Kambodscha: Atlantis im Dschungel

Kambodscha
Toller Blick vom Helikopter aus auf die pittoreske Tempelanlage von Phnom Krom

Das von Kriegen zerrüttete Kambodscha rüstet sich für den Tourismus. Vor allem Siem Reap entwickelt sich zu einer aufblühenden Stadt. Der Anflug auf Siem Reap ist erstaunlich. Wir fliegen über weite Landstriche, die noch unter Wasser stehen. Der feuchte Südwestmonsun, der von Mai bis Oktober viel Regen bringt, hat weite Teile des Landes in eine Seenlandschaft verwandelt. Nach der Landung spüren wir eine der Auswirkungen des Monsuns am eigenen Körper.

Als die Flugzeugtür geöffnet wird, umhüllt uns feuchtwarme Luft. Schnell bilden sich die ersten Schweißperlen auf der Stirn und wie auf Kommando verlangsamen wir jegliche Bewegung. Auf uns wartet bereits „Mr. Pich“. Er ist Führer und Fahrer in einer Person, den uns das Hotel vermittelt hat. Er ist ein Glücksgriff, wie sich in den nächsten Tagen herausstellt. Da wir der Hitze zunächst einmal entkommen wollen, vereinbaren wir erst für den frühen Abend eine kleine Tour mit Mr. Pich.

Angkor Archaeological Park

Als uns Mr. Pich nach der langen Mittagspause abholt, müssen wir erst einmal die Formalitäten erledigen. Da wir den sogenannten Angkor Archaeological Park besuchen wollen, benötigen wir eine Eintrittskarte. Die gibt es in mehreren Varianten. Wir besorgen uns gleich einen 3-Tages-Pass und sind froh, dass wir an die notwendigen Passbilder gedacht haben. Doch jetzt heißt es erst einmal warten, denn außer uns wollen noch zahlreiche andere Touristen einen Pass. Spätestens jetzt wird uns klar, wie sehr sich Siem Reap verändert hat. Überall sind neue Hotels oder Restaurants entstanden. Busladungen voller Touristen sind scheinbar allgegenwärtig. Als wir das erste Mal in Siem Reap waren, gab es wöchentlich nur ein paar Flüge mit Bangkok Airways.

Das kleine Städtchen war noch vor einem Jahrzehnt eine Hochburg von Rucksacktouristen,

die für wenige Dollar ein Zimmer in einem der wenigen, aber preiswerten Gästehäuser bezogen. Damals waren die meisten Europäer allerdings keine Touristen sondern Angestellte von Hilfsorganisationen. Alles Schnee von gestern. Mittlerweile gibt es längst das neue Flughafenterminal und nicht zuletzt dadurch erlebt das Städtchen einen enormen Boom. Immer mehr Fluggesellschaften bringen Touristen aus Korea, Vietnam, Malaysia oder Singapur nach Siem Reap. Dementsprechend vielfältig sind heute die Unterkunftsmöglichkeiten. Zwar gibt es noch immer preiswerte Gästehäuser, allerdings umfasst das Hotelangebot inzwischen auch viele stilvolle Luxusherbergen.

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Doch den Touristenscharen kann man entkommen.

Allein schon um der Hitze zu entgehen, stehen wir an unseren Besichtigungstagen morgens um fünf Uhr auf. Als Frühstück muss eine Tasse Tee ausreichen, die wir uns auf dem Hotelzimmer zubereiten. Bis die ersten Busse mit Touristen vor den Sehenswürdigkeiten halten, haben wir bereits drei oder vier Stunden Besichtigungen in schönster Ruhe hinter uns. Unsere Tempeltouren sind atemberaubend. Ob Angkor Wat oder Angkor Thom – Mr. Pich führt uns fachkundig durch die weltberühmten Anlagen.

Doch auch die kleineren Tempel haben es uns angetan. So zum Beispiel der vom Urwald eroberte Tempel Ta Prohm. Riesige Urwaldbäume wachsen auf dem alten Gemäuer. Körperdicke Wurzeln und alte Steinquader sind so undurchdringlich miteinander verwoben, dass die Wurzeln den Tempel inzwischen vor dem Einsturz bewahren. Nach unseren morgendlichen Tempeltouren kehren wir hungrig ins Hotel zurück, denn auf die von Mr. Pich angebotene Leckerei – geröstete Vogelspinnen – haben wir während der Tour doch lieber dankend verzichtet.

Heli-Tour über Angkor Wat & den Roluos Tempelbauten

Natürlich sind die Tempelanlagen, wie etwa Angkor Wat, allein schon wegen ihrer Größe einmalig. Aber auch die weniger gigantischen Anlagen ziehen Besucher in ihren Bann. Vor allem der Bayon Tempel, mit seinen meterhohen in Stein geschlagen Gesichtertürmen, ist einer jener Anlagen, die einem noch Jahre später in Erinnerung sind. Als unser 3-Tages-Pass für den Angkor Archaelogical Park abgelaufen ist, entscheiden wir uns für einen krönenden Abschluss. Wir buchen eine Heli-Tour bei der Firma Helicopters Cambodia.

Ein seit vielen Jahren in Kambodscha lebender australischer Pilot

fliegt mit uns eine große Runde über Angkor Wat und die Roluos Tempelbauten. Sicher bringt uns der Helikopter auch zur pittoresken Tempelanlage von Phnom Krom. Sie liegt auf einem kleinen rund 130 Meter hohen Berg etwas abseits vom See Tonle Sap. Die Heli-Tour macht uns eines klar: Wer den Tempelanlagen etwas abgewinnen kann, der ist in Siem Reap und Umgebung genau richtig und schöner hätte ein Abschluss nicht sein können. Auch Mr. Pich ist froh. als wir wieder auf dem Boden landen, schließlich will er uns sicher und gesund zum Flughafen bringen. (Text & Bild: Dominik Peter 3.13)

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