Asien

Vietnam: Stippvisite in Đà Nẵng & Hoi An

Blick über Da Nang: Die Großstadt lockt viele Touristen mit seinen schönen Stränden zu ausgedehnten Badeurlauben

Das Landesinnere Vietnams lockt Entdecker mit der Großstadt Đà Nẵng und dem idyllischen Hoi An, in dem Tradition und das einfache Landleben erlebt werden können. fliegen-sparen.de auf Stipvisite in Zentral-Vietnam.

Fast etwas wehmütig, aber auch voller Spannung verlasse ich Ho Chi Minh City und begebe mich in einem einstündigen Flug in das in der Mitte des Landes gelegene Đà Nẵng. Die Großstadt in Zentralvietnam, einst von den französischen Kolonialherren als Ort „Tourane“ gegründet, liegt am Delta des Flusses Han. Die Stadt verfügt über einen Naturhafen, der Ðà Nang einst zu einem wichtigen Handelspunkt am Pazifischen Ozean machte.
Begeistert bin ich von den traumhaften Stränden in Da Nang entlang des seichten, chinesischen Meeres mit seinem badewannen-warmem Wasser. Ein Erholungsort der besonderen Art, der Reisende anzieht und zu einem ausgedehnten Badeurlaub einlädt. Hier ist alles auf Touristen eingerichtet. Große Resorts bekannter Hotelketten bieten luxuriöse Zimmer oder Bungalows. Das ist nicht Vietnam, das ist global. Wer das Leben der Vietnamesen hier kennenlernen will, muss danach suchen, denn alles ist auf Reisende ausgerichtet.

156 Stufen hinauf zur Grotte „Huyen Khong“

Ein paar historische Dinge gibt es aber doch zu sehen. So sind die Marmorberge mit ihrer buddhistischen und hinduistischen Tempelanlage und der atemberaubenden Grotte „Huyen Khong“, die einen buddhistischen Altar und zahlreiche Figuren beinhaltet, auf jeden Fall einen Besuch wert. Atemberaubend ist aber auch der Aufstieg. Denn bei durchschnittlich 36 Grad feuchtwarmer Luft ist es nicht ganz einfach, die nur 100 Meter hohen Berge zu erklimmen. Immerhin hilft ein Fahrstuhl, die ersten Meter zu überwinden, bevor man sich über Stock und Stein und 156 Stufen zu den Grotten quält, um mit einen atemberaubendem Ausblick über die Region und einer faszinierenden Innenansicht der Höhlen belohnt zu werden.

Französischer Flair in Bà Nà Hills

Touristisch geht es auch auf den Bà Nà Hills zu. Früher wegen der großen Population an Affen als „Affenberg“ bezeichnet, befindet sich heute auf der Spitze der Park „Le Jardin d´Amour“ und ein Weinkeller. Die Bà Nà Hills wurden bereits Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts durch die französische Kolonialmacht zu einem Erholungsort ausgebaut, da das Klima trockener und durchschnittlich 10 Grad Celsius kühler ist als in Đà Nẵng. Seit 1945 verfielen die Einrichtungen jedoch und gerieten in Vergessenheit. Erst mit dem wirtschaftlichen Aufschwung nach 1990 wurden auch die Bà Nà Hills wieder belebt.

Die Seilbahn, die die Besucher auf die rund 1490 Meter hohen Berge bringt, dauert etwa 20 Minuten.

Von den Kabinen aus genießen Mitfahrer einen atemberaubenden Blick über den dichten Dschungel sowie über die Berge und Hügel mit idyllischen Wasserfällen. Die Zahnradbahn für die letzte Etappe bis hinauf zur Plattform wurde erst 2014 eröffnet. Und wem es nicht reicht, der kann noch ein Stück höher fahren, wieder mit einer Seilbahn, um zu einer kitschigen Fantasy-Welt zu gelangen, die an Plastik nicht spart und vor Künstlichkeit nur so ächzt. Immerhin kann man hier oben eine überdimensionale Buddha-Statue mit einem Tempel besichtigen, der recht eindrucksvoll gestaltet ist.

Noch mehr Kitsch gibt es auf der Drachenbrücke von Da Nang zu erleben. Die Brücke hat die Form eines Drachen, der sich im Dunklen verfärbt und täglich um 21 Uhr Feuer spuckt. Ein eindrucksvolles Lichtspektakel, dass man sich nicht entgehen lassen sollte.

Laternenfest in Hoi An

Und dann ist da noch Hoi An am südchinesischen Meer.Ein Touristenort 30 Kilometer südlich von Đà Nẵng. Das im 4. Jahrhundert gegründete Hoi An war einst der größte Hafen in Südostasien und gilt als ein Hafen der Seidenstraße. Hier ist vor allem der Zentralmarkt, die Altstadt und die japanische Brücke sehenswert. Die Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Denn in den Abendstunden leuchtet es von den zahlreichen Lampions, die überall aufgehängt sind, eine fantastisch-romantische Stimmung wird erzeugt, wenn die kleinen Schiffe erleuchtet auf dem Fluss Sông Thu Bon, schaukeln und kleine, leuchtende Laternen auf dem Wasser ausgesetzt werden. Jenes Laternenfest findet an jedem Vorabend einer Vollmondnacht statt und ist ein schönes Erlebnis.

Eine Stippvisite in Vietnam kann recht eindrucksvoll sein. Besonders, wenn man zur Zeit der Ernte im September kommt oder bei einer Fahrt über das Land das Landleben beobachtet. Die Reisernte funktioniert noch ganz ohne Maschinen. Männer und Frauen mit Kegelhüten stehen in den Feldern, Reis wird an der Straße zum Trocknen ausgebreitet, Frauen tragen Körbe, die mit einem Stab über dem Nacken verbunden sind. Es scheint, man wäre am Straßenrand in eine andere Zeit 100 Jahre zurück versetzt. (Text & Bild: Philip Duckwitz)

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