Blind Booking: Ziel egal – Hauptsache weg

Blind booking - gewusst wieIn den Urlaub fliegen, ohne zu wissen, wohin. Vielleicht für 33 Euro nach Venedig? Klingt verlockend, doch wie funktioniert das Reise-Roulette am Himmel? Und wo gibt es gleich die passende Unterkunft dazu?

Einfach weg, egal wohin. Diesen Wunsch verspürt jeder mal von Zeit zu Zeit. Bei zwei Fluggesellschaften kann dieser Wunsch in Erfüllung gehen. Sie bieten Flüge zum Festpreis an und lüften erst nach der Buchung das Geheimnis, mit welchem Ziel der Flieger abheben wird. Doch Achtung: Wirklich preiswert ist es nur, wenn man flexibel beim Reiseziel ist.

Einen Flug zu buchen und dabei noch nicht zu wissen, wo der Flieger landen wird, das klingt nach einem verlockenden Abenteuer, das Eurowings unter dem Namen „Blind Booking“ anbietet: Schon seit 2007 gibt es bei der Billiglinie der Lufthansa den Überraschungsflug mit Festpreisgarantie. 33 Euro pro Strecke sind es aktuell. Die Schritte zur Buchung auf www.eurowings.com sind einfach:

Bis 45 Tage vor Abreise den Abflughafen Köln/Bonn, München, Düsseldorf, Stuttgart, Hannover, Hamburg, Berlin-Tegel Salzburg oder Wien wählen. Danach festlegen, wonach einem der Sinn steht: „Sonne & Strand“, „Party“, „Natur & Wandern“, „Metropolen“ und „Gay-friendly“. Hinter insgesamt sieben Reisethemen verbirgt sich eine Vielzahl an Destinationen. Wer beispielsweise „Party“ wählt, bekommt elf Ziele zur Auswahl.

Für jedes Ziel, das er aus der Liste löscht, werden fünf Euro auf den Flugpreis aufgeschlagen. Wer also partout keine Party in Leipzig, Dublin oder London machen möchte, bezahlt statt 66 Euro 81 Euro für Hin-und Rückflug. Die Blind-Booking-Kategorie „Sonne & Strand“, die nur im Sommer angeboten wird, kostet ab 49,99 Euro pro Strecke. Achtung: Nicht jeder Flughafen bekommt alle Reisethemen angeboten. In München beispielsweise kann man zwischen „Europa-Mix“ und „Sonne & Strand“ wählen.


Überraschung Stadtabenteuer
Was beim Billigflieger Eurowings „Blind Booking“ heißt, nennt Lufthansa „Surprise“. Der Clou auch hier: Zunächst weiß man nicht, wohin die Reise geht. Einen bis 42 Tage vor Abflug wählt man zwischen München und Frankfurt als Abflughafen sowie insgesamt neun Reisethemen wie „Arts & Sights“, „Urban Adventures“, „For the Lovers“ und „Shoes & Shops“ aus. Im nächsten Schritt entscheidet man sich für oder gegen die möglichen Reiseziele. Auch hier ist Achtung geboten: Je mehr Ziele abgewählt werden, desto teurer wird die Reise. Und: Erst nachdem man den Reisezeitraum festgelegt und verbindlich gebucht, wird das Geheimnis gelüftet, wohin die Reise geht.

Das klingt zwar etwas risikoreich, birgt aber neben dem Überraschungseffekt weitere Vorteile. So gibt es die Flüge ins Ungewisse bereits ab einem Preis von 69 Euro für Hin- und Rückflug inklusive Steuern und Gebühren. Die Devise: je flexibler, desto günstiger. Allerdings: Die „Surprise“-Flüge starten ausschließlich ab Frankfurt und München und sind nicht umbuchbar oder rückerstattungsfähig.

Die Reiseziele liegen innerhalb Europas, Fernziele sucht man vergebens auf der Vorschlagsliste. Fazit: Wer mit diesen Einschränkungen leben kann, der macht vielleicht sein Schnäppchen
bei www.lufthansa-surprise.com. (Bild: depositphotos)

Mehr Tipps und Tricks zum Thema Blind Booking könnt ihr in der Clever reisen! 4/18 lesen

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