritage Resort sind aus Holz und den ortsüblichen Ziegeln erbaut.

Schnell raus aus der Stadt- und rein in die Freizeitkleidung, der Kutscher wartet. Sein Gefährt besteht aus zwei Achsen, einer Ladefläche mit Sitzreihen, Kutschbock, Lenkrad, Gaszug, Bremspedal und einer Dockingstation für einen dieser landwirtschaftlichen Universalmotoren, die schnell an Dreschmaschinen, Bewässerungsanlagen oder eben allerlei Fahrzeugen an- oder abmontiert sind.

Organic Agriculture Project Sukothai Airport

Knatternd geht es quer über die 64 Hektar große Farm, genauer „Organic Agriculture Project Sukothai Airport“. Dr. Prasert Prasartthongosoth, Gründer der Bangkok Airways und Erbauer des Sukothai Airports, fördert hier seit 1999 organische Landwirtschaft. Einheimische Bauern produzieren Spitzenreis, schmackhaftes Obst und Gemüse, Lotuspflanzen und allerlei Orchideenarten. Ihr seit Generationen angehäuftes Wissen ist dabei unabdingbar. Sie sind stolz auf die Anerkennung, die ihnen einheimische und internationale Besucher entgegenbringen.

Sukothai: Auf echten Wasserbüffeln reiten

Dabei geht es nicht um inszenierte Folklore oder eine Ethno-Show, sondern um bäuerlichen Alltag. Wie hart der sein kann, kann man selbst erfahren. In ein kleines Beet dürfen Besucher junge Reispflanzen setzen, Stiefel und Kleidung werden zur Verfügung gestellt. Wir haben noch keine zwei Dutzend Halme im schlammigen Boden versenkt, da schmerzt der Rücken und es dampfen die Füße in den Gummistiefeln. Auch beim Reiten der Wasserbüffel stellen wir uns etwas unbeholfen an. Wer Sportleistungskurs hatte, schafft wenigstens noch den Aufstieg auf die tonnenförmigen Halbtonner.

Belohnt wird der Einsatz mit einem auch für die meisten Thais ungewöhnlichen Mittagessen: Aufgetischt werden u.a. frittierte Brunnenkresse, ein Tamarinden-Chili-Dip zu frischen Gurken, ein Omelett mit Blättern vom Uferfuchsschwanz (Amaranth), Stückchen von der Schweinshaxe in brauner Kräutersoße mit chinesischem Brot, dessen Rezept über alte Handelswege seinen Weg von Nordchina nach Sukothai fand. Dazu werden fünf verschiedene Sorten Reis im Bananenblatt gereicht, diverse Obstsäfte, ein Sorbet aus den Blättern junger Reispflanzen und kleine marzipanähnliche Kügelchen aus dem Mehl der Lotusblütenhalme. Alles sehr schmackhaft und alles auch sehr gesund!

Wasserbüffelfleisch käme hier nicht auf den Tisch.

Dr. Prasert hat einen Faible für die Tiere. Gut 200 hat er vor dem Schlachthaus gerettet. Für die Feldarbeit werden sie in Thailand kaum noch gebraucht, nach und nach nehmen moderne Landmaschinen ihren Platz ein. Auf der Farm genießen sie ihr Gnadenbrot und erfreuen Besucher wie Frau Chutima, Verwaltungsangestellte aus Bangkok. Kürzlich, so erzählt sie, hat sie in einem Museum bei Bangkok einen künstlichen, von Industrierobotern bewegten Wasserbüffel in einer nachgestellten Dorfszene gesehen. Selbst auf dem Lande groß geworden, hat sie ihre Familie zu einem Wochenende auf der Farm verdonnert, bevor das klassische Postkartenmotiv „Wasserbüffel im Reisfeld“ tatsächlich nur noch im Museum zu sehen ist. (Text: Kurt Peter & Silvia Beumler 2.13 – Bild: Thailändisches Fremdenverkehrsamt)

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