Griechenland: Astypalea – nicht bekannt? Aber schön!

Griechenland: Astypalea – nicht bekannt? Aber schön!
Griechenland: Astypalea – nicht bekannt? Aber schön!

Astypalea: Eine kleine Insel in der Nähe von Kos: Sie ist nicht so bekannt, aber schön. Sie bietet nicht allzu viel, aber was sie hat, ist gut. Und die Insulaner sind so weit weg von Athen – die wissen gar nicht genau, was Krise ist. In Astypalea gehen die Uhren anders: ohne Massentourismus – gerade mal 7000 Touristen reisen pro Jahr auf die Insel –, ohne Flüchtlingsproblematik, ohne halbfertige Häuser, wie sonst so häufig zu sehen in Griechenland, weil die Banken den Leuten keine Kredite mehr geben.

Am Ortsrand, mit wunderschönem Blick auf Hora und die pittoresken Windmühlen, sind die drei „Melogranos Villas“ im kykladischen Stil an den Hang gebaut. Jeweils zwei Stockwerke hoch, mit Jacuzzi auf der Terrasse, geschmackvoll eingerichtet und dekoriert, mit vollausgestatteter Küche, Kamin und (immer wieder ein Genuss) mit Cocomat-Matratzen für den Schlaf wie ein Baby.  Außerdem steht ein kleines Motorrad für Ausflüge und Strandtage zur Verfügung. „Hier lebt man ein bisschen wie im Paradies“, schwärmt der einheimische Fahrer Michalis und es braucht nicht lange um zu wissen, dass er Recht hat.

Von Hektik keine Spur
Astypalea hat etwas von diesem Postkarten-Griechenland-Bild: Männer palavern im Kafenion, Kinder spielen Fangen um die Windmühlen, Frauen hängen Wäsche auf. Alles ist so wohltuend verschlafen und die wenigen Touristen genießen das Ganze auf den Korbstühlen in einer der drei Tavernen auf der Platia. Sofern sie nicht unterwegs sind zum einen oder anderen der zwei Dutzend Strände.

Die sind auch typisch griechisch: grausandig, kieselig, aber man ist allein. Denn wenn ein Strand schon von einem Pärchen bevölkert ist, fährt man einfach weiter zum nächsten. In der Badetasche sollte ein Picknick und Wasser nicht fehlen, denn Infrastruktur sucht man an fast allen Stränden vergeblich. Die Insel hat ja gerade mal 50 Kilometer geteerte Straße. Der Rest, auch alle Abzweiger zu den Buchten, ist Piste.

Bei Wanderern ist Teer sowieso verpönt. Die steigen über Stock und Stein hinauf zum Badehaus von Talara mit seinen blauen Fließen und Mosaiken, die um die 2000 Jahre alt sind. Oder sie besuchen die Stalaktiten und Stalagmiten von Negrou: Dort sollen bis heute Piratenschätze vergraben sein. Kletterer machen sich dagegen auf nach Ftera, wo zwei Klettergebiete mit 20 Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade auf Besucher warten.

Text: Jochen Müssig
Bildrechte: Jochen Müssig, flickr

 

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