Private Ferienzimmer statt Hotel

Private Zimmer sind eine ernsthafte Alternative geworden - nicht nur wegen des Preises...
Private Zimmer sind eine ernsthafte Alternative zum klassischen Hotelurlaub geworden – nicht nur wegen des Preises…

Ob Ferienhäuser, Privatwohnung oder Hausboot – die Alternativen zum klassischen Hotelurlaub werden immer beliebter. Inzwischen vereinfachen empfehlenswerte Meta-Portale die Suche.

Lange Zeit galten sie als preiswerte Alternative zum Hotelzimmer. Doch private Ferienunterkünfte überzeugen eine stetig wachsende Anzahl von Urlaubern mit noch ganz anderen Vorzügen. Wer sich zum Beispiel nicht dem Hotelleben mit seinen festen Zeiten fürs Frühstück unterwerfen will, oder am Urlaubsort lieber mitten unter Einheimischen wohnt, kommt mit den alternativen Ferienunterkünften voll auf seine Kosten. Auf den klassischen Portalen für Privatunterkünfte, wie Airbnb, Housetrip, Wimdu oder 9flats wird privater Wohnraum vermittelt. Die Palette reicht vom privaten Gästezimmer über die Gartenlaube bis zum Hausboot. Das Gros der Inserate betrifft allerdings Ferienwohnungen und Ferienhäuser, die oft auch von semi-professionellen oder professionellen Anbietern stammen, sprich von Personen oder Firmen, die mehr als nur ein Objekt im Portfolio haben.

Private Angebote auf einen Klick

Seit Clever reisen! in der Ausgabe 3/2013 Internetportale für Privatunterkünfte testete, ist die Auswahl einer individuellen Ferienunterkunft in jedem Fall einfacher geworden. Denn inzwischen gibt es auch bei den Wohnportalen empfehlenswerte deutschsprachige Metasuchmaschinen. Das sind Internetseiten, die die Angebote von mehreren Portalen abrufen. Man muss nur die gewünschte Region, den Reisezeitraum und die Gästeanzahl eingeben und erhält in Windeseile eine Liste in Frage kommender Objekte inklusive Preise.

Durch verschiedene Filter lässt sich die Suche noch zusätzlich genauer auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. Das in Berlin ansässige Portal HomeToGo durchsucht nach eigenen Angaben die Inserate von mehr als 250 Anbietern. Und im April diesen Jahres ging Tripping in Deutschland an den Start. Warum das in San Francisco ansässige Unternehmen nun verstärkt den deutschsprachigen Markt umwerben will, liegt für Jen O´Neil, CEO von Tripping, auf der Hand: „Die Deutschen sind einfach extrem wichtig für uns. Nur Chinesen und US-Amerikaner geben in absoluten Zahlen etwas mehr fürs Reisen aus, als die Deutschen. Aber rechnen Sie das mal auf die Bevölkerungszahl um!“

Suchen und direkt buchen

Tripping bietet mit 8 Millionen Objekten ein etwas größeres Portfolio an, als HomeToGo mit 7,2 Millionen. Vergleichsweise bescheiden nehmen sich dagegen die Zahlen von Apartum und Holidu mit jeweils 4 Millionen, von Likibu mit 2,5 Millionen oder RoomLR mit 1,4 Millionen Objekten aus. Viel interessanter ist aber ein anderer Punkt. Gerade Urlauber, die ihre Ferienunterkunft sofort buchen und nicht erst auf Nachricht vom Anbieter warten möchten, werden Tripping schätzen.
Denn dort legt man viel Wert darauf, die Möglichkeiten des Internet voll auszuschöpfen. Das führt dazu, dass Tripping schon früh begonnen hat, die Sofort-Buchen-Funktion zu optimieren.

Nach Eigenauskunft können mittlerweile zwei Millionen Objekte sofort gebucht werden. „Für viele dieser Objekte sind wir in der Lage,
sowohl den Preis, als auch die Angaben zur Verfügbarkeit beinahe in Echtzeit abzubilden“, erklärt Jen O´Neil. Damit soll sichergestellt werden, dass Kunden, die direkt buchen möchten und dazu auf die Seite des jeweiligen Anbieters weitergeleitet werden, dort dieselben Preise und Verfügbarkeiten vorfinden, wie auf den Preisübersichtsseiten von Tripping angekündigt.

Genau das ist der wohl bemerkenswerteste Unterschied zu anderen Portalen, die ihre Infos zu Preisen und
Verfügbarkeiten in der Regel höchstens nur einmal pro Tag aktualisieren. Metasuchmaschinen sind aber auch aus einem anderen Grund empfehlenswert. So
manche Plattform greift nämlich auch auf exotische Wohnportale zurück. Oder kennen sie das Wohnportal BeMate, mit seinen stylischen Wohnungen und Lofts in gefragten Metropolen? Beim Vergleichsportal Apartum werden die BeMate-Angebote dagegen gelistet. So lassen sich selbst versteckte Unterkunftsperlen leichter aufstöbern.

Die Attraktion der Wohnportale sind für viele Nutzer allerdings nach wie vor die Privat-Unterkünfte. Ganz gleich, ob es das Gästezimmer mit Familienanschluss ist, oder das schicke Designer-Loft, das die Besitzer vermieten, während sie selbst verreist sind – wer die eigenen vier Wände Fremden überlässt, will in der Regel wissen, wen er da ins Haus lässt. Interessenten müssen folglich häufig immer erst Kontakt mit dem Anbieter mittels einer Buchungsanfrage aufnehmen. Infos zu Preisen und zur Verfügbarkeit in Echtzeit spielen für diese sehr individuellen Objekte daher eher eine untergeordnete Rolle.

Und hier können einige der klassischen Wohnportale doch einiges in die Waagschale werfen. Wer kein Apartment, sondern nur ein Gästezimmer in einer Privatwohnung anmieten will, wird auf Airbnb, Wimdu und 9flats fündig.

Der Vorteil: HomeToGo, Holidu und 9flats bieten zudem eine deutschsprachige Hotline an. Und in punkto Versicherung haben Wimdu und 9flats die Nase vorn. Wer über diese beiden Portale bucht, ist automatisch für Schäden am Mietobjekt versichert.

Wer seine Ferienunterkunft dagegen mittels Metasuchmaschine auswählt, muss aufpassen. Da der Kunde hier zum Buchen auf andere Portale weitergeleitet wird, muss er die Spielregeln des jeweiligen Anbieters erstmal nachlesen. Denn nicht jedes Wohnportal hat automatisch eine Gästeabsicherung inkludiert.
Dennoch, die Metasuchmaschinen á la Tripping und Co bereichern die Auswahlmöglichkeiten für Ferienunterkünfte.

Text: Lutz Kaulfuß Foto: depositphotos

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