Antalya: Stadt, Strand & Natur

Antalya: Der malerische Yachthafen ist der Höhepunkt bei einem Bummel durch die verwinkelten Altstadtgassen

Antalya bietet nicht nur die vielen Facetten einer quirlig-freundlichen Metropole, sondern ist auch idealer Ausgangspunkt für vielfältige Touren zwischen dem azurblauen Meer und dem mächtigen Taurusgebirge.

Beim Anflug auf Antalya stellt sich leises Unbehagen ein. Das soll das „Tor zur Türkischen Riviera“ sein? Sicher, die Lage zwischen einer weiten funkelnden Bucht und hohen Bergen ist imposant. Die Viertel am Stadtrand mit mindestens 15 Stockwerke hohen Gebäuden sind es nicht. Doch spätestens bei einem ersten Streifzug durch die Altstadt verschwinden alle Zweifel an der Wahl des Urlaubsziels.

Das prächtige antike Hadrianstor aus dem Jahr 130 markiert den Übergang in die Altstadt, die sich zunächst in einem Mix aus Alt und Neu präsentiert. Doch je weiter man Richtung Yachthafen schlendert, desto stimmungsvoller wird es. Schließlich dominieren traditionelle Häuser in verwinkelten Altstadtgassen, die teilweise so eng sind, dass sich die typischen hölzernen Erker über den Köpfen der Passanten zu berühren scheinen. Die üppigen Auslagen unzähliger kleiner Geschäfte laden zum Bummeln und Stöbern, die Cafés zum Verweilen und Beobachten ein. End- und Höhepunkt ist der malerische Yachthafen.

Am Ostrand des Hafenbeckens, hoch oben auf den Resten der Befestigungsanlage, locken ein Ausflugslokal und eine Grünanlage. Wer die vielen Stufen erklimmt, wird mit einem spektakulären Blick belohnt. Über dem Hafen erhebt sich ein Panorama aus Minaretten und Zypressen vor den mächtigen Gipfeln des Taurusgebirges, das sich bis zu einer Höhe von 3000 Metern aufschwingt.

Konyaalti, der Strand im Südwesten, ist fast schon in Sichtweite. Und gegenüber, weiter östlich des Hafens, liegt der berühmte Lara-Strand. An beiden Stränden reihen sich die Hotels und Resorts, die ganz dem Dreiklang aus Sonne, Strand und Meer gewidmet sind. Die stadtnahen Strände bieten auch abends jede Menge Unterhaltung. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil des berühmten Nachtlebens von Antalya. Das beste Beispiel sind die vielen Clubs unter freiem Himmel in Lara, die direkt am Strand liegen.

Antalya: Tor zur Türkischen Riviera

Wer es mit dem Feiern nicht übertreibt, hat reichlich Gelegenheit, auch noch eine andere Facette Antalyas kennenzulernen. Denn die Metropole macht ihrem Titel „Tor zur Türkischen Riviera“ alle Ehre. In Halbtages- oder Tagestouren lassen sich von Antalya aus bequem viele spektakuläre Ziele erreichen. Antike Ruinenstädte, verschlafene Bergdörfer, tiefe Schluchten, malerische Panoramawege – die Anzahl und Vielfalt der Sehenswürdigkeiten rund um Antalya ist grandios. Viele Reiseveranstalter bieten eine Fülle von Touren ins Umland an. Von der reinen Besichtigungsfahrt bis zu sportlichen Aktivitäten, wie Mountainbiking, Canyoning oder Wandern.

Trabenna: Ruinen mit Aussicht

Bevor man einen Ausflug ins Umland bucht, sollte man sich in jedem Fall den Tourverlauf genau ansehen. Finden sich Teppichfabriken, Werkstätten oder Geschäfte auf dem Programm, bedeutet das leider allzu häufig nichts Gutes. Natürlich kann man immer einiges über das jeweilige Handwerk erfahren, doch den allergrößten Teil wird man in lästige Verkaufsverhandlungen verstrickt werden. Wem seine Zeit dafür zu schade ist, klärt vorher genau ab, was unter den einzelnen Programmpunkten zu verstehen ist oder bucht sich individuelle Touren.

Von der Stadtführung bis hin zur Jeepsafari im hochalpinen Gelände reichen die Angebote. Selbst die Erkundung kultureller Sehenswürdigkeiten gerät so zum Erlebnis. Wer die Möglichkeit hat, kann etwa einen Abstecher nach Trabenna, einer antiken Ruinenstadt, einlegen. Nach einem schönen Spaziergang über bewaldete Hänge gerät man unvermittelt hinein in ein Areal halbüberwucherter, wie verwunschen ausharrender Ruinen.

Auch wer keine Lust hat, sich die ehemalige Funktion der Mauerreste zu vergegenwärtigen, wird von der Magie des Ortes beeindruckt sein. Zudem genießt man von einigen Stellen der antiken Stadt aus eine grandiose Fernsicht hinunter auf Antalya und die weite Mittelmeerbucht, der sie ihren Namen gab.

Der Lykische Weg: Ein Muss für Wanderer

Viel leichter ist es dagegen, nach Aspendos zu gelangen, findet es sich doch als eines der Highlights auf den Programmen vieler organisierter Touren. Immerhin lockt dort das besterhaltene Amphitheater aus der Antike. Doch die allergrößte Sehenswürdigkeit an der Türkischen Riviera ist kein Ort und kein Bauwerk. Es ist der rund 500 Kilometer lange Lykische Weg, ein Wanderweg der Spitzenklasse. Er schlängelt sich vom Göynük-Canyon nahe Antalya bis nach Fethiye.

Oft auf Höhenwegen mit fantastischem Mittelmeer-Panorama, geht es vorbei an einsamen Bergdörfern, Ruinenstädten oder antiken Nekropolen. Natürlich muss man nicht den ganzen Weg entlang wandern. Einzelne Etappen bieten sich als Tagestouren an. Etwa die Strecke zwischen Adrasan und Karaöz, die oft nahe der Steilküste verläuft und immer wieder atemberaubende Ausblicke bietet. Oder rund um Cirali.

Die malerischen Ruinen von Olympos ganz in der Nähe, direkt am Wasser, locken zum „Trümmerkucken“ und Baden. Und zu den sagenumwobenen „Flammen der Chimäre“, einem seit dem Altertum bestaunten Naturphänomen, ist es ab Cirali-Strand nur etwa ein einstündiger Spaziergang. Das Örtchen Cirali ist aber auch ein prima Tipp für einen der nächsten Türkei-Urlaube abseits der großen Touristenströme. Hier setzt man ganz auf nachhaltigen Tourismus, der sich ausschließlich in kleinen, familiengeführten Hotels und Pensionen, sowie am weiten Sandstrand abspielt . Doch ganz gleich, ob Großstadttrubel oder ländliche Idylle – sich an der Türkischen Riviera zu langweilen ist wirklich unmöglich. (Text: Lutz Kaulfuß 4.13 – Bild: 123rf.com)

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