10 deutsche Stadtperlen: Die Kleinen kommen jetzt groß raus

Lübecks Bummelmeile
Alles schnell zu Fuß zu erreichen: Lübecks Bummelmeile mit der Anlegestelle für Trave-und Wakenitz-Ausflüge vor der Altstadt

Berlin, Hamburg oder München, Deutschlands Millionenstädte, haben Millionen Touristen schon gesehen. Deutschland hat aber besonders viele kleinere Städteperlen, weil sie früher Residenzen von Fürsten waren, als Handelsmetropolen reich wurden oder einfach in wunderschöner Landschaft liegen. Sie sind angesagt für Kurz-Trips, am liebsten über ein verlängertes Wochenende. Doch auch Ausländer haben sie als spannende Ziele entdeckt. Diese Städte wurden zum Top-Trend des Jahres. Die Hits von Nord nach Süd:


Lübeck
Sogar Chinesen und Japaner verrenken sich für Selfies vor dem Holstentor und stehen bei Niederegger Schlange für Marzipan. Aber nur wenige asiatische Besucher finden in die „Schiffergesellschaft“ in der „Breiten Straße“ Nr. 2, wo an langen, dunkelbraunen Holztischen die beste Scholle, Zander oder Lachs serviert werden. Hier tafeln ,ähnlich wie vor hundert Jahren, hauptsächlich Deutsche und genießen Bier, Lübecker Rotspon oder Köm und essen Zanderfilet (23,50 Euro), gebeizten Heilbutt (12 Euro) oder geschmorte Hirschkeule (25 Euro).

Gleich in der Nähe liegen die anderen Haupt-Sehenswürdigkeiten: das Buddenbrookhaus, Erinnerungsstätte an die berühmtesten Brüder der Stadt, Thomas und Heinrich Mann, die gotische Jakobikirche, das Willy-Brandt-Haus, die St. Petri-Kirche, von deren Turm man den schönsten Blick über die Dächer hat.

Wenn das Wetter im Stadtteil Travemünde trübe ist, sollte man vor zehn Uhr morgens den Rundgang starten. Danach wird es in der Altstadt voll, weil viele Urlauber aus der Lübecker Bucht zum Shoppen und Schauen in die Altstadt strömen.

Tipp: 3 Nächte mit Frühstück im Doppelzimmer im Hotel „TRYP by Wyndham“ (3*) ab 168 Euro, im Hotel „Vierjahreszeiten“ (4*) 200 Euro. Infos: DERtour (Reisebüros oder www.dertour.de).

Schwerin
ist mit rund 102 000 Einwohnern die kleinste Landeshauptstadt Deutschlands. Sie hat aber eine riesige Vergangenheit (1018 wurde die erste Burg errichtet) und eine wieder glänzende Gegenwart. Denn das etwas kitschig wirkende Schloss aus dem 19. Jahrhundert, der Schlossgarten und die hellen, über hundert Jahre alten Bürgerhäuser und Stadtpalais in der autofreien Schloss- und Puschkinstraße sind liebevoll renoviert, restauriert und bilden eine wunderbare Bummelzone.

Mein Stadt-Highlight ist das rund 120 Jahre alte „Mecklenburgische Staatstheater“ mit manchmal spektakulären Oper-, Operette- und Musical- und Schauspielaufführungen, in diesem Jahr etwa Verdis Otello, My fair Lady oder Hebbels „Nibelungen“. Höhepunkt jeder Saison sind die Schlossfestspiele von Ende Juni bis Ende Juli, in diesem Jahr mit „Tosca“ oder dem Grusel-Schauspiel „Dracula“.

Tipp: Pauschalen mit Hotel, Stadtführungen und Festspieleintritt, 1 Übernachtung/Frühstück ab 127 Euro, 2 Nächste bis 258 Euro. Nur-Stadtbesuch mit Führung und Schlosseintritt ab 97 Euro. Immer pro Person/DZ. Infos: Tourismuszentrale Tel.: 03855925271.

Braunschweig
Die Stadt von Heinrich dem Löwen (1129 – 1195) hat nach fast vollständiger Zerstörung des Zentrums im Krieg eine wunderbare Wiederauferstehung hinter sich. Sogar das alte herzogliche Schloss ist äußerlich fast original wieder erstanden. Drinnen ist es zum Einkaufszentrum geworden. In einem Seitenflügel wurde das Schlossmuseum mit Ausstellungsstücken der alten Residenz aus den Jahren 1840 bis 1870 untergebracht.

Nur wenige Schritte entfernt stehen der romanisch-gotische Dom, die Burg Dankwarderode und das Landesmuseum, das mit vier Häusern eines der größten in Deutschland ist. Dahinter beginnen die Fachwerkstraßen, die zum Altstadtmarkt und Gewandhaus führen. Alles ist eine muntere Shopping- und Restaurantzone. In keiner anderen Stadt sind mittelalterliches und modernes so nah nebeneinander. Im Bürgerpark kann man am besten spazieren gehen, bei „Mutter Habenicht“ (Papenstieg 1), die beste deutsche Hausmannskost (Schnitzel, Königsberger Klopse, Rouladen) essen.

Tipp: Steigenberger Parkhotel (4*)im Stadtzentrum , 2 Nächte mit Frühstück und Frühbucherrabatt (bis 42 Tage vor Ankunft buchen) ab 178 Euro (p.P./DZ). Infos: TUI „Städte erleben“, www.tui.de.

Fulda
hat sich nach Hamburg zur heimlichen Musical-Metropole entwickelt. Früher waren es vor allem der barocke Dom, das prächtige Stadtschloss und die Michaeliskirche, die Besucher lockten. Heute ist es der Musicalsommer vom 14. Juli bis 2. September, der über eine halbe Million Touristen ins hessische Städtchen bringt. In diesem Jahr gibt es gleich drei Erfolgsstücke: „Die Päpstin“ (15.6. – 7.7.), „Der Medicus (14.7. – 11.8.) und „Die Schatzinsel“ (18.8. bis 2.9.).

Den schönsten Blick über die Stadt und die nahe Rhön hat man vom Kloster Frauenberg. Die urigste Kneipe für Fassbier, Apfelwein und deftige Kost (z.B. „Strammer Max“) ist der „Stadtwächter“, in der Pfandhausstraße, nur wenige Schritte vom Musicaltheater.

Tipp: 2 Nächte mit Frühstück im „Parkhotel Kolpinghaus“ (3*) im DZ für zwei Personen ab 190 Euro. Infos: www.parkhotel-fulda.de Kontakt für Musical-Karten und allegemeine Infos: Tel.: 0661/1021814 und www.tourismus-fulda.de.

Bildrechte: pixabay

Neugierig, welche Stadtperlen wir noch für euch ausgewählt haben?  Den kompletten Artikel gibt es in der aktuellen Clever reisen! Ausgabe 2/18 nachzulesen.Aktuelle Ausgabe Clever reisen!

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