Test & Rat

Glückslotterie auf Gran Canaria: Abzocke statt Hauptgewinn

Urlaub ohne Abzocke

Urlaub ohne Abzocke

Betrügereien können das Urlaubsvergnügen vermiesen. Ein Augenblick der Unachtsamkeit und schon ist es geschehen: das Reise-Taschengeld ist plötzlich weg. Damit dies nicht passiert, sollten sich Urlauber in Acht nehmen.

Findige Betrüger denken sich ständig neue Methoden aus, um Urlauber abzuzocken. Das europäische Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ) warnt nun vor einer neuen Masche auf Gran Canaria: Es werden Glückslose an Urlauber verteilt, die einen vermeintlichen Urlaubsgewinn versprechen. Statt einer kostenlosen Traumreise verbirgt sich jedoch dahinter eine Verkaufsveranstaltung, auf der die angeblichen Gewinner dazu genötigt werden, einen Vertrag zu unterzeichnen. 186 Euro pro Nacht kosten die hier beworbenen 4-Personen-Appartements. Zeit zum Überlegen bleibt nicht: die Verkäufer begleiten den Urlauber persönlich zum Geldautomaten, um die Anzahlung direkt vor Ort zu leisten.



Das Perfide an der Geschäftspraktik: Dadurch, dass die Laufzeit meist unter einem Jahr liegt, wird der Schutz der Europäischen Timesharing Richtlinie ausgehebelt: Verbraucher können nicht widerrufen und den Unternehmern ist es nicht verboten, sofort eine Anzahlung zu verlangen. Manche Anbieter erlauben zwar, innerhalb einer bestimmten Frist zu kündigen, verlangen dann aber mehr als 80 % des bezahlten Geldes als Schadenersatz.

Deshalb gilt: Nichts unterschreiben, am besten gar nicht erst an der Lotterie teilnehmen.

Wer dennoch den Vertrag abgeschlossen hat, rät Sabine Blanke, Juristin des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschlands: „Gehen Sie so schnell wie möglich zur Bank und verlangen Sie die Rückbuchung des Geldes. Bei Kreditkarten können Sie bis zu vier Wochen nach Erhalt des Kontoauszugs die Zahlung reklamieren. Eine Sperrung der Kreditkarte allein reicht nicht aus. Teilen Sie dem Unternehmen schriftlich (per Einschreiben und per Mail) mit, dass Sie wegen der Art der Vertragsanbahnung nicht an den Vertrag gebunden sind, und kündigen Sie ihn vorsorglich.“

Für weitere Informationen steht das EVZ zur Verfügung. Es unterstützt Verbraucher kostenlos.

Quelle: Pixabay

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3 Comments

  • Glückslotterie gab es schon vor ca. 30 Jahren auf Mallorca. Die bekannten Verkäufer aus Holland. Die waren immer so schön euphorisch , da hatte man den
    Hauptgewinn an einer Straßenecke gezogen. Wenn ich etwas geschenkt bekomme,von Wildfremden dann werde ich erstmal misstrauisch. Keiner hat was zu verschenken. Man sollte dann mit einem Taxi in ein Hotel gefahren werden.
    Die Action hieß “Timesharing”. Ich sagte damals sie sollen den Hauptgewinn jemand geben der sich drauf freud.

    • Hallo Manfred,

      danke für deinen Kommentar und die Beschreibung deiner persönlichen Erfahrung. Deine Nachricht ist gerade für andere Reisende als Warnung vor Abzocke nützlich.

      Dein fliegen-sparen.de-Team

  • Uns ist das leider auch passiert auf Gran Canaria. Lotterielose in die Hand bekommen, nachdem wir sie nicht öffneten rubbelte der Verteiler so locker im Gespräch unsere Lose auf. Ich hatte den Hauptgewinn.
    wir müssten aber mit dem Taxi in den Nachbarort und uns dort ein bischen Zeit nehmen. Das Taxi kostete nichts. Irgendwie total überrumpelt stiegen wir ein. Schon als das Taxi losfuhr wusste ich das war falsch. Natürlich folgte ein Verkaufsgespräch …wir hätten auch noch mit in ein Hotel gehen sollen..das haben wir dann abgekürzt und sind wieder zurück ins Hotel. Gewonnen hatte ich natürlich nichts, da wir nicht die 1,5 Std. geblieben sind. Der Verkaufsmensch hat dann zugegeben, dass man wenn dann nur die Woche Urlaub gewinnt und dabei dann noch quasi eine neu aufzunehmende Anlage testet.
    Wie gesagt ich war total überrumpelt, habe aber dann zum Glück zu alter Form zurück gefunden

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