Thailands Cheow-Lan: See der Überraschungen

In den schwimmenden Pontons auf dem thailändischen Cheow-Lan See sind es vom Bett aus nur drei Meter bis zum Wasser. Foto: Wolfgang Polte

Ein fröhliches „Grüezi“ klingt von der schwimmenden Miniinsel nebenan. Es ist morgens um sechs. Ich reibe mir die Augen, blicke aus dem offenen Luxuszelt und sehe einen kornblumenblauen See, dahinter wie Scherenschnitte vier Bergkegel. Bin ich am Vierwaldstätter See? Nein! Ich schaukele sanft auf einem Ponton mitten auf dem Cheow-Lan-See. Über mir schwebt der Schleier eines Himmelbettes. Von draußen höre ich ein Klatschen. Die Schweizer Nachbarin ist mit einem Kopfsprung ins Wasser getaucht und ruft mir zu: „Komm auch rein!“ Vom Bett sind es drei Schritte zum Wasser. Nach meinem Sprung weiß ich: Das kann kein Schweizer Bergsee sein. Das Wasser ist so warm wie in der Badewanne. Und es ist Februar.

Eine Art thailändische Schweiz

Ich schwimme in Thailands zweitgrößtem Stausee, der manchmal auch Chico-Lan-See genannt wird und im tiefen Süden des Landes liegt. Rund vier Stunden hat mich ein Minibus von der Urlauberinsel Phuket hierher gebracht, obwohl die Luftlinie nur rund 100 Kilometer misst. Unsere kleine Gruppe ist etwa zwei Stunden über Serpentinenstraßen fast wie in den Alpen gefahren. Endstation war aber nicht eine Alm mit Kühen, sondern ein Camp mit Elefanten. Von dort war es nur noch eine gute halbe Stunde im offenen Jeep bis zum See, der mit 165 Quadratkilometern doppelt so groß wie der Chiemsee ist und sich seit 1982 hinter einer riesigen Mauer bis 90 Meter Tiefe aufgestaut hat.

An seinen Ufern entstand ein neues Urlaubsparadies, eine Art thailändische Schweiz mit seltenen Tieren und Pflanzen, undurchdringlich erscheinendem Dschungel, kleinen Orten, aber auch bebauten Feldern und blühenden Wiesen. Ein Teil des Sees ragt in den Khao-Sok-Nationalpark, in dem es noch Malaienbären und Tiger geben soll. Wir sehen bei einem Ausflug nur hunderte von Schmetterlingen, aber immerhin auch einige Nashorn- und Eisvögel.

Natur pur!

Beeindruckender als die Tierwelt sind die Naturschönheiten, etwa der Bang-Hua-Raet-Wasserfall oder die Khang-Khao-Höhle mit tausenden von Fledermäusen, die höllischen Gestank verbreiten. Mit Lek, einem ständig gutgelaunten Thai, knattere ich in einem Longtailboot quer über den See zu einem Regenwald-Camp. Wir wandern von dort über trockene Dschungelpfade. Zu sehen gibt es wilde Orchideen. Affen huschen von Baum zu Baum. Eine kleine Schlange gleitet über den Weg. Insekten schwirren. Schweiß tropft. Alle sehnen sich nach dem nächsten kalten Bier oder Wasser, das Lek uns verspricht, wenn wir wieder auf seinem Boot sind. Das dauert immerhin anderthalb Stunden.

Ob die Gegend rund um den Cheow-Lan See noch mehr zu bieten hat? Den kompletten Artikel über Thailänds Urlaubsparadies könnt ihr in der Clever reisen! Ausgabe 4/17 lesen.

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