Süd-Apulien: Das neue Italien-Trendziel

Küste im Süden von Apulien
Ein Paradies am Ende der Welt

Wie ein riesiger roter Feuerball plumpst die Sonne ins Meer. Ganz automatisch muss ich an die vielbesungene Sonne von Capri denken. Aber ich bin nicht auf Italiens Promi- Insel an der Westküste, sondern rund 250 Kilometer Luftlinie weiter östlich im Süden von Apulien. Hier sind die Sonnenuntergänge noch spektakulärer als auf Capri.

Auch Prominente haben das inzwischen entdeckt. Meryl Streep kaufte sich ein Anwesen bei Otranto, Manuel Neuer macht mit seiner Frau regelmäßig Urlaub. Nicole Kidman, Bon Jovi und Hugh Grant kommen jeden Sommer. Für meinen Enkel Philipp (17) war es schlicht „der beste Urlaub meines Lebens“. Das Warum fasst er in einem Satz zusammen:“ Die beste Pizza, das leckerste Eis und klasse Bolzen am Strand.“

Vor rund zweitausend Jahren wurde das Südkap Italiens „finibus terrae“, das Ende der Welt, genannt. Denn hier endete für die damaligen Bewohner des römischen Reiches der Kontinent. Für alle, die aus dem Orient kamen, begann dort Europa. Der Apostel Petrus soll auf dem Weg von Palästina nach Rom auf einem Felsen im südlichsten Ort von Italiens Festland, Santa Maria di Leuca, Zwischenstation gemacht haben.

Daran erinnert immer noch die Wallfahrtskirche, die hier im 18. Jahrhundert auf einem Felsen erbaut wurde. Sie gleicht eher einer Festung als einem Gotteshaus. Vom Platz vor dem Kircheneingang hat man den besten Blick über die beiden Meere, die sich vor der Küste begegnen, das Ionische und das Adriatische.

Jedes Jahr kommen Pilger aus aller Welt, um vor dem schlichten Altar der Kirche zu beten. Es heißt bei katholischen Gläubigen, nur wer eine Wallfahrt zum „finibus terrae“ gemacht hat, findet Eingang ins Paradies. Der deutsche Papst Benedikt XVI. bekräftigte diesen Glauben. Er kam 2008 als bislang bekanntester moderner Pilger. Sein hölzerner Thron steht immer noch am Eingang der Santuario Santa Maria di Leuca.

Heute kommen die meisten, um paradiesischen Urlaub zu erleben. Die Küste zwischen dem Südkap und der Hafenstadt Gallipoli gehört zu den schönsten Europas. Strände mit feinem, fast weißen Sand wechseln sich mit bizarren Felsufern ab.

Durch Dschungel-Wald an den Strand
Etwa auf der Mitte dieses Küstenstreifens liegt südlich des Städtchen Ugento eine idyllische Clubanlage in einem dschungelähnlichen Wald mit Bäumen, Büschen und Gewürzsträuchern, durch den stille, sandige Pfade zum langen Strand führen.

Vom Meer und dem angrenzenden Naturpark weht der Duft von Meer und Pinien. Es ist eine grüne Oase mit stillen Ecken zum Lesen oder Träumen. Es gibt Spielwiesen für die Kleinen, Sportplätze für die Größeren und Kreativbereiche für Maler und Kochkünstler. Es gibt Kulinarik-Kurse, bei denen man lernt, wie Spaghetti und leckere Soßen zubereitet werden.

Wer das idyllische Clubgelände verlässt, glaubt in eine andere Welt zu kommen. In den vergangenen Jahren entstanden neue Feriensiedlungen und kleine Urlaubsgemeinden. Bars, Trattorien, Pizzerien und Eisdielen reihen sich aneinander. Es gibt aber auch noch ruhige Strandabschnitte und stille Plätze in den Dünen. Einige Orte haben Pfade am Meer angelegt, die ideal zum Joggen, Radfahren oder gemütlichen Spazierengehen sind.

Die Baia Verde zwischen Gallipoli und Marina di Mancaversa ist vor allem bei Italienern beliebt, die hier im Juli und August zu Zehntausenden Ferien machen. Mario Maura, der Clubdirektor des „Robinson“, empfiehlt mir darum: „Wer klug ist, kommt vorher im Mai und Juni oder später im September und Oktober.“ Dann ist es leerer und das Meer ist warm bis in den November – um 25 Grad.

Bildrechte: depositphotos

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