Kunstvolle Highheels und eiskalte Historie: Sonderausstellungen in Ontario

National Gallery of Ottawa
Ob Horror auf acht Beinen oder faszinierende Lebewesen – Spinnen lösen vielfältige Emotionen aus

Dass Museumsbesuche nicht nur Alternativprogramm für Schlechtwettertage sind, zeigen diese fünf ganz unterschiedlichen Sonderausstellungen: Design-Begeisterte kommen im Bata Shoe Museum auf ihre Kosten während Geschichtsinteressierte im Museum of History dem Rätsel um die letzte Franklin-Expedition nachgehen können. Naturverbundene Menschen erfahren Wissenswertes über ihre kleinen Mitbewohner während Liebhaber der bildenden Künste außerordentliche Werke des Impressionismus bewundern können.

Erfindungsreichtum und Kunsthandwerk
Wanderausstellung „Manolo Blahník: The Art of Shoes“ im Bata Shoe Museum, Toronto: Seit über 45 Jahren verwischt Blahník mit seinen Kreationen die Grenzen zwischen Mode und Kunst. Bekannt wurde der Schuhdesigner vor allem durch die Fernsehserien „Sex and the City“ und „Absolutely Fabulous“. Sein Erfindungsreichtum und Kunsthandwerk ist vom 16. Mai 2018 bis 06. Januar 2019 in dem Museum, das selbst wie eine Schuhschachtel aussieht, zu bewundern. Zu den ständigen Ausstellungsstücken zählen unter anderem Ballerinas von Queen Victoria, Robert Redfords Cowboystiefel oder samtbesetzte Plateauschuhe aus dem Italien des 16. Jahrhunderts. www.batashoemuseum.ca

Dramatischen Geschehnisse und Expeditionsmaterialien
“Death in the Ice – The Mystery of the Franklin Expedition” im Museum of History, Gatineau/Ottawa: Das Schicksal der 129 Teilnehmer der letzten Franklin-Expedition, deren Ziel es war, eine Nordwestpassage nach Asien zu entdecken, blieb lange Zeit im Dunkeln. Siebenunddreißig Expeditionen versuchten jahrzehntelang, das Verschwinden der Mannschaft zu erklären. Erst in den Jahren 2014 und 2016 wurden die HMS Erebus und die HMS Terror wiedergefunden. Bis zum 30. September 2018 gibt die Ausstellung nun einen ersten Einblick in die dramatischen Geschehnisse und zeigt Expeditionsmaterialien aus London sowie Artefakte von der HMS Erebus, die zum ersten Mal seit 170 Jahren zu sehen sind. www.historymuseum.ca/franklin/



Horror und Faszination
“Spiders: Fear & Fascination” im Royal Ontario Museum, Toronto: Ob Horror auf acht Beinen oder faszinierende Lebewesen – Spinnen lösen vielfältige Emotionen aus. Im sicheren Umfeld des Museums überwiegt sicherlich die Begeisterung, sind die Arachnida doch eines der erstaunlichsten Tiere auf dem Planeten: Sie weben, tanzen und können verlorene Körperteile nachwachsen lassen. Ab 16. Juni 2018 zeigt die Ausstellung mehr als 200 lebende und konservierte Exemplare und sogar ein Live-Gift-Melk-Labor. www.rom.on.ca

Barbizon und Realismus
“Impressionist Treasures: The Ordrupgaard Museum” in der National Gallery, Ottawa: Besucher der National Gallery of Canada erhalten einen Überblick über die Kunst der großen Meister des Impressionismus, Post-Impressionismus und die wichtigsten Tendenzen der französischen Malerei, die ihnen vorausgegangen sind, wie die Schule von Barbizon und der Realismus. Die Ausstellung zeigt vom 18. Mai bis 19. September 2018 Meisterwerke aus dem renommierten Museum Ordrupgaard in Kopenhagen und seine exquisite Sammlung von Werken der besten Künstler der französischen Malerei des 19. Jahrhunderts. www.gallery.ca

Schönheit und Vielfalt
“The Art of Canada: Director’s Cut” McMichael Canadian Art Collection, Kleinburg: Diese Ausstellung zeigt bis zum 18. November 2018 die Schönheit und Vielfalt der kanadischen Kunst. Dreißig Minuten von Toronto entfernt wartet ein Fundus von Werken von Tom Thomson, Emily Carr und der Group of Seven darauf, entdeckt zu werden. Die derzeitige Sonderausstellung ist die erste kuratierte Ausstellung des aus Großbritannien stammenden Executive Director der McMichael Canadian Art Collection, Ian Dejardin. Sie verspricht viele klassische Lieblinge, aber auch solche, die sogar ein Publikum, das mit kanadischer Kunst vertraut ist, überraschen werden. www.mcmichael.com

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