Frankreich: Auf der Seine ins Frühlingsglück

Seine mit Eifelturm
Die schönste Fahrt führt von Paris an den Atlantik. Mit einem Flusskreuzfahrtschiff und per Bus ist es am bequemsten

Leise rauscht die Seine, auf dem Fluss die Schwäne… Schon in der ersten Stunde auf der „MS Seine Comtesse“ erinnert nichts mehr an das laute Paris mit seinen Straßensperren, Umleitungen und Demonstrationen, sondern nur noch an den fast sechzig Jahre alten Frühlingsschlager mit dem Conny Froboess Ende der fünfziger Jahre einen Hit landete. Wenig scheint sich auf der Fahrt von Frankreichs Hauptstadt in Richtung Norden seit damals verändert zu haben.

Auf der ersten Station in Les Andelys, 85 Kilometer nordwestlich von Paris, landet tatsächlich ein Schwanenpaar neben unserem Ankerplatz. Liebespaare schmusen auf den Bänken am Flussufer. Kastanienbäume blühen auf dem steilen Weg zur Burgruine Gailard, die hoch über dem Städtchen thront. Richard Löwenherz, damals König von England und Herzog der Normandie, ließ die Festungsanlage im zwölften Jahrhundert erbauen.

Nur zwanzig Minuten dauert der Aufstieg vom Seineufer zur Burg. Von dort blicke ich über die grauen Schieferdächer des geschichtsträchtigen Städtchens auf eine der vielen Seine-Schleifen. In der Mitte des Flusses liegt eine grüne Insel, rechts und links dehnen sich Wiesen und Felder mit unzähligen weißen und roten Blütentupfen. Der Frühling ist die schönste Jahreszeit für eine kombinierte Fluss- und Busreise in Richtung Atlantikküste.

Nach einem kleinen Stadtbummel geht es weiter an Kreidefelsen vorbei über Rouen nach Caudebec-en-Caux, nicht mehr als ein etwas größeres Dorf, wenn da nicht eine spät mittelalterliche Kirche mit herrlichen Glasmalereien wäre. Im Gebäude hängt einer der größten Gewölbesteine des Mittelalters.

Hier gibt’s den besten Calvados
Mehr Zeit sollte man sich für die nächsten Stationen in der nördlichen Normandie-lassen. Im Mai blühen hunderttausende Apfelbäume. Der beste Calvados kommt aus dieser Gegend. Die Namen der Orte zerfließen wie Mousse au Chocolat auf der Zunge: Barfleur, Bayeux, Avranches oder Aromandes-le-Bains. Am Meer beeindrucken die Perlmutt- und die Alabasterküste.

Spätestens in Honfleur sollte man einige Tage von Bord des Flusskreuzfahrtschiffes gehen, um alle schönen Seiten dieser Region zu genießen. Die rund einwöchige Schiffstour kann – nach Rücksprache mit der Reederei – unterbrochen werden. Eine Woche später ist die „Seine Comtesse“ für die Rückfahrt nach Paris wieder vor Ort.

Mein Lieblingsstadt wurde Honfleur. Das Hafenstädtchen an der Mündung der Seine in den Ärmelkanal verdient wie kein anderes die Bezeichnung „malerisch“, nicht zuletzt deswegen lautet die zweite Silbe des namens „fleur“, Blume. In den gepflegten Vorgärten blühen je nach Jahreszeit Vergissmeinnicht, Tulpen, Gladiolen und Rosen.

Wie bunte Tupfen reihen sich die gelben, rötlichen und braunen Fassaden der sechsstöckigen alten Lagerhäuser am Hafenbecken aneinander. Davor schaukeln weiße Jachten und Segelboote. Unter roten, riesigen Sonnenschirmen trinken Urlauber und Einheimische ihren Café noir, alangé oder au lait, süffeln Cidre, Poire (Birnen-schaumwein) oder einheimisches Bier.

Berühmte Maler wie Courbet, Sisley, Pissarro, Renoir, Cézanne und Monet haben die Szenerie verewigt. Sie sieht heute noch genau so aus wie auf den Bildern aus dem frühen vorigen Jahrhundert.

Bildrechte: depositphotos

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