Hansestadt Hamburg – meine Perle

Die Hansestadt ist mehr als Reeperbahn und Musicalhochburg. Sie hat auch viele grüne Seiten. Ich lebe seit über 45 Jahren in der Metropole und verrate euch meine schönsten Plätze und tolle Insidertipps. Wohin zuerst? Den „Michel“, Hamburgs Wahrzeichen, sieht man schon bei der Fahrt über die Elbbrücken in die Innenstadt, ganz gleich, ob man mit dem Auto oder dem Zug kommt. Der obligatorische Musicalbesuch steht erst für den Abend an. Museen kann man für Regenwetter aufheben.

Also zuerst einmal ausspannen. Die „Alsterperle“ an der Ostseite der Alster ist genau der richtige Ort. Wer von der Autobahn aus Richtung Süden kommt, fährt fast automatisch vorbei. Diese, eine von vielen Hamburger Perlen, gibt es fast schon seit 15 Jahren. Damals wurden die Toilettenhäuschen der Stadt zu Cafés, Kneipen oder Bistros umgewandelt. Die „Alsterperle“ ist eine Mischung aus allem.

Dort kann man köstlichen Cappuccino und Kuchen (Empfehlung: spanische Mandeltorte), beste Suppen (Erbsen) oder die sagenhaftesten Frikadellen der Stadt genießen. Obendrein gibt es den besten Ausblick über die Außenalster in Richtung Rathaus und Fernsehturm. Bei gutem Wetter lässt man die Füße vom Ufer aus ins Wasser baumeln; bei schlechtem sitzt man unter riesigen Schirmen, wenn es noch kalt ist, bei Glühwein oder Schwedenpunsch unter Heizpilzen. Die „Alsterperle“ ist Szenetreff für alle Generationen.


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Noch bis vor wenigen Jahren hatte die Hansestadt zumindest bei Touristen, höchstens sechs Attraktionen: Landungsbrücken, Reeperbahn, Planten und Blomen, den sonntäglichen Fischmarkt und den „Tierpark Hagenbeck“. Außerdem gehörte ein Musicalbesuch zur Hamburgreise wie Fischbrötchen oder Labskaus. Doch inzwischen bietet Deutschlands zweitgrößte Stadt mehr als Seemannsatmosphäre, Rotlichtszene und Bühnenspektakel.

Stadt mit vielen Gesichtern
Zwischen dem ländlichen Billwerder im Osten und dem schicken Blankenese im Westen ist Weltstadtflair zu finden: der Charme von Paris in den Straßencafés der „Langen Reihe“ gleich hinter dem Hauptbahnhof, im Schanzenviertel oder in Ottensen hinter dem Altonaer Bahnhof. Wer eine Bootsfahrt durch die Fleete macht, kommt unter mehr Brücken hindurch als in Venedig. Der fast weiße Sandstrand am Elbufer ab Övelgönne ist länger als die Playa de Palma auf Mallorca.

Die Bummelzonen entlang von Hausbooten mit Cafés, Restaurants und kleinen Theatern ist romantischer als die Grachtenviertel von Amsterdam. Kein Wunder, dass die Touristenzahlen inzwischen auf über 17 Millionen pro Jahr gestiegen sind.

Wer einmal da war, bekommt Appetit auf mehr. Die neuen Highlights sind neben der Speicherstadt mit dem neuen Wahrzeichen Elbphilharmonie und der Hafencity mit den Kreuzfahrtterminals vor allem die neuen grünen Seiten der Stadt. Sie können zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Leihrad bequem entdeckt werden. Ein oder zwei Tage Besichtigungsmarathon werden am besten mit erholsamem Badeurlaub kombiniert.

Das schönste Wiesen-, Wald- und Seenparadies liegt im Südosten bei Billwerder und ist von der Innenstadt mit der U-Bahn 3 oder der S-Bahn (Haltestelle MittlererLandweg) und dem Bus (330) oder in einer halben Stunde mit dem Fahrrad schnell zu erreichen. (Bildrechte: www.mediaserver.hamburg.de)

Text: Wolfgang Polte

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