San Andres – Reggae, Rum und ganz viel Ruhe

Segler und Spaziergänger am Stadtstrand von San Andres
Ob Spaziergang oder Segeltörn: Der malerische Küste von San Andres bietet vielerlei Möglichkeiten der entspannten Unterhaltung. (Quelle: Wolfgang Polte)

Sein Lächeln ist schon von weitem zu sehen. John, wie er sich kurz darauf vorstellt, steht mit einem riesigen Namensschild in der Ankunftshalle des kleinen Flughafens von San Andres und begrüßt unsere Vierergruppe mit einem herzlichen „Hello“ und gleich einer Überraschung. „Sie sind nicht mehr in Kolumbien. Sie sind jenseits unseres Mutterlandes.“
Was das bedeutet, werde ich in den nächsten zwei Wochen erleben: absolut sicher, überhaupt nicht hektisch, sehr sauber. Wird in der Hauptstadt Bogotá oder in der Küstenstadt Cartagena auch viel Englisch gesprochen, scheint die einzige Sprache auf der Insel Spanisch zu sein.

Sieben Blautöne und goldene Strände

Schon zwanzig Minuten später weiß ich, was Juan mit seinem „Jenseits“ meint. Nach der kurzen Fahrt durch dicht bebaute Straßen liegt das Meer vor uns. Wie im Reiseführer versprochen, schimmert es in sieben Blautönen, davor dehnt sich ein gold leuchtender Palmensandstrand, am Horizont eine kleine Palmeninsel und im Hotel ein großes Durcheinander. Die Rezeptionistin des Vier-Sterne-Hotels versteht kein Englisch und schon gar nicht Deutsch. Sie findet unsere Namen nicht. Gut, dass John noch da ist. Er übersetzt, dass für uns kein Zimmer reserviert wurde. „Ich mach das schon“, beruhigt er. Dann palavert er zwanzig Minuten ins Telefon und immer wieder mit der Rezeptionistin. Plötzlich taucht eine Frau auf, die Englisch kann. Dann haben wir auch das Zimmer.

Größte moderne Shoppingzone in der Karibik

Alles kommt uns ein bisschen spanisch vor und das ist es auch, was uns erwartet. Ohne spanische Sprachkenntnisse geht fast nichts auf der Insel, die zwei Flugstunden von der kolumbianischen Küste in der Karibik liegt und der Rest des einst großkolumbianischen Reichs ist, zu dem bis ins 19. Jahrhundert auch Ecuador, Panama, Venezuela und Teile Perus sowie Guayanas zählten. Erst vor zehn Jahren wurde San Andres und die umliegenden Inseln endgültig Kolumbien zugesprochen. Nicaragua beanspruchte sie, weil die insgesamt drei Trauminseln am nächsten an dem mittelamerikanischen Land liegen. Daran orientiert sich auch die Inselbevölkerung, meistens Nachkommen von Sklaven, Piraten, Freibeutern und spanischen Eroberern.

Entsprechende Begegnungen haben wir in den nächsten zwei Wochen: Da gibt es absolut hilfreiche Inselbewohner. Einige wollen abzocken, mit anderen lässt sich handeln und ein paar wollen einfach nicht verstehen.

Erstes Beispiel für liebevolle Hilfsbereitschaft: Da unser Hotel recht hohe WLAN-Gebühren verlangt, flüstert mir der Portier augenzwinkernd zu: Zwanzig Schritte weiter rechts vor dem Café „Juan Valdez“ ist WLAN umsonst. Auf dem Mäuerchen davor scheint sich am Abend die ganze Inselbevölkerung zu treffen, vor allem, um im Internet zu surfen.
Beispiel für Abzocke: Ein Zweimetermann lockt mit einem Inselausflug, den wir am übernächstes Tag für die Hälfte des Preises bekommen.

Gleich hinter der „Internetzone“ beginnt rechts der Palmenstrand. Wer links abzweigt, befindet sich nach wenigen Schritten in der größten modernen Shoppingzone der Karibik. Dazwischen verläuft eine Strandpromenade, die mit den Promenaden von Nizza, Mallorca oder der Costa del Sol konkurrieren kann.
San Andres ist Freihandelszone, ein Shoppingparadies für zollfreie Markenkleidung, Lederwaren, Uhren, Alkohol und Parfum. Hier decken sich nicht nur vor allem Touristen aus den USA, Kanada und Südamerika ein, sondern auch Festlandskolumbianer.

Wo findet man noch das ursprüngliche echte Karibikleben? Die Antwort und andere spannende Erkenntnisse, könnt ihr in der Clever reisen! Ausgabe 4/17 weiterlesen.

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