Nicht nur in Afrika: Safaris rund um die Welt

Quartett in Australien mit Schildern
Aufregende Safari-Touren, gibt es nicht immer nur in Afrika zu erleben (Foto: Bildarchiv)

Während Afrikas Savannen das traditionelle Safarierlebnis definieren, sind Safaris heutzutage nicht mehr alleine auf den schwarzen Kontinent beschränkt. In vielen anderen Gegenden der Welt ist das Wildleben ebenso eindrucksvoll, sind die Ökosysteme genauso vielfältig. Zum Beispiel sind die Regenwalddschungel Borneos Heimat asiatischer Elefanten, Nasenaffen und Orang Utans. Darüber hinaus bietet auch Australien eine Fülle anTierarten, die einzigartig in der Welt ist.

Für abenteuerlustige Reisende mit der Absicht, die vielfältigsten und wertvollsten Ökosysteme des Planeten selbst zu erkunden, stellen wir einige der besten Safariziele weltweit vor.

Afrika – Die “großen Fünf”

Unter dem Begriff “Die großen Fünf” fassten Großwildjäger einst Löwen, afrikanische Elefanten, Leoparden, Gnus und Nashörner zusammen. Das sind jene Tierarten, die zu Fuß am gefährlichsten zu erlegen waren. Populär sind diese fünf Spezies auch bei modernen Safariteilnehmern geblieben, obwohl sie heute nicht mehr mit großkalibrigen Jagdgewehren, sondern eher mit Digitalkameras und Teleobjektiven bewaffnet sind. Ob und wie oft eine oder mehrere Spezies der “großen Fünf” gesichtet werden, zählt bis heute zum Schlüsselkriterium wie erfolgreich (und erlebnisreich) eine Safari verläuft.

Das Masai Mata Nationalreservat in Kenia und der benachbarte Serengeti Nationalpark in Tansania sind die besten Gegenden in Ostafrika, zur Beobachtung von Tieren in freier Wildbahn. Die ungeheuer weitflächigen Parks erleben alljährlich die Wanderung von Millionen von Gnus, Zebras und Thomsongazellen. Eine solche Masse potentieller Beute zieht naturgemäß auch Großkatzen und andere Raubtiere wie Hyänen an, während in den Flüssen Krokodile ihrer Chance harren.

Südafrikas Krüger Nationalpark ist eines der flächenmäßig ausgedehntesten Wildreservate Afrikas. Außerdem beherbergt er mehr individuelle Säugetierarten als jeder andere Park des Kontinents. Buchstäblich tausende Elefanten bevölkern ihn, und abgesehen von den “großen Fünf” haben Safariteilnehmer auch die Gelegenheit, Geparden, Nilpferde, Giraffen, Zebras und den vom Aussterben bedrohten afrikanischen Wildhund zu beobachten (und zu fotografieren).

Anreise:
Transfer von Nairobi zu den Flughäfen Kilimanjaro oder Arusha. Von dort sind es etwa acht Stunden Überlandfahrt zum Masai Mara Nationalreservat oder ein kurzer Flug in einer Kleinmaschine zum Feldflughafen Kirawari im Serengeti Nationalpark.

Unterkunft:
Bilila Lodge Kempinski, Serengeti Nationalpark: Eine stilechte 5-Sterne-Lodge mit betörendem Ausblick über die Serengeti.
Protea Kruger Gate, Krüger Nationalpark: Reguläre Suiten und Châlets sind um ein “Baumhaus” herum gruppiert, in dem Gäste unter dem Sternenhimmel nächtigen können.

Borneo – Orang Utans und Ökotrekking

Kein Besuch auf der Rieseninsel Borneo wäre komplett ohne eine Begegnung mit dem berühmtesten Einwohner, dem Orang Utan (was auf malayisch “Waldmensch” bedeutet). Überall auf der Insel befinden sich Orang Utan-Reservate. Das bekannteste unter ihnen ist das Sepilok Orang Utan Rehabilitation Center in Malaysias Bundesstaat Sabah. Das Reservat umfasst etwa 4.300 Hektar Regenwald. Besucher können die gefährdeten Primaten in der näheren Umgebung vom Hauptquartier entweder von erhöhten Plankenwegen aus beobachten, oder man unternimmt eine etwa fünf Kilometer lange Wanderung durch die dichten Mangrovenwälder des Reservats.

