Porto Santo: Noch ein kleines Geheimnis

Der goldgelbe Sandstrand Campo de Baixo von Porto Santo
Der goldgelbe Sandstrand Campo de Baixo von Porto Santo

Wieder entdeckt mit neuen und ewigen Attraktionen: Ein Golfplatz mit Meerblick, goldgelber feinster Sandstrand, perfekte Tauch- und Schnorchelreviere dazu Bergwandern mit grandiosen Aussichten auf den Atlantik. All das bietet die portugiesische Atlantik-Insel Porto Santo, Madeiras Schwesterinsel.

Nach der achtzigsten Stufe höre ich auf zu zählen. Der Aufstieg zum Pico do Castelo ist steiler und länger als ich gedacht habe. Denn Porto Santo, die 41 Quadratkilometer kleine Schwesterinsel von Madeira, war mir eher als kahl, flach und etwas langweilig beschrieben worden.

Größte Attraktion sei der neun Kilometer lange, goldgelbe Sandstrand Campo de Baixo. Alles ziemlich falsch.
Nur die Beschreibung des Strandes stimmt. Er ist wirklich goldgelb und einer der schönsten Strände Europas. Doch der Reihe nach.

Nach etwa einer Stunde Aufstieg über steinige, holperige Wege und brüchige Stufen ist der Gipfel des 437 Meter hohen Pico do Castelo erreicht. Der Nachbarberg Pico do Facho ist sogar 517 Meter hoch. Dahinter verschwindet der Pico do Gandeia, übersetzt „gute Laune Berg“, in leichtem Dunst.

Drei Berge mit blühenden Hängen, Pinien und Wacholder. Seit über 60 Jahren wird hier aufgeforstet. Es wurden eine Zeit lang 100. 000 Pflanzen, Sträucher und Bäume jährlich angepflanzt. Über 50 000 Palmen, von den benachbarten Kanarischen Inseln importiert, säumen inzwischen die Straßen.

„Es gibt nichts Schöneres als meine Insel“, meint José, mein Bergführer.

Was Urlauber erwartet

José, der ein etwas gebrochenes aber gut verständliches Deutsch spricht, zählt auf: „Ganz viel Ruhe, ganz große Sicherheit und Urlaub für wenig Geld.“ Außerdem wachsen auf der Insel die besten Tomaten Portugals und die Trauben, aus denen der delikate Weißwein Verdelho gekeltert wird.

Alles zusammen addiert sich zu einem perfekten Sonnenurlaub. Vom Hauptort Vila Baleiro kann man zu Fuß an den langen Sandstrand gehen. Die meisten Urlauber lassen sich von einem der kleinen Pferdekarren bringen oder fahren mit dem Rad.

Noch bequemer ist es, wenn man eines der elf Hotels oder Bungalows direkt am Strand bucht. Die meisten haben einen modernen Wellnessbereich und Saunen, so dass drei inzwischen ganzjährig geöffnet sind.

Wenn die Direktflüge vom Festland ausgesetzt werden (zwischen November und März) kann Porto Santo ab Madeira in zwei bis drei Stunden per Fähre oder in 15 Minuten mit einem Propellerflugzeug erreicht werden. Ohne Stopp durch eine Ampel geht es in wenigen Minuten vom etwas zu groß geratenen Flughafengebäude in die Hotels.

Text: Wolfgang Polte
Bild: FA Madeira

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