Dublin: Coole City & wilder Atlantik

"The Oliver St. Gogarty": Einer der 40 Pubs im Temple Bar Bezirk
„The Oliver St. Gogarty“: Einer der 40 Pubs im Temple Bar Bezirk

Dublin per Bahn und Bus zu erkunden ist möglich, aber nicht wirklich notwendig. Von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten ist es nie weit. Alles liegt nah beieinander.

Hier florieren folglich „Walking-Tours“, bei denen man mit ‚Guides‘ zu Fuß durch die Stadt läuft. Wenn es aber schnell gehen soll: In Dublin gibt es – gefühlt – mehr Linienbusse als Privatwagen. Am ‚Trinity College‘ – im Zentrum der Stadt – halten 65 Buslinien, Nachtbusse inklusive. Mehr geht nicht!

Dublin auf eigene Faust

Die Tour beginnt man am besten am „General Post Office“ an der O’Connell Street. Das ist fast ein heiliger Ort für heimatstolze Iren: Hier wurde 1916 die Irische Republik ausgerufen. Hier kämpften Aufständische gegen die Briten, die Irland beherrschten. Hier wurden 16 Freiheitskämpfer festgenommen, und bald darauf erschossen. Einer von ihnen war Daniel O’Connell, nach dem die heutige Prachtstraße vor dem Post Office benannt wurde.

Die Besichtigung dieses Postamts ist also geradezu Pflicht! Von dort aus geht es für die meisten über den River Liffey und die Westmoreland Street zur Hauptsehenswürdigkeit Dublins, das Trinity-College – 10 Gehminuten insgesamt.

Kaum ein Fremder beachtet dabei einen Zugang zum Untergeschoss von Westmoreland Street No. 13. Schade eigentlich, denn genau hier eröffnete vor 88 Jahren ein heimwehkranker irischer Friseur seinen Salon. Wie der aussehen musste, stand für den Figaro fest. Schließlich hatte er im vornehmen Salon des New Yorker Waldorf- Astoria-Hotels gearbeitet.

Wer wissen will, wie es dort einst aussah, muss hier in Dublin nur eine Treppe hinunter zum „The Waldorf Barbershop“ hinabsteigen. Im Salon arbeiten die Urenkel des New Yorker Heimkehrers.

Sie freuen sich, dass Ur-Opas ‚Haircuts‘ aus den 1920er Jahren wieder modern sind. Der Haarschnitt ist preiswert und beliebt, auch wegen des hier ständig neu aufgebrühten Kaffees, der im Preis inbegriffen ist. „Mit der Beste der City“, preist ihn die Stammkundschaft.

Wild Atlantic Way – der wilde Westen

Wie man einen Rekord zusammenbastelt, wissen die Iren. „Bei uns gibt es die wohl längste Küstenstraße von Europa und vielleicht der Welt“, rühmt die irische Fremdenverkehrsorganisation den „Wild Atlantic Way“. Es ist ein kleinteiliges Wege-Mosaik.

„2600 Kilometer Weg, immer hart am Ozean. Daraus wird zusammengerechnet eine gewaltige Strecke! „600 Kilometer länger als die Straße entlang der US-Pazifiküste“. Der Trick dabei: die Iren verbanden jede Straße, jeden Weg und jede Zufahrt zu Buchten und Stränden miteinander.

Der Wild Atlantic Way beginnt im Norden der Insel vor Innishowen im Donegal County, dort, wo es weiter nordwestlich nur noch Meer gibt, und führt in südlicher Richtung hinunter nach Kinsale, einer Kleinstadt im County Cork. „Es ist eine Kette von Küstenpisten“.

Nur dies zählte: Zwischen dem Atlantic Way und dem Atlantik selbst durfte es keine weitere Straße mehr geben. Gerade Strecken gibt es nicht. Kurve folgt auf Kurve und eine Steigung auf die andere.

Text: Armin E. und Ursula Möller Mitarbeit: Lara Bister
Bild: pixabay

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