Fès, die älteste Königstadt Marokkos

Fes Marokko
Fès, die älteste Königstadt Marokkos, hat viel zu bieten. Toll: Den Blick über die Stadt von einem Friedhof aus genießen

Marokko: Orient pur: Eine der ältesten Universitäten der Welt und die größte Medina Marokkos findet man in Fès. fliegen-sparen.de stellt die Stadt vor und gibt zahlreiche Tipps für traumhafte, aber kostengünstige Urlaubstage.

Pünktlich sind wir in der Hotellobby. Ein stattlicher Marokkaner in Djellaba – einem traditionellen Gewand mit langer Kapuze – wartet seelenruhig. Als er uns erblickt, kommt er unvermutet behende und breit lächelnd auf uns zu. Wie sich herausstellt, ist es Rachid, unser Führer für die nächsten Tage. Als wir am Vortag von Casablanca kommend im Hotel eingecheckt haben, fragten wir spontan an der Rezeption, ob sie uns jemanden empfehlen könnten, der uns verlässlich führen kann.

Hocherfreut über das Interesse, hat man uns versichert, einen geeigneten Stadtführer zu kennen. Nach kurzer Vorstellungsrunde machen wir uns auf den Weg. Rachid stellt sich an den Straßenrand und winkt ein Taxi herbei und mit kurzen Anweisungen an den Fahrer rauschen wir auch schon in unser Abenteuer.

Phantastischer Blick auf Fès

Erster Stopp, erklärt uns Rachid, ist ein Friedhof. Meine Laune sinkt, denn meine Erwartungen waren andere. Das Taxi schlängelt sich zielsicher durch die Straßen und bringt uns auf einen kleinen Berg. Weit und breit kein Mensch. Vor einem kleinen Tor halten wir an und Rachid gibt dem Fahrer zu verstehen, dass er auf uns warten soll. Mit schnellen Schritten geht Rachid uns voraus. Jetzt verstehen wir, wieso Rachid diesen Punkt als ersten Stopp unserer Tour auserkoren hat.

Vor uns breitet sich ein Meer aus kubischen Formen aus. Dazwischen die Spitzen der Minarette – ein phantastischer Blick auf Fès! Nächster Stopp ist das Stadttor Bab Boujeloud. Von hier aus tauchen wir ein in eine uns vollkommen fremde Welt, in die Medina von Fès. Ein Gewirr von Gassen, durch die uns Rachid wie von einem GPS-Gerät gesteuert, zielstrebig von einem Höhepunkt zum anderen schleust. Wir schlendern vorbei an prächtigen Moscheen und Medersen, die zugleich islamische Kultstätten und religiöse Bildungseinrichtungen waren, eine schöner als die andere.

Zu Besuch in der islamischen Hochschule Medersa Bou Inania

Dabei streifen wir die unterschiedlichsten Soukbereiche. Mal werden die Gassen dominiert von Tischlern, mal von Stoffhändlern und ein anderes Mal von Gewürzhändlern. Die bunten Waren ziehen uns in ihren Bann. Nur gut, dass wir Rachid als Lotsen haben. Er verliert nie den Überblick und hält besonders aufdringliche Händler freundlich aber bestimmt auf Abstand. Einen längeren Stopp legen wir an der Medersa Bou Inania ein, die auch für Nicht-Muslime zu besichtigen ist. Die islamische Hochschule wurde zwischen 1350 und 1357 erbaut und ist dennoch eine der jüngsten Hochschulen der Stadt.

Uns faszinieren besonders die prächtigen Verzierungen und die aufwändigen Fayence-Mosaike. Unseren Altstadt-Bummel beenden wir am späten Nachmittag. Wir schnappen uns wieder ein Taxi, das uns zum „Sofitel Legend Palais Jamai“ bringt. Das Luxushotel ist in einem Palast aus dem Jahre 1879 untergekommen. Schnurstracks, ohne Zeit zu verlieren, läuft Rachid durch die Lobby, als würde er hier residieren. Sein Ziel ist die Terrasse des Hotels, wo wir gerade noch rechtzeitig eintreffen, um bei einem Drink das Abendlicht über Fès zu genießen.

Fès: Ausflüge in die Vergangenheit

Am nächsten Tag stehen weitere Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. Fès, die älteste und schönste Königstadt, hat derlei viel zu bieten, dass auch dieser Tag vollgepackt mit sehenswerten Stationen ist. Ein weiterer Beweis für Rachids perfektes Timing verschafft uns am späten Nachmittag am Palais Royal (Dar el Makhzen) einen besondern Augenschmaus. Der Königspalast in Fès el-Jedid war ursprünglich ein Meriniden-Palast, der im ausgehenden 14. Jahrhundert erbaut wurde.

Später wurde er zu einer weitläufigen Anlage ausgebaut, die von hohen Mauern umgeben ist. Besichtigen darf man die Palastanlage zwar nicht, aber die kunstvoll ziselierten Bronzetore, die vor einigen Jahrzehnten, genauer gesagt 1969-1971, errichtet wurden, erstrahlen wie Gold im Abendlicht.

An unserem letzen Tag in Fès stehen wir früh auf. Noch vor Tagesanbruch holt uns Rachid mit einem Wagen am Hotel ab. Unser Tagesausflug führt uns nach Volubilis. Von unserem Hotel aus beträgt die reine Fahrtzeit nur etwas mehr als 70 Minuten nach Volubilis, das unweit von Meknès liegt. Die 1997 zum Weltkulturerbe erklärte Ausgrabung ist weitaus imposanter, als wir es uns aufgrund von Schilderungen vorgestellt haben. In der Antike war Volubilis eine römische Stadt, die erst 1915 von französischen Archäologen wieder ausgegraben wurde. Wir bestaunen den sehr gut erhaltenen Caracalla-Bogen und das Tangertor.

Wir schlendern vorbei an den in den Himmel ragenden Säulen des einstmals wohl prächtigen Kapitols . Als uns die Sonne allzu sehr zusetzt, beenden wir unsere Besichtigung mit einigen der sehr gut erhaltenen Mosaiken, die es in Volubilis zu sehen gibt. Anschließend fahren wir in den naheliegenden Wallfahrtsort Moulay Idriss. Hier stärken wir uns im Schatten eines Baumes bei einem Tee aus frischer Minze. Morgen geht es weiter nach Meknès. (Text: Dominik Peter 4.13 – Bild: Larysa Kryvoshapka/123rf.com)

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