Mit dem Interrail-Ticket der Bahn durch Europa: 10 Städte in drei Wochen

Mit dem Interrail-Ticket der Bahn durch Europa: 10 Städte in drei Wochen
Mit dem Interrail-Ticket der Bahn durch Europa: 10 Städte in drei Wochen

Wer mit dem Interrail-Ticket der Bahn durch Europa tourt, ist flexibel, sieht viel und lernt jede Menge Backpacker kennen. Ein kleiner Ratgeber für Reiselustige. In den Zug setzen, losfahren und gucken, wie es am Ziel aussieht. Dort bleiben für Sightseeing oder weiterziehen. Dafür steht das Interrail-Ticket der Bahn. Allerdings kann es durchaus ein stressiger Urlaub werden, sagt Peter Freisberg, Gründer des Portals rail.cc (früher interrail.net). Damit man nach der Tour nicht fertiger ist als vorher, helfen Auszeiten – und ein paar clevere Tipps.

Das Ticket
Das Interrail-Ticket gibt es als „One Country Pass“ für ein einzelnes oder als „Global Pass“ für 31 Länder in Europa. Der „Global Pass“ kann als täglich gültiges Ticket oder als sogenannter Flexi-Pass gekauft werden. Letzterer ermöglicht Fahrten etwa an 10 von 22 Tagen. „Für den Einstieg rate ich zum Flexi-Pass“, sagt Freisberg. Wer bei seiner ersten Interrail-Tour dagegen möglichst viel sehen will, der ist mit dem täglich gültigen Ticket besser dran. Neu: Interrail Global Pässe gelten jetzt auch für eine Hin- und Rückfahrt im Wohnsitzland zur/von der Grenze oder zu/von einem Flughafen. Eine zusätzliche Anreisefahrkarte ist nicht mehr, wie früher, erforderlich.

Die Planung
In 22 Tagen Interrail sind laut Freisberg durchaus 10 Städte drin. Wer sich nicht stressen will, sollte aber Pausen einplanen. „Drei, vier Tage Auszeit in der Mitte rentieren sich. Die erste Erschöpfung kommt nach einer Woche.“ Bewährt habe sich folgende Planung: Drei Tage Aufenthalt am Startpunkt und drei am Ende, zum Beispiel am Strand.

Auch Experte Wolfgang Klein rät zu Pausen vom Großstadttrubel: „Man braucht zwischendurch mal zwei, drei Tage Natur“, sagt der Buchautor und erfahrene Interrailer. Mehr als vier Metropolen würde er bei einer Drei-Wochen-Tour nicht einplanen. „Sonst verschwimmen die Bilder, und man kann die Sehenswürdigkeiten nicht mehr auseinanderhalten.“

Das Ziel
Die typische erste Interrail-Tour führt über Amsterdam, Paris und Barcelona nach Italien, Österreich oder in die Schweiz, erzählt Freisberg. Doch Städte wie Paris sind teuer, und in Südeuropa wird es im Sommer in Zügen und Hostels voll. Deshalb rät er zum Osten. Eine mögliche Tour: Berlin, Prag, Krakau, Wien, Budapest, ans Meer in Kroatien, Ljubljana und über Italien zurück.
Tücken beim Bahnfahren.

Text: Jürgen Zupancic
Fotorechte: DB AG

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