Nicaragua – Dichter, Bullenhaie und Vulkane

Vulkan Nicaragua
Nicaragua: ursprünglich und noch untouristisch

Eine Reise durch das Landesinnere von Nicaragua offenbart unvergessliche Einblicke in dieses mittelamerikanische Land mit seinem Reichtum an Kultur, Natur und einem Volk voller Herzlichkeit und Selbstbewusstsein. Ein empfehlenswertes Urlaubsziel, insbesondere auch, weil Nicaragua als das sicherste Land Zentralamerikas gehandelt wird.


Die Kolonialstadt León und ihre rauchenden Vulkane
Fast überall in Nicaragua ragen sie in den Himmel empor, aktive und inaktive Vulkane. Mal weithin sichtbar in der Ebene präsent, mal zusätzlich am Gipfel mit Rauchwolken geschmückt. Bei der Universitäts- und Kolonialstadt León, nahe der pazifischen Küste, schlängelt sich die sogenannte „Kette der Vulkane“ entlang, eine Ansammlung Dutzender Vulkane, die sich von der Grenze zu El Salvador im Norden bis zum Managua-See südlich von León erstreckt.

Einer dieser Vulkane ist der rauchausstoßende unübersehbare Momotómbo. Die Einheimischen nennen ihn auch den „Zerstörerischen“, da er 1609 das alte León unter Asche begrub und zerstörte. Die Einwohner gründeten daraufhin an anderer Stelle das neue, das heutige León.

Eindrucksvoll und unbedingt einen Besuch wert ist die in weiß erstrahlende Kathedrale aus dem Jahre 1860, eines der Highlights der Stadt. In ihren mit Marmorstatuen geschmückten Mauern fanden einige berühmte Persönlichkeiten ihre letzte Ruhestätte. Der bekannteste ist der 1867 in León geborene Dichter und Nationalheld Rubén Darío, dessen Grabmal von einem Löwen bewacht wird.

Richtig imponierend wird es, sobald man auf dem Dach des Gotteshauses steht und den Blick über die Stadt bis zu den Vulkanen auf sich wirken lässt. Wer mehr über das außergewöhnlich talentierte Wunderkind Rubén Darío, eines seiner bekannten Gedichte schrieb er schon im Alter von 13 Jahren, erfahren möchte, besucht sein ehemalige Wohnhaus, in dem Alltagsgegenstände und einige seiner Werke ausgestellt sind.

Eine wohlverdiente Pause legt man unbedingt im Parque Central mit seinem auffallenden Löwenbrunnen, dem Fuente de los Leónes, ein. Hier herrscht eine lockere und entspannte Atmosphäre. Jung und Alt trifft sich zum Plaudern, Spielen oder für einen Einkauf bei den fliegenden Händlern.

Ein rasanter Ritt auf dem heißen Vulkan Cerro Negro
Ganz und gar keine Entspannung, sondern einen ordentlichen Adrenalinkick verspricht dagegen ein Ausflug zum nur 20 km von León entfernten aktiven Vulkan Cerro Negro. Das Zauberwort ist „Vulkan-Boarding“. Eine rasante, heiße und steile Abfahrt über schwarzen Sand.

Doch bevor man an der Flanke des Vulkans auf einer Art Surfbrett und mit Schutzanzug und Skibrille hinab zum Fuße des Berges saust, steht ein gut einstündiger Marsch samt Sportgerät auf den Gipfel an. Allein der Weg hinauf mit grandiosen Ausblicken in die Umgebung lohnt die Anstrengung. Begeisterung macht sich breit.

Oben angekommen, bekommen wir dann doch etwas kalte Füße trotz leicht warmen Vulkansands unter unseren Schuhsohlen und Schwefelgeruch in der Nase. Der zu bewältigende Abhang ist steil, punktet mit einem Gefälle von 45 Grad und misst einige hundert Meter Länge.

Ein Tuch vor den Mund gebunden, Handschuhe übergespült und los geht die wilde Fahrt. Erst langsam, dann nach kurzer Eingewöhnung und steigendem Mut kommt man in Fahrt. Schneller und schneller. Am Ende drückt man die Hacken in den grobkörnigen Vulkansand, der einem dann gewaltig um Gesicht und Ohren fliegt. Ordentlich eingestaubt und mit schwarz gefärbtem Gesicht schütteln sich die Abenteurer glücklich die Hände und gratulieren sich für das Überstehen dieses einmaligen und unvergesslichen Erlebnisses.

Bildrechte: depositphotos

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1 Kommentar

  • Es stimmt, Nicaragua ist einmalig schoen. Neben Vulkanen kann man idyllische Kuestenstraende sowohl am Pazifik als auch an der Karibik genießen. Nur mit der politischen Ruhe ist es seit ein paar Wochen vorbei. Das Volk stellt sich gegen seinen Herrscher Ortega. Es gibt überall im Land Revolte, Tote, Verletzte, kaum Benzin und auch insgesamt ist die Versorgung eingeschränkt. Das AA hat seine Reisewarnung erst jüngst verschärft.

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