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Sardinien – Täglich lockt ein neuer Traumstrand

Sardinien TraumsträndeSo grün war Sardinien noch nie zwischen Mai und Oktober wie im vergangenen Jahr, meint Joja. Es hat mehr geregnet als sonst. Darum leuchten Wälder und Felder auch noch im August und September grün wie eine deutsche Wiese im Frühling. Joja bessert seine kleine Rente als eine Art Reiseführer in einem Shuttlebus auf, der zweimal in der Woche vom Dörfchen Budoni nach Olbia fährt.

Es kommen in den Sommermonaten zwar hunderttausende Touristen an die „Aquamarin-Küste“ der zweitgrößten Mittelmeerinsel, doch die meisten verzichten auf Stadtbesichtigungen, nachdem sie die traumhaften Strände gesehen haben.

Die Auswahl ist größer als auf jeder anderen Mittelmeerinsel – genau 209 wurden von der Inselverwaltung aufgelistet. Die Sarden haben ihre Strände nach Edelsteinen genannt. Tatsächlich reihen sie sich wie eine glänzende Kette rund um die Küsten.

Der berühmteste Abschnitt ist die „Costa Smeralda“, die Smaragdküste, im Nordosten, vor rund sechzig Jahren vom damaligen Ismaelitenprinz Aga Khan auf einer Segeltour entdeckt und anschließend zum Prominententreff ausgebaut. Prinzessin Margaret, Schwester der englischen Königin, feierte hier rauschauende Partys. Von Gracia von Monaco bis Alain Delon waren
alle da, die damals Rang und Namen hatten.

Der etwa 50 Kilometer lange Küstenabschnitt ist noch heute der berühmteste Anziehungspunkt der Insel. Aber er ist auch der teuerste. In einem Schaufenster an der Piazza von Porto Cervo, dem Zentrum der Costa Smeralda, entdeckte ich tatsächlich ein Kleid für schlappe 9000 Euro und einen schlichten Schal für 450 Euro. Knapp 50 Kilometer weiter südlich, im Städtchen San Teodoro, fand ich auf dem wöchentlich stattfindenden Samstagsmarkt einen Kaschmirschal für zehn Euro.

Baumwollkleider für fünf Euro wehten an Verkaufsständen im Sommerwind. „Aquamarin-Küste“ heißt dieser Abschnitt und bezaubert mit Farben, die mindestens ebenso schön sind, wie der teure Nachbar. Von Azurblau bis Türkis schimmert das Meer vor weißgoldenen Stränden. Dreißig verschiedene kleinere und längere Buchten liegen zwischen den Orten Porto S. Paolo und Orosei.

Sie sind getrennt von Felsen mit würzig duftender Macchia und kleinen Pinienwäldern. Nicht zuletzt sind sie manchmal so einsam und wahrhaft paradiesisch, weil sie etwas mühsam über kilometerlange Schotter- oder Feldwege zu erreichen sind.

Über Schlaglochstraßen zum Traumstrand
Mein absoluter Favorit ist der Strand von Capo Coda Cavallo, sehr abseits der Staatsstraße SS 125 gelegen. Knapp neun Kilometer hinter San Teodoro in Richtung Olbia weist ein kleines Schild den Weg, zunächst zum Brandinchi-Strand, der besonders bei jugendlichen Italienern beliebt ist. Etwa fünf Kilometer und einige Serpentinen weiter auf der Lehmpiste kommt der letzte Wegweiser zum „Vilaggio Est Capo Cavallo“.

Eine steile, schlaglochreiche Schotterstraße führt direkt zum Traumstrand mit Aussicht auf eine der schönsten Buchten des Mittelmeeres. Obwohl so abgeschieden gibt es bequeme, aber nicht gerade billige Liegen (20 Euro für zwei, plus Sonnenschirm) zu mieten. Ein kleiner Kiosk versorgt mit Vino (Glas 4 Euro) oder Wasser (kleine Flasche 3 Euro) oder belegten Panini (ab 4 Euro).
Der fast weiße Sand verläuft sanft ins Meer, so dass auch Kinder und Nichtschwimmer gefahrlos darin planschen können.

Wer gut essen möchte und es romantisch liebt, der sollte unbedingt weiterlesen. Den ganzen Tourbericht findet ihr in der aktuellen Ausgabe Clever reisen! 1/19

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