Ein weiterer “Höhepunkt” im sprichwörtlichen Sinn ist Mount Kinabalu, der höchste Berg Südostasiens und als UNESCO Weltkulturerbe anerkannt. Der Berg und seine unmittelbare Umgebung beherbergen mehr als 100 Tier- und 4.500 Pflanzenarten, viele von ihnen endemisch, d. h. sie kommen nur hier vor und nirgendwo sonst. Schon alleine deshalb ist Mount KInabalu perfekt für eine Borneo-Safari. Der Gipfel kann während einer zweitägigen Tour erreicht werden und die Aussicht ist schlichtweg atemberaubend. Übernachtet wird stilecht in Zelten und gekocht wird am Lagerfeuer (Insektenschutzmittel mitnehmen!). Die zu beobachtenden Tierarten umfassen Rehe, Leoparden, Orang Utans, Otter, Wiesel und hunderte von farbenfrohen Schmetterlings- und Vogelarten, die die Baumwipfel des Regenwaldes bevölkern.

Anreise: Flug nach Kuala Lumpur, und ein Transfer nach Kota Kinabalu. Touren und Landtransport können im Stadtzentrum arrangiert werden.

Unterkunft:
Hyatt Regency Kinabalu Hotel: Ein komfortables Businessklassehotel in Kota Kinabalu.
Gayana Eco Resort: Eine moderne und luxuriöse Anlage auf der Insel Pangkor, nur eine kurze Bootsfahrt vom Festland entfernt.

Indien – Auf den Spuren des Tigers

Afrika mag seine “großen Fünf” haben, aber Indien ist die Heimat des Tigers! Der Subkontinent beherbergt außerdem indische Elefanten, asiatische Löwen, indische Nashörner, Bären und mehrere Unterarten von gefährdeten Leoparden; also mehr als genug wilde Tierwelt, um selbst den eifrigsten Hobbyfotografen auf Trab zu halten.

Gir Forest National Park and Wildlife Sanctuary ist dabei der perfekte Platz, um den Traum einer indischen Safari Wirklichkeit werden zu lassen. Der Wildpark beherbergt neben den letzten verbliebenen asiatischen Löwen auch Leoparden, Antilopen, Rehe, Wildschweine, Hyänen, Krokodile und 250 verschiedene Vogelarten.

Kanha National Park in Zentralindien ist ebenso reich mit Flora und Fauna gesegnet. Rudyard Kiplings Dschungelbuch wurde durch die dichten Wälder und das vielfältige Tierleben des Parks inspiriert. Der Park beherbergt Sumpfrehe, mehrere Arten von Leoparden (Erinnern Sie sich an “Bhagira”?) und natürlich auch bengalische Tiger (der hinterlistige “Shir Khan” kommt in den Sinn!). Für die Tigerpirsch besteigt man entweder einen Land-Rover mit Vierradantrieb, oder schwingt sich in die Gondel auf einem Elefantenrücken wie dereinst die britischen Kolonialherren.

Anreise:
Von New Delhi per Flugzeug nach Ahmedabad, etwa 390 Kilometer vom Gir Forest National Park, oder von Mumbai (bis 1995 Bombay) nach Diu, eine Distanz von etwa 110 Kilometer vom Park. Zum Kanha National Park fliegt man von New Delhi nach Nagpur (dem geografischen Mittelpunkt Indiens) und fährt dann die verbleibenden 280 Kilometer bis zum Park.

Unterkunft:
Lion Safari Camp, Sasan Gir: 20 luxuriös ausgestattete Zelte umgeben von Mangobäumen.
Royal Tiger Resort, Kanha National Park: Rustikale Lodges inmitten des Kanha National Park.

