Australien: The Ghan – per Luxuszug durch das Outback

The Ghan - Australien
Muss man erlebt haben: Das berühmte australische Eisenbahnabenteuer „The Ghan“

An „Down under“, Australien also, muss man sich erst gewöhnen. Autos fahren auf der linken Straßenseite. Das geht ja noch. Aber Weihnachten im Bikini? Der Dezember ist in Australien ein Sommermonat. Der Norden des Landes ist tropisch heiß und von der Küste hier ist es näher zu Indonesien als in den kühlen australischen Süden. Und mit dem Zug fährt man zum Vergnügen durch den Kontinent, sonst reist man per Flugzeug. Die Eisenbahn bietet Kreuzfahrten auf Schienen an.

„N 4 – hinteres Drittel des Zuges! “ – eine Zugschaffnerin des „Ghan“ hakt Namen auf einer langen Liste ab. „Gepäck bitte da drüben hin, geht in den Packwagen. Nur mitnehmen, was man wirklich braucht. Koffer im Schlafwagenabteil würden Sie sehr einengen.“ Das berühmte australische Eisenbahnabenteuer “The Ghan“ beginnt mit Buchstaben und Zahlen. „N ist der Wagen, 4 das Abteil – ganz einfach. Da haben Sie Glück, Nach A oder Q muss man lange laufen. Unser Ghan ist heute fast einen Kilometer lang“.

Die Zugbegleiter sind stolz auf ihre Bahn mit ihren silberglänzenden Wagen. Sie kennen die Details. „Die Loks sind 4000 PS stark. Zwei sind vorgespannt – aber nur eine wird gebraucht. Nummer 2 fährt zur Sicherheit mit, als Reserve für Störungen. Die Strecke von Darwin im äußersten Norden Australien bis ins südaustralische Adelaide ist immerhin 2979 Kilometer lang. Es geht stundenlang durch menschenleeres wüstenähnliches Land. Da ist es gut, wenn eine Ersatzlok da ist, falls Nummer 1 ausfällt“.

Kaum im Abteil angekommen, klopft es bereits an der Tür. „Restaurantmanager!“ stellt sich ein drahtiger Mann in Ghan-Uniform vor. „Ich bin hier für gut 100 Passagiere zuständig, da ist Planung alles. Wann bitte wollen Sie zu Mittag essen? Welche Sitzung für das Dinner und welche für das Breakfast bevorzugen Sie?“ Die Wunschzeiten passen, er verteilt Umhängekärtchen,
„da sind auch schon die Ausflüge vermerkt“. Der Zug hat den Kakadu Nationalpark unterhalb von Darwin erreicht. Die Passagiere versammeln sich in den drei Salon-Cars des Zuges. Das ist eine Art Polsterwohnzimmer auf Rädern, das mit seiner Bar entfernt an irische Pubs erinnert. Der Barmann begrüßt jeden Gast mit einem Glas Champagner. „Wir sind hier im Burke-and-White-Wagen“ kommentiert er ein Wandbild, das wild aussehende Männer zeigt.

„Australische Pioniere, sie haben 1862 die Süd-Nord- Route erforscht“. Dass sie am Ende ihrer Expedition verhungerten, erwähnt er nicht. Der Salonwagen füllt sich. „Wir haben hier alle Arten von Spirituosen, Weine – meist beste australische Sorten – und Snacks jeder Art, natürlich auch Kaffee und Tee. Ist alles frei. Wurde mit dem Fahrpreis bezahlt. All inclusive!“ Das gilt so auch für die Ausflüge entlang der Strecke. Es geht jeweils ins trockene Herz Australiens, ins Outback, das steppen- und wüstenähnliche Land, das drei Viertel der Fläche des Kontinents umfasst. „Also genau dorthin, wo man sonst nicht hinkommt!“ (Bild Copyright: The Ghan)

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