Test: Flugportale – Buchen, sparen… oder richtig ärgern!

Der Test: Flugportale einmal genauer betrachtet
Der Test: Flugportale einmal genauer betrachtet

Alle Flugportale locken mit vermeintlich billigen Ticketpreisen. Clever reisen! will es genau wisssen:
Wer hat die besten Preise? Wer bietet Service und Beratung? Wer ist verbraucherfreundlich? Wer zockt ab? Wo gibt es zum Schluss die dicke Rechnung? Auf den ersten Blick, scheint es recht einfach zu sein, ein Flugticket im Internet zu kaufen. Die Buchung lässt sich mit wenigen Klicks erledigen. Vielen Deutschen ist die Prozedur von der Buchung ihrer Urlaubsflüge bereits vertraut, denn rund 40 Prozent der Urlauber jetten mit dem Flugzeug in die Ferien – Tendenz steigend.

Die Anzahl der Flugtickets, die Passagiere selbst im Internet buchen, wird auch daher in nächster
Zukunft kontinuierlich zunehmen, wenn man Fachleuten glauben darf.
Doch zugleich ist festzustellen, dass es den Kunden von manchen Flugportalen schwierig gemacht wird, unter transparenten Bedingungen und zu fairen Konditionen zu buchen.

Wer auf Portalen wie beispielsweise Airline Direct oder Fluege.de eine Suchanfrage startet, bekommt zunächst unvermeintlich günstige Ticketpreise gelistet. Doch die Preise sind nur dann erhältlich, wenn die Kosten des Tickets mit einer bestimmten Bezahlart beglichen wird. Bei den beiden Genannten etwa mit der hauseigenen Kreditkarte (siehe Tabelle).

Hat der Kunde diese Karte nicht, werden am Ende mitunter saftige Gebühren aufgeschlagen. Auch wenn auf der Startseite durch das Kleingedruckte auf die günstige Bezahlart hingewiesen wird, ist dies keine verbraucherfreundliche Vorgehensweise.

Hohe Zahlgebühren!

Durch diese Praxis verteuerte sich bei Airline Direct und Flug.de ein Lufthansa-Flug von München nach Barcelona von 105 Euro auf stolze 167 Euro. Immerhin ein satter Aufschlag von 59 Prozent.

Von Clever reisen!, Verbraucherschützern und von seriösen Portalbetreibern wird solches Geschäftsgebaren seit Jahren unisono angeprangert. Doch die gesamte Branche hat bisher keine klare Antwort auf derartig „unliebsame“ Portalbetreiber.

In unserem Test haben wir allerdings eine klare Antwort:
Portale, die nicht wenigstens eine allgemein übliche Bezahlart anbieten, für die keinerlei Kosten anfallen, auch keine indirekten, fallen in unserem Test durch und werden nicht bewertet.

Erfreulicherweise gibt es jedoch viele Alternativ-Portale, deren Verkaufspolitik transparenter ist. Sie wurden im Test mit dem Siegel „Fairer buchen“ ausgezeichnet.

Bei der Siegelvergabe wurde nicht die Höhe der Ticketpreise bewertet. Es ging vielmehr darum, ob der Startpreis auch Endpreis bleibt – oder durch Bezahl- oder Verwaltungsgebühren oder sonst irgendeine fantasievolle Gebühr – sich verteuert. Erfreulicherweise haben von zehn getesteten Portalen immerhin sechs das Siegel „Fairer Buchen“ erhalten.

Text: Lutz Kaulfuß
Bildquelle: gratisography

Die Tabellen und noch mehr Infos zu unserem Test findet ihr in Clever reisen 1/17. Unter folgenden Links könnt ihr die Ausgabe direkt online bestellen:

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