Eroica di Gaiole – ein toskanisches Volksfest auf Rädern

Eroica di Gaiole – ein toskanisches Volksfest auf Rädern
Eroica di Gaiole – ein toskanisches Volksfest auf Rädern

Um sich das Chianti-Gebiet zu erschließen, und sein Herz zu entdecken, gibt es vielleicht keine bessere Möglichkeit als die Rad-Randonnée Eroica: Kein Rennen, vielmehr ein Volksfest auf historischen Rennrädern, das die Huldigung an toskanische Landschaft und Kultur verbindet mit dem Genuss der lokalen Küche, und dem Erinnern an die Geschichte des italienischen Radsports.

Florenz, Siena, Pisa: Die Städte der Toskana sind zu Recht weltbekannt. Und doch wären sie nichts ohne die Landschaft rundherum: Die toskanischen Hügel, auf einer Anhöhe eine Zypresse, ein pausbäckig-weißes Wölkchen am blauen Himmel, ein leichter Hauch, eine Eiche, die ihre Äste in die Lüfte reckt. In die Landschaft der Toskana einzutauchen schafft keine Städtereise, dabei lädt alles hier zum Wandern ein, zum Ausschreiten unter dem Sommerhimmel, an sirrenden Wiesengründen vorbei, Kornfeldern, Olivenhainen, alten Gemäuern und Weinbergen, über die sanft sich wellenden Hügel gereiht.

Zum zwanzigsten Mal findet die Eroica dieses Jahr statt, vom 28.09. – 02.10.2016. Ursprünglich aus einer Kneipenspinnerei unter Freunden entstanden, radeln inzwischen mehr als 6.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über toskanische Hügel und Schotterstraßen, das ganze auf Fahrrädern, die, so das Reglement, im Jahr 1987 oder vorher gebaut wurden, und mit Rahmenschaltung, Pedalriemen und außenliegenden Bremszughüllen versehen sind.

Der Name, Eroica, spielt darauf an, dass alle Absolventen des vollen 209 Kilometer-Kurses tatsächlich etwas Heldenhaftes leisten: Vor allem wegen des fehlenden Straßenbelags auf weiten Teilen der Strecke, und wegen des fortwährenden Auf und Abs über die achso mild wirkenden Hügel, die sich bei genauerem Hinsehen als gar nicht sanft, gar nicht mild entpuppen.

Text: Jürgen Zupancic
Bildrechte: Depositphotos, Paolo Martelli, Pier Maulini, Guido Rubino

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