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Karibik: Cayman Islands
Wie flinke Unterwasser-Ufos kommen sie auf uns zu. Von allen Seiten. Wir stehen auf einer Sandbank bis zur Brust in kristallklarem Wasser. Bald sehen wir die rundlichen Schatten von circa einem halben Meter Durchmesser in so großer Zahl, dass wir ahnen, warum dieser Flecken im North Sound als „Stingray City“, also „Stadt der Stachelrochen“ bezeichnet wird.
Recht schnell begnügen sich die Rochen nicht mehr mit akrobatischen Schwimmmanövern. Sachte suchen sie Körperkontakt. Sie umschmeicheln Beine und Arme der Bootsausflügler, die überrascht von der Weichheit und Glätte der Schwimmkünstler sind. Ganz freche stupsen die Menschen in der Hoffnung auf etwas Futter an. Alles völlig harmlos, solange man keinem der munteren Gesellen aus Versehen auf den Schwanz tritt. Dort sitzt der Stachel, dessen Stich recht schmerzhaft sein kann, wie uns Rowen warnt. Rowen, der Bootsführer, hebt einen der Rochen vorsichtig so aus dem Wasser, dass wir seine weiße Unterseite und das winzige „Gesicht“ sehen können. Dass die Rochen hier so zutraulich sind, hat Tradition. Früher nahmen die Fischer an dieser Stelle ihren Fang aus, bevor sie an Land zurückkehrten und sorgten so für eine reich gedeckte Rochentafel.
Drei auf einen Streich
Die lohnenswerten Tauchgründe finden sich in überwältigender Zahl. Oft sind sie zudem nur wenige Bootsminuten vom Strand entfernt. Neben den bunten Korallen locken aber auch Wracks in allen Variationen zu Unterwasserstreifzügen. Immer wieder beeindruckend sind dabei die oftmals sensationellen Sichtverhältnisse. Das kristallklare Wasser der Caymans erlaubt oft Sichtweiten von über 30 Metern und ist damit klarer als Glas, wie viele Tauchführer zu Recht betonen. Verständlich, dass sich beim Urlaub auf den Kaimanen eigentlich alles um das nasse Element dreht. Die Caymanians, wie sich die Bewohner der Cayman Islands selbst nennen, sind stolz auf ihr britisches Erbe und ihren bis heute andauernden Status als Kronkolonie. Vom Linksverkehr über Cricket, bis hin zu einigen Bauten aus kolonialer Vergangenheit - überall auf den Inseln finden sich immer mal wieder Reminiszensen ihrer britischen Wurzeln. Allerdings ist die Liste der wirklich sehenswerten „Monumente“ eher bescheiden. Pedro St. James, ein Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert, in einem schönen Garten in beeindruckender Küstenlage und das Cayman Island National Museum in George Town gehören dazu.
Doch das tut der Begeisterung für die Kaimaneninseln keinen Abbruch. Wer hierher kommt, möchte keinen Kultururlaub verbringen, sondern Karibik pur erleben. Und die bekommt er auch in und an den Attraktionen auf Grand Cayman geboten. Im Botanischen Garten und auf der Schmetterlingsfarm etwa steigert sich pittoreske Buntheit zum karibischen Farbenrausch. Und die Strände, allen voran der berühmte Seven Mile Beach nördlich der „Hauptstadt“ George Town, sind der Stoff, aus dem karibische Träume sind.
Weiter: Viel Strand und Sicherheit
(Stand: 21.03.2007)
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