![]()
Aktuelle Ausgabe ![]() ![]() Presse-
|
Klimawandel und Tourismus: Wohin geht die Reise?„Der Klimawandel wird die touristische Weltkarte neu zeichnen: Neue Hochburgen entstehen, alte vergehen“, sagt Prof. Dr. Norbert Walter, Chef-Volkswirt Deutsche Bank AG. Auf der ITB Berlin 2008 stellte sein Team erstmals die aktuelle Tourismus-Studie der Deutsche Bank Research vor, präsentierte die Gewinner und Verlierer des Klimawandels in der Reisewelt und zeigte mögliche Anpassungsstrategien.
Denkanstöße für die Touristik - das sollte die Deutsche Bank Studie liefern. Selbst einer Branche, der bis 2020 jährlich durchschnittliche vier Prozent Wachstum prognostiziert werden, zeigten die Researcher, wie deutlich, nachhaltig und vor allem anhaltend sich ihre Rahmenbedingungen bis 2030 ändern werden. Dazu analysierte das Finanzinstitut 66 Länder hinsichtlich der Auswirkungen der erwarteten Wetterveränderungen, der Konsequenzen regulatorischer Anpassungen und der Bedeutung, die der Tourismus in der jeweiligen Volkswirtschaft einnimmt.
Hebel 1: Klimawandel
Hebel 2: Regulatorische Rahmenbedingungen
Ostsee: Die neue Badewanne Europas?
Besonders betroffen sind in Europa die Mittelmeeranrainer: Sie werden verstärkt unter den höheren Temperaturen und Wassermangel zur Hauptreisezeit leiden. Dies wird Besucher vor allem am östlichen Mittelmeer abschrecken - und das obwohl sie dem Hauptquellenmarkt Europa vergleichsweise nahe liegen. Hohe wirtschaftliche Abhängigkeit verschärft die Problematik hier vor allem für Malta, Zypern, Spanien, Österreich und Griechenland.
Außerhalb Europas werden fast alle Destinationen unter dem Klimawandel leiden. Die großen Verlierer sind unter anderem Ziele in Karibik, Südpazifik und indischem Ozean. Sie sind von Wirbelsturmrisiken besonders betroffen, liegen von Quellmärkten weit entfernt und weisen eine besonders hohe wirtschaftliche Abhängigkeit vom Tourismus auf. Letzteres trifft in Asien besonders auch auf Thailand und Malaysia, in Afrika auf Tunesion und Marokko zu.
Insgesamt wird die Nord-Süd-Wanderung deutlich nachlassen, also die Bewegungen von Nord- nach Südamerika, von Nord- nach Südostasien, von Nord- nach Südeuropa. Das rückt schon regional nördlichere Regionen in günstigere Positionen: die französische gegenüber der griechischen Mittelmeerküste, die spanische Atlantikküste gegenüber Andalusien etc.
Informationen zur Studie finden sich auch unter www.dbresearch.de.
(Stand: 06.03.2008)
|
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||



