Clever reisen!

Vorsicht, neue Touristen-Fallen! Abzocke im Urlaub und die Tricks der Taschendiebe

Freundschaftsarmbänder, kaputte Kameras und falsche Ticketverkäufer: Auf arglose Reisende warten so manche böse Überraschungen. Clever reisen! hat die fiesen Tricks der Ganoven aufgedeckt. 

Freundschaftsarmbänder

Ein freundlicher Zeitgenosse bietet Ihnen ein Freundschaftsarmband an. Egal was man sagt, der Fremde wird Ihr Handgelenk nehmen und versuchen das Armband anzulegen. Dann sollen Sie dafür bezahlen. Dies kann auch ein Ablenkungsmanöver sein, während ein Komplize die Taschen des Opfers blitzschnell leert.

Fang’ das Baby!

Eine Frau kommt auf Sie zu und „wirft“ Ihnen ein Baby (natürlich eine große Puppe) in den Arm. Während Sie reflexartig versuchen das Kind mit den Armen aufzufangen, stehlen Taschendiebe Ihre Wertsachen und Ihre Geldbörse.

Falsche Ticketverkäufer

Während Sie in einer langen Schlange vor einem Ticketschalter warten, kommt ein Fremder auf Sie zu. Er bietet ebenfalls Tickets zum Verkauf an, die zwar etwas teurer sind, man sich dafür aber die Warterei erspart oder aber billiger, weil er einen anderen Termin hat und die Tickets nicht mehr braucht. Das kann verlockend sein – die Tickets beim „freundlichen Händler“ sind jedoch abgelaufen oder gefälscht.

Fleck auf der Jacke

Ein Passant bekleckert Ihre Jacke „versehentlich“ mit einer Flüssigkeit wie Vogeldreck, Ketchup oder Senf. Der Täter und seine Komplizen zeigen sich dann absolut „hilfsbereit“. Beim wortreichen Reinigungsversuch verschwinden dann blitzsauber Ihre Geldbörse, Wertsachen und Pässe.

Der freundliche Helfer

Ein netter Passant bietet Ihnen vor einem Bank- oder Fahrscheinautomaten Hilfe an. Die vielen Tasten seien einfach zu verwirrend. Allerdings merken sich die „Helfer“ schon mal den PIN-Code der Kreditkarte, die sie Ihnen später stehlen werden. Oft greifen sie auch nach dem Automatengeld und rennen davon.

Kamera kaputt

Eine kunterbunte Gruppe von Freunden bittet einen Urlauber, ein Foto von ihnen zu machen. Will der hilfsbereite Tourist nun jedoch nach der Kamera greifen, fällt diese plötzlich zu Boden. Alle aus der Gruppe geben ihm die Schuld dafür und verlangen Geld für die teure Reparatur. In manchen Fällen wird der Urlauber in dem Trubel auch noch beklaut.

Schnappschuss, gefällig?

Paare und Familien, die sich gegenseitig fotografieren, werden von einem Passanten freundlich angesprochen, der anbietet, mit deren Fotoapparat einen Schnappschuss von allen zu machen. Im besten Fall war er wirklich nur freundlich, im schlimmsten Fall schnappt er sich die Kamera und läuft davon.

Später Anruf der Rezeption

Ein vermeintlicher Hotelmitarbeiter von der Rezeption ruft Sie im Zimmer an. Er bittet Sie, Ihre Kreditkartendaten nochmals durchzugeben, weil es vorher zu Schwierigkeiten gekommen sei. Der Anruf erfolgt sehr spät am Abend, wenn die Chance groß ist, dass der Gast keine Lust mehr hat im Schlafanzug zum Front Desk zu laufen.

Ablenkmanöver im Zug

Volle Züge Richtung Stadt oder Flughafen sind bei Taschendieben besonders beliebt. Oft stehen die Reisenden eng an eng, erwartungsfroh oder von der Reise müde, da haben Taschendiebe leichtes Spiel. Die Gauner arbeiten immer zu zweit, einer lenkt das Opfer ab (lässt z.B. kurz vor dem nächsten Halt theatralisch Kleingeld vor dessen Füße fallen), der andere schnappt sich die Reisetaschen und steigt blitzschnell im Gedränge an der Haltestelle aus, bevor der Zug schon wieder weiterfährt. Funktioniert genauso gut in vollen U-Bahnen und Bussen.

Durchsichtige Becher

In Großstädten wie Paris oder Rom, wo die Straßen oft eng und das Gedränge groß ist, ist dieser Trick momentan sehr beliebt: An einer unübersichtlichen Stelle wird ein durchsichtiger Becher mit ein paar Münzen so platziert, dass ihn Passanten leicht übersehen und umstoßen. Der Besitzer des Bechers jammert laut, der unachtsame Rempler schämt sich und hilft, die Münzen aufzusammeln. Während dieser Ablenkung nimmt ein Komplize Portemonnaie, Handy oder gleich die ganze Tasche an sich.

Der Schlangen-Blockierer

Bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen hält jemand die Warteschlange absichtlich auf, während ein Komplize, der schon den Scannercheck passiert hat, Wertgegenstände wie Handy, Tablet, Uhr oder Geldbörse aus den Transportboxen schnell herauspickt. Tipp: Wertsachen erst auf das Laufband legen, wenn man selbst an der Reihe ist. Wertvollere Gegenstände sollten dabei unter anderen Sachen positioniert werden.

Text: Jürgen Zupancic
Quelle: Clever reisen!