Fünf große Nationalparks: Australien

Aussichtsplattform im Lamington Nationalpark
Der Lamington Nationalpark befindet sich südlich von Brisbane und ist als Weltkulturerbe der UNESCO gelistet

Australiens vielfältiges Ökosystem ist eines der publizierten Attraktionen, und man kann Jahre nur damit verbringen, die nationale Parklandschaft auf diesem Inselkontinent zu erkunden. Natürlich hat niemand die Zeit, alle zu sehen, so dass wir eine Aufstellung der fünf großen Nationalparks in Australien zusammengestellt haben. Plane einfach ein, viel mehr zu erleben, als nur mit den possierlichen Koalas zu gurren (obwohl, um fair zu sein, bleibt auch hierfür Zeit).

Hier ist eine kurze Aufstellung der Parks in Australien, die man besuchen sollte:

Kakadu, Nördliches Territorium
Australiens größter Nationalpark ist gleichzeitig auch Stätte des Weltkulturerbes der UNESCO. Anthropologen glauben, dass die australischen Ureinwohner Aboriginals hier sage und schreibe über 50 000 Jahre hinweg ständig gelebt haben. Es ist daher auch heute noch angemessen, dass der Park von Aborigines verwaltet wird. Felsbildkunst ist überall im Park verteilt – einige von ihnen sind mehrere zehntausend Jahre alt – und bieten einen Einblick in das Leben der frühen Menschenwächter.

Besuche auf jeden Fall Kakadu wegen dieser alten Kunst, der Vielzahl der Landschaft und vielfältigen Ökosysteme. Man sollte nicht hierher kommen und Einsamkeit erwarten. Der Park ist zu Recht sehr beliebt und Touristen kommen in Scharen.

Kakadu NationalparkLamington, Queensland
Diese Stätte des Weltkulturerbes der UNESCO ist ein biologischer Szeneort südlich von Brisbane. Der Park ist die Heimat des hellblauen Lamington Kamberkrebses und einer Armee von Nachtbeutelratten sowie Kurzkopfgleitbeutler. Die beliebteste Attraktion sind die antarktischen Buchenbäume, von denen einige mehr als 2000 Jahre alt sind und nur in einer Höhe von über 1000 m zu finden sind. Diese mit Moos bedeckten, immergrünen Bäume sind ein Atavismus in ein geologisches Zeitalter, als Australien noch Teil des Gondwana Superkontinents war.

Lamington ist mit 160 km an Wanderwegen durchzogen, einschließlich des anspruchsvollen 54 km langen großen Wanderwegs Great Walk, der am Siedlungscamp endet. Sie sollten unbedingt den Treetop Canopy Walk erleben, der aus einer Serie von Hängebrücken besteht, die einige 16 Meter über dem Waldboden verlaufen.

Flinders Chase, Südaustralien
Flinders Chase liegt etwas mehr als 100 km südwestlich von Adelaide, wo er sich über einen Zipfel der Känguru Insel erstreckt. Es gibt nichts Doppeldeutiges über den Namen der Insel – mehr als 15 000 dieser kultigen Lebewesen Australiens leben hier. Aber das ist nicht alles – KI, wie die Insel auch genannt wird, ist auch die Heimat folgender Tiere:

  • 1,5 Millionen Schafe
  • 6000 Seebären
  • 5000 Koalas
  • 500000 Wallabys (oder noch viel mehr, je nach einigen Zählungen)
  • 600 seltene Australische Seelöwen

Mit nur 4000 Menschen, die auf der Insel leben, kann man beruhigt sagen, dass Sie in der Minderheit sind, auch wenn Sie die Insel als Pauschaltourist mit einer Gruppe besuchen.

Bay of Fires, Tasmanien
Einst isoliert und relativ unbekannt, wurde Bay of Fires vor ein paar Jahren von einem sehr bekannten Reiseführer herausgestellt, weil er einen der schönsten Strände der Welt hat. Das Geheimnis ist gelüftet, aber er wird dadurch nicht weniger einzigartig. Obwohl technisch gesehen eigentlich ein Naturschutzpark, ist Bay of Fires für sein türkisfarbenes Wasser, weites Heideland und abgeschiedene Lagunen bekannt. Das Küstengebiet liegt auch in der Nähe des Mt. William Nationalparks. Kajak fahren, Walbeobachtung und Angeln stehen auf der Unternehmungsliste.

Uluru-Kata Tjuta, Nördliches Territorium
Sowohl als Uluru als auch als Ayer’s Rock bekannt, ist der UNESCO gelistete ockerfarbenen Monolith im Zentrum des Parks ein Nationalschatz. Tief im roten Zentrum Australiens gelegen, ist dieser überragende rote Fels weit von allem entfernt. Sicher haben Sie ihn schon auf tausend Postkarten überall im Land gesehen, aber glauben Sie mir –den Felsen umgibt eine intensiv spiritistische Aura. Sie sollten auf jeden Fall Fotos machen; aber dann sollten sie die Kamera weglegen. Ayer’s Rock hat seine eigene Ausstrahlung.

Fairerweise gibt es hier mehr zu erleben, als nur das Mauerwerk der Natur zu bestaunen. Du kannst eine Unterkunft in der Nähe des Ayer’s Rock buchen und an zahlreichen Unternehmungen teilnehmen. Mit geführten Touren kannst du über den Felsen fliegen oder sogar auf einem Kamel um ihn herumreiten. Ayers ist es wert, dort zwei

Uluru-Kata-Tjuta Nationalpark

oder drei Tage zu verbringen, wenn du die Zeit hast.

Reise Protipp: Viele Menschen – egal ob auf begleiteten Touren oder als Einzelreisende – erklimmen den Uluru, entlang eines gut ausgetretenen Pfades, der mit Seilhandläufen versehen ist. Es wird jedoch als grobe Missachtung der Anangu Einwohner angesehen, die den Fels als heiligen spiritistischen Ort verehren. Es gibt kein Pauschalgesetz, das dies verbietet, jedoch solltest du nach bestem Ermessen vorgehen.

Bildrechte: depositphotos

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