Amazonas – Der Fluss und der Dschungel

Die Regenwälder des Amazonasbeckens sind einzigartig auf der Welt in Sachen Ausdehnung und mit ihren Millionen von Pflanzen- und Tierarten. Safaris gehen durch den dichten Dschungel, überqueren Wasserläufe und können Besuche in Forschungszentren, Einbaumfahrten auf dem Amazonas, Trekking durch den Regenwald und Übernachtungen in Eingeborenendörfern beinhalten.

Die Tierwelt in diesem Teil der Erde umfasst Tukane, Makaos, Piranhas, Faultiere, Süßwasserdelfine, Affen (besonders den ohrenbetäubenden Brüllaffen), Anakondas, Pumas und Jaguare. Das Gebiet um den Juma Lake ist von Menschen nur sehr spärlich besiedelt und Safariteilnehmer haben Gelegenheit für ausgedehnte Wanderungen, Kanufahrten, Angeln, Treffen mit Eingeborenenstämmen und Betrachten des atemberaubenden Sternenhimmels.

Safaris um den Mamori Lake sind besonders populär bei Safari-Neulingen. Der See liegt etwa 100 Kilometer von Manaus entfernt und Reiseunternehmer in der Stadt offerieren Dschungeltrekking, Krokodil- und Piranhasichten, Vogelbeobachtung und Kulturaustausch mit Eingeborenenstämmen.

Anreise: Flug nach São Paulo oder Rio de Janeiro (Brasilien), dann ein etwa vierstündiger Inlandsflug nach Manaus, das am Rio Negro liegt, einem Zufluss des Amazonas. In der Stadt kann man bei einem der vielen Reisebüros eine nach eigenen Ansprüchen und Erwartungen maßgeschneiderte Safari buchen.

Unterkunft:
Tropical Manaus: Ein großes Luxushotel mitten im Regenwald des Amazonas.
Juma Lake Inn: Eine rustikale, naturfreundliche Unterkunft, auf Stelzen über dem Wasser des Sees erbaut.

Australien – Abenteuer im Outback

Aufgrund der schieren Größe Australiens sollte sich eine Safari auf ein bestimmtes Gebiet beschränken. Jede Tour in Australiens “Outback” (Binnenwildnis) wird garantiert mit zahlreichen Wildsichtungen belohnt. Reisende sollten deshalb schon im Voraus entscheiden, welche Region sie besuchen wollen und zu welcher Jahreszeit.

Im “roten Zentrum” Australiens liegt Uluru (Ayers Rock). Das nationale Parkland, das diesen gigantischen Monolithen aus rotem Sandstein umgibt, wird von Wallabies, Dingos, Opossums, Emus, Goannas und Kängurus bevölkert, die in dieser ausgetrockneten und nur spärlich bewachsenen Landschaft beheimatet sind. Die beste Jahreszeit für einen Besuch ist während der kühleren und trockeneren Monate von April bis Mai, oder September bis Oktober.

Kakadu National Park im Northern Territory ist im Gegensatz zu Uluru ein Landstrich sattgrüner Regenwälder, von Mangrovendickichten, Flüssen und Wasserfällen. Mehr als 60 Säugetier- und Beuteltierarten sind hier beheimatet, einschließlich Kängurus, Wallabies, Koalabären und Dingos plus 330 vom Aussterben bedrohte Spezies. Die beste Zeit für einen Besuch ist während der trockenen Jahreszeit von Mai bis September. Die Wasserfälle sind dabei spektakulärer im Mai und Juni, während man die meisten Tierarten besser im September beobachten kann. Besucher müssen sich dann vor allen Dingen vor Krokodilen in Acht nehmen.

Anreise:
Kakadu National Park: Flug nach Darwin, sodann die restlichen 171 Kilometer Überland in einem vierradangetriebenen Vehikel.
Uluru: Flüge gehen von jeder großen australischen Stadt nach Alice Springs, wo man dann Vierradtransport mieten oder buchen kann.

Unterkunft:
Longitude 131, Uluru: Fünfzehn schick eingerichtete Zelte am Rand des Uluru-Kata Tjuta National Park .Bamurru Plains, Kakadu National Park: Neun luxuriöse Safarisuiten etwa drei Stunden Fahrt von Darwin.

(Text: Martin Schmidt/Agoda.de)

(Bild: Archiv)

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