Kroatiens Inselwelt: 5 aus 1200

Insel in Kroatien
Kroatien bietet mit 1200 Inseln viele Möglichkeiten für einen einzigartigen Urlaub

Damit die Inselsuche kein Glücksspiel wird: fünf der schönsten und größten kroatischen Inseln im Porträt.

Ja, wenn die Griechen nicht wären! Dann wären die Kroaten Europameister! 1200 Inseln besitzen sie. Das sind einhundert Dutzend! Das reicht für unzählige Urlaube – aber nicht für den Europameistertitel. Der geht mit 2000 Inseln an Hellas. Aber der Vize bietet einen großen Vorteil: Keines seiner Eilande liegt stundenlange Fährpassagen vom Festland entfernt.

Inselhopping vor Kroatien ist die einfachste und kürzeste Sache der Welt! Einzig der aus vier Inseln bestehende Palagruza-Archipel liegt mehr als 100 Kilometer von der Küste entfernt. Auf nautischen Karten wird stets eine Kurve wie eine Kaugummi-Blase um Palagruza gezogen. Hier reichen die kroatischen Hoheitsgewässer fast bis an die italienischen heran.

Krk – Winnetou-Gefühle
Das ist bei Krk im Norden ganz anders. Von der Insel in der Kvarner-Bucht kann man an keiner Stelle das offene Meer sehen. Krk ist umgeben von Binnenmeer, den Inseln Cres, Plavnik, Rab, Grgur und Prvic sowie mit dem Festland durch eine 1432 Meter lange Autobrücke verbunden. Die größte Insel in der Adria – mit 410 Quadratkilometern – weckt trotzdem Winnetou-Gefühle.

Zwar wurden die meisten Szenen auf dem Festland im damaligen Jugoslawien gedreht, aber in der kaum von Vegetation bewachsenen, im grellen Sonnenlicht weiß blendenden Karstlandschaft erwartet man jeden Augenblick, dass Mario Adorf und seine Schurken um die Ecke galoppieren, um Pierre Brice und seinem Freund Lex Barker die Ruhe zu verderben. Das ist das eine Landschaftsbild.

Minuten später, in der nordwestlichen Bucht von Omisalj, bestimmt sattes Grün den Blick. Der Süden zeigt sich mit dichten Wäldern, weshalb Krk zurecht als Insel der Kontraste bezeichnet wird. Und warum Krk seit jeher auch goldene Insel heißt, erklärt kein Schatz, sondern die Sonne: Krk liegt exakt zwischen Äquator und Nordpol, hat um die 2500 Sonnenstunden im Jahr und durch seine geschützte Lage ein ausgezeichnetes Klima, das schon im 19. Jahrhundert gesundheitsorientierte Touristen auf die Insel brachte.

Heute haben dort Familien, FKK-Fans und vor der Küste vor allem die Segler ihr Revier bezogen. In Punat findet sich die größte Marina Kroatiens. Der Stadt vorgelagert in der beinahe kreisrunden Bucht von Punat liegt die ebenfalls kreisrunde Insel Kosljun mit einer kleinen Pfarrkirche darauf. Da die Küste außergewöhnlich zergliedert ist, sind viele Mini-Buchten entstanden, die jeden seinen ganz privaten Strand finden lassen.

Und Kultur zur Abwechslung gibt’s auch: in der Stadt Krk, die von den Venezianern geprägt wurde und in deren Zentrum die Kathedrale steht. Sie wurde in der Spätantike auf den Resten einer römischen Thermalanlage errichtet.

Cres – Wo der Geier segelt
Auf der Autofähre von Valbiska auf Krk nach Merag auf Cres kann man gerade mal ein Sandwich und eine Limo zu sich nehmen sowie zweimal durchatmen, ehe das Schiff schon wieder anlegt. Cres ist schmal – an manchen Stellen nur fünf Kilometer breit –, aber hundert Kilometer lang, Losinj, künstlich durch einen Kanal von Cres getrennt, mitgerechnet.

Auf der Hauptstraße, die von Porozina im Norden mit Verbindung nach Istrien und Rijeka, bis Veli Losinj im Süden reicht, hat man immer wieder die Möglichkeit, gleichzeitig aufs offene Meer in Richtung Italien und auf die Inseln in der Kvarner-Bucht mit dem kroatischen Festland im Osten zu sehen. Cres hat viel Buschwerk und duftet durch üppig wucherndes Wacholder, Salbei und Rosmarin.

Es ist deutlich weniger los als auf Krk, auch, weil die Bademöglichkeiten nicht so zahlreich sind. Obwohl mitten auf Cres eine echte Überraschung wartet: der Vransker Süßwassersee, dessen Grund 60 Meter unter dem Meeresspiegel liegt.

Über dem Inselgrat kreisen weißköpfige Geier, welche die Aufwinde nutzen, um scheinbar anstrengungslos mit ihren bis zu 2,80 Metern Spannweite zu segeln. 60 bewohnte Nester sind bekannt. Im Ökologischen Zentrum von Beli, einem hoch über dem Meer thronenden, zwar seit 4000 Jahren, aber nun von nur noch 40 Menschen bewohnten Dorf, erfährt der Besucher mehr über die seltenen Weißkopfgeier.

Weiter südlich, zwischen Cres und Losinj, haben sich auf der dem offenen Meer zugewandten Seite zudem 150 Delphine angesiedelt. Es ist die nachweislich nördlichste Population im Mittelmeer.

Was einst verbunden war, ist heute getrennt: Zwischen Cres und Losinj wurde ein hundert Meter langer Kanal gebaut. Die so neu entstandene Insel wird dominiert von ihrem Hauptort Mali Losinj, mit knapp 10.000 Einwohnern der größte Inselort in der Kvarner-Bucht. Die Kapitänsvillen, die Fischhalle und die Promenade geben dem Städtchen ein geradezu klassisch mediterranes Flair.

Bildrechte: depositphotos

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