Cartagena: Die hübsche Reiche

Cartagena Altstadt
Cartagena Altstadt

Cartagena, an der Karibik-Küste Kolumbiens, zählt zu den schönsten Altstädten Südamerikas. Lange Stadtstrände, viel Lebenslust und alles weit ab von den gefährdeten Gebieten des Landes. Sehenswert ist vor allem die komplett ummauerte Altstadt, weshalb die Unesco auch das Prädikat Weltkulturerbe vergeben hat. Alles ist innerhalb von jeweils etwa 30 Minuten auf der Nord-Süd- oder West-Ost-Achse des ummauerten Areals gut zu Fuß zu erreichen. Auf den Straßenterrassen der zahlreichen Restaurants und Cafés kann man sich auch mal ausruhen, etwas trinken und den Straßenhändlern und -musikanten zusehen und -hören.

Ausgangspunkt für den Rundgang: die Plaza de los Coches. Sie war der alte Sklavenmarkt in der Kolonialzeit. Dort befindet sich auch das wichtigste Tor in die Altstadt, die Puerta del Reloj mit dem Uhrturm. Von dort stößt man unmittelbar auf die Plaza de la Aduana mit dem Kolumbus-Denkmal, die Plaza Bolívar, dem Wohnzimmer der Stadt, und auf die einer Festung ähnelnden Kathedrale, den Inquisitionspalast, wo einst Ketzer und Hexen abgeurteilt wurden, und das Goldmuseum, in dem unter anderem vergoldeter Penis- und Brustschmuck ausgestellt ist.

Ein Must-Go im Norden ist noch die hölzerne Stierkampfarena auf der Plaza de Toros. 8.000 Zuschauer konnten den Stierkämpfern weit mehr als hundert Jahre zusehen, ehe 1986 die letzte Veranstaltung stattfand. Ansonsten lässt man sich am besten treiben. Verlaufen kann man sich wegen der Stadtmauer praktisch nicht und überall finden sich erstklassig renovierte und gepflegte bunte Kolonialstilhäuser. Schließlich muss man ja nicht jede Kirche abklappern.
Außerhalb der Stadtmauer sollte man das die Stadt überragende Castillo San Felipe de Barajas und natürlich Bocagrande nicht versäumen. Die schmale Landzunge beginnt am südlichen Teil der Altstadt, zieht sich drei Kilometer gen Süden und ist stellenweise nicht einmal 200 Meter breit. Dort hat man ein wenig Copacabana-Feeling angesichts des langen Strandes, der großen Hotels, schicken Restaurants und trendigen Bars.

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Text: Jürgen Zupancic
Bildquelle: Jory Aranda

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