Azoren – Wanderlust auf Sao Miguel

Kratersee von Sao Miguel
Azurblaue Kraterseen prägen das malerische Bild der Azoren-Insel Sao Miguel (Foto: ATA Touristenverband Azoren)

Du fliegst auf die Azoren? Das ist doch…, ach wo ist das noch gleich? Zugegeben, bei einem Blick auf die Weltkarte sind die Azoren leicht zu übersehen. Nur wer genau hinsieht, entdeckt die neun winzigen Inseln zwischen Europa und Nordamerika, umgeben vom endlosen Blau des Atlantischen Ozeans. Hier rollen die Wellen mitunter heftig an Land und machen so vor allem die Surfer glücklich.

Zu jeder Jahreszeit erträglich

Die größte der neun Inseln, São Miguel, könnte grüner nicht sein. Im Winter ist es meist mild, im Sommer angenehm warm, dank hoher Luftfeuchtigkeit und regelmäßigen Niederschlägen, ein wahres Paradies für Pflanzen aller Art. Besonders die leuchtend gelbe Girlandenblume sowie Farn und Hortensien fühlen sich in der von Vulkankratern geprägten Landschaft sichtlich wohl.

Massentourismus ist auf den Azoren noch ein Fremdwort und so bin ich ein wenig überrascht, als in Ponta Delgada, der größten Stadt auf São Miguel, ein Hop-on, Hop-off Bus an mir vorbei fährt. Doch mit gerade mal 19 Sitzen, ist er nicht mal so groß wie ein Linienbus. An doppelstöckige Touristenbusse in knalligem Rot, wie sie in London oder Berlin durch die Straßen rollen, ist nicht zu denken. Egal zu welcher Tageszeit oder an welchem Tag, ich treffe in der Regel den gleichen Busfahrer und begrüße ihn inzwischen freundschaftlich. Die Route führt nicht, wie zu vermuten, vorbei an Sehenswürdigkeiten, sondern entlang der beliebtesten Wanderwege der Insel.

Wanderung zum Feuersee

Der Bus hält auf dem Vulkankessel mitten im Nichts, keine Autos, keine Menschen, keine Häuser. Nichts außer absoluter Stille. Ich stehe am Kraterrand und schaue hinunter auf den Lagoa do Fogo, den Feuersee, der auf 575 Metern Höhe in strahlendem Türkis friedlich unter mir ruht. An diesem Ort scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, die wilde Natur wirkt so, als hätte sie bereits vor hunderten von Jahren genauso ausgesehen. An diesem Morgen deckt der Nebel den Rand des Kraters sanft zu und verleiht dem Ort zusätzlich etwas Mystisches. Ich mache mich auf zum Abstieg, hinunter zum See. Die Pflanzenwelt hat sich die gesamten Kraterwände zurück erobert, sattes Grün wohin ich blicke. Der Wanderweg ist nicht befestigt, der Abstieg hin und wieder etwas steil. Farn, wilde Himbeeren und Brombeeren, wuchern von allen Seiten und buhlen um die Aufmerksamkeit des Betrachters.

Sieht ein bisschen aus wie Jurassic Park, bemerkt ein Freund. Ganz unrecht hat er nicht. Denn in der Tat sieht es hier aus wie in einer anderen Welt. Nach etwa 30 Minuten erreiche ich das Ufer und spaziere eine Weile am See entlang. Von hier unten sind die grünen Felswände noch gewaltiger, noch imposanter, wie sie da liegen, umgeben von majestätischer Ruhe.

(Bildrechte: ATA Touristenverband Azoren)

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